Wie gegen Fotografie der eigenen Person wehren?

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5 Antworten

Hallo vanGestern...,
ich hatte mich selbst einmal für dieses Thema beschäftigen müssen. Für diese Frage lohnt es sich auch, sich in den bekannten Fotografie-Foren umzutun:

http://www.dforum.net/ 
http://www.dslr-forum.de/
http://www.fotocommunity.de  google findet auch weitere.

In allen wird dieses Thema erschöpfender behandelt, eben auch mit eigenen Einzelerfahrungen, als ich es hier könnte.

Du fragst nach der rechtlichen Grundlage:
Von den Rechtsanwälten reichjhardt & schlotz fand ich das hier:
http://anwalt-im-netz.de/urheberrecht/recht-am-eigenen-bild.html

Darin wird auch der erwähnte Löschungszwang angesprochen, zu dem ich vorher auch schon einen recht drastischen Praxisfall in einem der Foren las. Grundsetzlich bewerten heute alle Gerichte ein Abwinken oder abwehrende Haltungen schon als ganz klar einzuhaltendes Fotografierverbot einzelner Personen, ein Lächeln und Faxenmachen allerdings auch als Übereinstimmung und Genehmigung.

Wie hier schon von FoxundFix ganz richtig angedeutet, kommt es im Einzelfall (vor Gericht) auf die Abwägung der verschiedenen Rechte, Recht am eigenen Bild und Urheberrecht, an.

Nach den von dir gewählten Worten könnte auch eine ganz normale Nötigung vorliegen, da kommt es u.U. auch darauf an, ob vielleicht in private Bereiche hineinfotografiert wird, das ist pauschal verboten. Auch, wenn eine Privatperson ganz direkt und gezielt fotografiert wird, also aus der Masse geraus, liegt bereits ein ungenehmigtes Fotografieren vor - der Fotograf muss sich dafür vorher die eindeutige Genehmigung erteilen lassen! Grundsätzlich darfst du dann die Löschung/Negativvernichtung verlangen und ne nach Fall sogar auch deren Durchführung von Spezialfirmen (recht teuer) durchsetzen. Ob das der Einzelfall hergibt, wird dann ein Richter entscheiden. Denn du weißt, im Apparat vor deinen Augen gelöschte Aufnahmen können von der Karte wieder gerettet werden.

Zeitgeschichtlich öffentliche Personen  können nach dem Pressekodex bereits Besucher von Veranstaltungen sein (da zieht auch die Fotografiergenehmigung von 'Gruppen gleichen Vorhabens', also Umzüge, Demos etc.). Ganz klar nicht erlaubt ist das gezielte Fotografieren von privaten Einzelpersonen und schon gar nicht in ihrem privaten Bereich (geschlossene Gesellschaften sind eben keine "Öffentlichkeit").

Das Fotografieren "über den Zaun", durch ebenerdigige Fenster oder aus Fenstern des gegenüberliegenden Hauses ist nach meiner Kenntnis eineutig verboten und sogar strafbewehrt!

Aber, erstmal wissen/kennen muss man diese Fotografen, um sie persönlich auffordern konnen. Je nach Dramatik eures Erlebens wäre tatsächlich der Anruf bei der Polizeiwache angemessen.

Das ganze Thema der Fotorechte ist ziemlich kompliziert.
Im Extremfall könntest du sogar einem Nachbarn sein allgemeines Fotografieren aus seinem Fenster verbieten, weil da nämlich jene sogenannte "Panoramafreiheit" nicht mehr zutrifft. Hier für dich eine ziemlich breite Übersicht über Fotografieren in der Öffentlichkeit:

http://www.aufrecht.de/beitraege-unserer-anwaelte/urheberrecht/fotografie-und-recht-was-darf-ich-fotografieren-und-was-nicht.html


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Kommentar von Naiver
25.10.2016, 01:48

Dazu fällt mir noch folgenes Paradoxon ein:
Würdest du nun jene Fotografen in der Einfahrt dabei ungenehmigt fotografieren, wäre dieses Foto bereits nicht korrekt und bei Veröffentlichung durchaus vom Fotografen mit etwaigen Schadensersatzforderungen zu belegen. Ob solche ungenehmigten Fotos 'Beweiskraft' hätten, weiß ich nicht. Ich befürchte, sie dürften gerichtlich gar nicht verwendet werden.

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Siehe ein Foto einfach so als das was es ist, ein langfristiges Abspeicher eines Bildes was der Fotograf eh gerade in diesem Augenblick auch ohne Kamera schon gesehen hätte. Jetzt ist es genauso sinnvoll im die Fotos aus der Kamera zu löschen, wie das Gesehene aus dem Gedächtnis eines Menschen und deshalb im Allgemeinen auch nicht verboten.

Das Veröffentlichen, also dritten zeigen unter Umständen aber schon.

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Ich weiß es leider nicht genau, aber ich weiß, dass der Fotograf keine Fotos von einer Person ohne dessen Einverständnis veröffentlichen darf, außer 1. es war eine öffentliche Veranstaltung oder 2. es sind mehr als 12 Personen mit am Bild oder 3. der Fotograf hat eben die Person gefragt, ob er die Bilder veröffentlichen darf, was er aber offenbar nicht getan hat. Du hast also auf jeden Fall das Recht, dich zu beschweren oder vielleicht sogar Anzeige zu erstatten, aber wie gesagt, genau weiß ich es nicht. Viel Glück bei der Sache!

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Wenn Fotografen haufenweise um etwas herumstehen und fotografieren wollen ,dann gehe ich davon aus,daß es sich um ein besonderes zeitgeschichtliches Ereignis handelt,daß im §23 KunstUHrhG zu den Ausnahmen zählt und veröffentlicht werden darf.

Egal wie Fotos zu Stande kommen sind ,ein Recht auf Löschung gibt es nicht.

Theoretisch kann man alles und jeden Fotografieren ,solange die Fotos nicht veröffentlicht werden.

Bei Veröffentlichung der Fotos gelten die §22 und 23 KunstUrhG

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Das klingt ja eher so, als wenn Paparazzi versucht hätten ein Bild zu machen. 

Generell wird es schwierig, gegen das alleinige machen der Bilder einen Einwand zu erheben. Eine Veröffentlichung dagegen ist ausgeschlossen.

Aber diese Frage kann Dir nicht mal ein Anwalt beantworten und schon gar nicht ein Forum.

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