Wie gefährlich ist Motorrad fahren wirklich?

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7 Antworten

Wenn Du vernünftig fährst, so setze ich für das "einspurige FZG" mal mindestens den Faktor "2" an, dass Du beim Schlittern einen "Adler / Seitenklatscher" machst und ganz hart auf dem Boden landest. Das ist trotz Helm und gutem Mot-Suit mit Protektoren kein Zucker. Wenn Du Pech hast, dann fliegst Du zunächst vom Bock, und dann "überwalzen" Dich im schlimmsten Fall  mal mehrere 100 KG mit hoher kinetischer Energie. Im Gegensatz zum Auto mit seiner Fahrgastzelle hast Du auf dem Zweirad praktisch null Sicherheit und "Knautschzone". Ich würde daher vorsichtige Risikoeinschätzungen mit Nennung um Faktor 4-16 gegenüber einem PKW nicht als unrealistisch "abtun"...die niedrigeren Werte hier eher ab Roller ( 45-er )...bei einem richtig schnellen Motorrad und aggressiver Fahrweise reicht mitunter selbst "Faktor 16-64" im Gefährdungspotenzial gegenüber Auto nicht mehr aus. Glaube den erfahrenenen Bikern, wenn Du dort diesbezügliche Infos suchst. 👝

Und rechne die von mir benannte "Risikoeinschätzung" zumindest in allen Punkten mal deswegen doppelt, weil man Dich auf einem Motorrad deutlich schlechter in der Geschwindigkkeitseinschätzung und allgemeiner ( Erkennungs )-Wahrnehmung registriert, als mit dem kleinsten Auto. ( ich mag und nenne als Beispiel hier mal "Ente" oder "Käfer"...lassen sich einfacher einschätzen, ohne sie zu hören... )

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Nach dem du jetzt wild irgendwelche  unsinnigen Zahlen in die Landschaft geraten hast kommen wir mal zur Praxis zurück.  Hast du mal ein Auto gesehen das einem schnellen Sportmotrrad die Vorfahrt genommen hat ? 

btw sind 45er Roller so ziemlich das Gefährlichste was du fahren kannst.  Und bei agressiver  Fahrweise gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Auto und Motorrad.  Wenn du mit 200 gegen nen Baum ballerst ist es völlig egal wo du drinn oder drauf sitzt. Da hilft dir kein Helm und kein Airbag.  Das einzige was da hilft, ist daß das Mopped viel schmaler ist und eher am Baum vorbei kommt. Punkt fürs Mopped.

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Relativ einfach zu beantworten. Im Auto hast Du einen Haufen Blech plus Airbags um Dich herum, auf dem Motorrad gar nichts. Angeblich ist die Gefahr eines tödlichen Crahs mit dem Motorrad viereinhalb Mal höher, als mit dem Auto (siehe nachfolgenden link). Es empfiehlt sich auf jeden Fall, mit dem Motorrad so rumzufahren, dass Du JEDERZEIT damit rechnest, dass der hinter, neben oder vor Dir im nächsten Moment den allergrössten Quatsch loslässt und Du quasi für ihn mitdenken musst, um Dich zu schützen. Mach ich selbst immer so, selbst wenn ich bei einer Kreuzung grün habe, achte ich drauf, ob nicht von links oder rechts ein Schwachsinniger daher kommt, der sein "rot" übersehen hat. Ich war auch schon auf der Landstrasse unterwegs, weit vorne scheint mich ein Einbieger zu sehen und zu warten, bis ich passiert habe, dann aber, kaum bin ich 30 Meter vor ihm, fährt er los. Den Crash konnte ich verhindern, weil ich eben latent mit sowas gerechnet habe. Also wirklich immer mit ALLEM rechnen.

http://www.welt.de/motor/article117197269/Deutlich-erhoehtes-Unfallrisiko-fuer-Biker.html

Der Vergleich Auto Motorad hinkt gewaltig.

In der Autostatistik sind nämlich auch all die Millionen Karren die mit 30 Airbags ausgestattet  nur innerstädtisch (mit nem 30er Schnitt) zwischen Wohnung, Kindergarten und Supermarkt hin und her kullern. Die haben ja quasie gar keine Chance einen Personenschaden zu erleiden. 

In der Motorradstatistik sind auch alle drinnen die ohne irgend eine Fahrausbildung und Schutzkleidung mit ihren Rollern ins Büro pötteln. Genau so alle völlig unerfahrenen  jugendlichen Fahranfänger die noch gar kein Auto fahren dürfen. 

Wenn du vergleichbare Gruppen nimmst, z.b. Sport/Tourensportmotorräder mit Hochleistungssportwagen vergleichst (beide hoch Motorisiert, beide werden zu Freizeitzwecken dynamisch bewegt) dann wird das ganz anders aussehen.

 Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Motorradunfall zu sterben, wenn man vernünftig fährt?

Da ist der Punkt, was ist vernünftig? 

Es gibt kaum eine Alltagsgefahr auf die der Gefährdete selbst so viel Einfluss nehmen kann wie beim Motoradfahren.  Ich kann ein Motorrad völlig lebensverneinend fahren, ich kann es aber mit meiner Erfahrung auch so bewegen, daß es nicht gefährlicher als zu Fuß gehen ist. 

Nunja wenn du aufmerksam faehrst und mit fehlern andere rechnest dann nicht. Nur um jetzt mal mit ein paar Fakten zu spielen 80% aller toedlichen motorradunfaelle sind nicht selbst verschuldet sondern wurden durch unaufmerksame autofahrer verursacht, Ist keine so schoene zahl aber es lohnt sich definitief motorrad zu fahren ;)

in 80%?, irgendwo hab ich gelesen, dass es nur die hälfte ist, sprich 50%!

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Das kommt auf das Fahrverhalten des Motorradfahrers an, wie gefährlich Motorrad fahren ist.

Die Gefahr bei einem Unfall mit dem Motorrad verletzt zu werden oder zu sterben ist natürlich deutlich größer. Keine Ahnung ob man das tatsächlich in Zahlen ausdrücken kann. Kommt ja immer darauf an wer so eine Statistik verfasst, und welche Einflussfaktoren herangezogen werden. Für mich ist es eher der Spaßfaktor. Da ist es mir relativ egal ob gefährlich oder nicht. Ob jetzt Faktor 4 oder 100 zu 1. Für mich stellt sich eher die Frage, steht das Risiko im Verhältnis zum Spaß.

Als Junger Erwachsener sind die häufigstne Todesursachen Selbstmord und Unfalltod.

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