Wie gehe ich bei Datenschutzverletzungen der gesetzlichen Krankenkasse vor?

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7 Antworten

zuerst solltest du Kontakt zum Datenschutzbeauftragen deiner Krankenkasse aufnehmen. hierzu benötigst du aber auch die Daten der Dame, die dich angerufen hat. du musst es ja irgendwie belegen können. so einfach ins Blaue hinein, damit kommst du nicht weit.

wer war die Dame denn? sicher eine Privatperson? oder jemand vom Medizinischen Dienst oder der Einrichtung, wo sich dein Kind aufhält?

die Kassen verschicken eigentlich keine Akten. denn Akten gibt es auch nicht mehr im herkömmlichen Sinne. die sind bei den Kassen in aller Regel digitalisiert. ähnlich ist es bei Schriftwechsel. den bekommen die Sachbearbeiter auch nicht mehr so oft in die Hände.

ich finde den Fall irgendwie komisch.

Schadensersatz oder Schmerzengeldforderungen werden hier wohl nicht geltend gemacht werden können, da kein Schaden entstanden ist. kein finanzieller Schaden und auch kein körperlicher Schaden, der in Geldwerten bezifferbar ist.

wenn die Kasse nicht reagiert, ist der nächste Weg die Aufsichtbehörde. das wäre das Bundesversicherungsamt.

der Kassenwechsel liegt nahe, wegen einem gestörten Vertrauensverhältnis. aber egal, was die Vorgeschichte ist, eine fristlose bzw. von der Bindungsfríst lösende sofortige Kündigung ist nicht möglich.

und wenn ich Post für wen anderes bekomme, dann rufe ich den nicht an, sondern die Stelle, von der die Post kommt. alles seltsam...

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Kommentar von midgard1973
23.03.2016, 13:05

Hallo, doch, die Dame ist eine Privatperson. Mittlerweile hat Sie uns die Unterlagen per Post zugeschickt. 

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FÜR MICH UNGLAUBLICH !!!!!!!

Natürlich, weil Du ja keine Fehler machst, niemalsnichtnicht.

Da hat ein Sacbearbeiter eine Akte in einen falschen Umschlag dazu gepackt. Hast Du eine Vorstellung wieviele Akten dort täglich gewälzt werden? Wohl kaum. Laß dir von der "Frau" die Akte zusenden oder hole sie selbst ab und gut ist erstmal.

Natürlich ist das ein Grund sich bei der Kramkenkasse zu beschweren und eine Entschuldigung kannst Du erwarten, das war es dann aber auch schon.

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Kommentar von midgard1973
21.03.2016, 11:59

Haben Sie eine Ahnung wie oft am Tag die Schleusen in einem Kernkraftwerk benutzt werden? 

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Ansprechpartner ist der Datenschutzbeauftragte der Krankenkasse. Der muss dir zumindest auf Nachfrage gesagt werden, ohne dass Du eine Begründung geben musst, warum Du das wissen willst. Ich meine sogar, dass er änlich wie das Impressum einer Webseite allgemein bekannt gemacht werden muss.

Für "Mehr" müsste diese Frau mitziehen und das ganze "offiziell" bestätigen. Dieses "Mehr" beschränkt sich AFAIK auf eine zusätzliche Meldung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde. Eine "richtige" Datenschutzverletzung braucht einen Fehler in System. Der ist aber nicht gegeben, wenn ein Mitarbeiter mal etwas in den falschen Umschlag steckt und dadurch nichtmal die Öffentlichkeit was mitbekommt.

Ich kann deine Verärgerung verstehen und mich auch beschweren (damit die Krankenkasse dem bei Beschwerden mehrere Versicherten dem nachgeht), würde das aber nicht zu hoch aufhängen. Du akzeptiert die Datenkrake elektronische Gesundheitskarte und regst dich dann über ein Versehen eine Mitarbeiters auf. Das passt IMHO nicht zusammen.

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Diese Frau...war jetzt eine privat Person die in ihren Unterlagen die deines Kindes vorgefunden hat? Das ist ärgerlich, aber da würde ich kein Fass aufmachen. Beschwere dich offiziell bei der Kasse das diese doch bitte vir dem Versand genauer auf Unterlagen achten soll.

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Schmerzensgeld gibt es da nicht! Deinem Kind sind ja zum Glück keine "Schmerzen" irgendeiner Art dadurch entstanden

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Hallo,
die Krankenakte hat eine private Person die bei der gleichen Krankenkasse versichert ist per Post von einem Mitarbeiter der gesetzlichen Krankenkasse zugesendet bekommen.

Zum Glück war diese Person ehrlich.

Ich meinte auch nicht Schmerzensgeld, sondern Schadensersatz. Ich finde schon, das meiner Tochter durch das eventuelle Bekanntwerden ein Schaden entstanden ist. 

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Kommentar von Ifm001
21.03.2016, 13:22

... dann beziffere doch mal den Schaden. Ich sehe da keinen Schaden, obwohl ich mich mehr als die Meisten fuer Datenschutz interessiere und einsetze.

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Was war das für ein "Frau"?

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