Wie gefährlich ist heller Hautkrebs (Basaliom)?

7 Antworten

Das Problem ist: Die helle Variante ist bei uns fast unbekannt. Das führt dazu, dass die Symptome oft nicht ernst genommen werden. Zwar ist Heller Hautkrebs weniger gefährlich, als Schwarzer Hautkrebs, dennoch muss er behandelt werden. Ohne Therapie kann die Erkrankung Lymphknoten und andere Organe befallen und Metastasen ausbilden.

Dabei kommt diese Krebsart in zwei Formen vor: als Basaliom (Basalzellkarzinom) und als Spinaliom (Plattenepithelkarzinom, auch Stachelzellenkrebs genannt).

Symptome:

Basaliome und Spinaliome entwickeln sich langsam, über Jahre hinweg. Beide Formen unterscheiden sich aber in anfänglicher Erscheinungsform, Verlauf und Häufigkeit.

Die häufigste Form des hellen Hautkrebses und des Hautkrebses überhaupt ist das Basaliom. Dieses tritt meist im Gesicht, auf den Ohren oder dem Hals auf. In manchen Fällen werden auch Arme, Beine oder Rumpf befallen.

Anfangs bildet sich ein unscheinbares, hartes, hautfarbenes manchmal auch glasiges, punktförmiges Knötchen. Dieses wird typischerweise von feinen Äderchen durchzogen. Im weiteren Verlauf verfärbt sich die Hautveränderung, wobei sie auch zu Blutungen neigt. Außerdem wird das Knötchen langsam größer.

Im fortgeschrittenen Stadium sinkt es in der Mitte ein und wächst nach innen. Denn diese Krebsform hat die Eigenschaft tief in den Körper vorzudringen, wobei sogar Knorpel und Knochen zerstört werden können. Zur Metastasenbildung kommt es bei einem Basaliom allerdings nur extrem selten.

Das Spinaliom beginnt nicht selten mit einer Vorstufe, den so genannten Licht- oder Sonnenschwielen. Das sind leicht rötliche, raue, verhornte, oft schuppige Stellen. Sie treten in erster Linie an Orten auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind: Stirn, Ohren, Wange, Lippen, Handrücken, Arme, Rücken, Waden und Glatze.

Im Verlauf werden die Hautveränderungen, die im Fachjargon aktinischen Keratosen heißen, größer und verhornen. Allerdings kann sich dieser Prozess über Jahre hinziehen. Während der ganzen Zeit verursachen sie keine Beschwerden. Das Tückische: Die aktinischen Keratosen, die mittlerweile sehr viele Menschen haben, werden oft mit harmlosen Altersflecken verwechselt und daher meist nicht ernst genommen.

Doch bei jedem fünften Betroffenen entwickelt sich aus ihnen ein hartes, erhabenes Geschwür oder Geschwulst mit unregelmäßiger Form, das zu Blutungen neigen kann: ein Spinaliom. Diese Krebsart ist zwar seltener als das Basaliom, aber viel gefährlicher. Denn sie geht mit Metastasenbildung einher.

Ursachen:

Der eigentliche Auslöser für hellen Hautkrebs liegt im Dunkeln, aber man kennt den Hauptrisikofaktor für diese Krebsform. Heller Hautkrebs wird in erster Linie durch intensive UV-Strahlung begünstigt. Das kann durch ausgiebiges Sonnenbaden geschehen, aber auch Begleiterscheinung von Hobbys wie Sport oder Gärtnern sein. Auch die Angehörigen bestimmter Berufe, die sich viel im Freien aufhalten, wie Bauarbeiter, sind besonders gefährdet.

Zu den Patienten zählen überwiegend hellhäutige Menschen. Zudem kann die Neigung vererbt werden. Auch Personen, deren Haut bereits durch Röntgenstrahlen, Verbrennungen oder chronischen Hautkrankheiten geschädigt wurde, haben ein erhöhtes Risiko. Eine geschwächte Abwehrkraft kann den Ausbruch von Hellem Hautkrebs ebenfalls fördern.

Weitere Risikofaktoren sind:

fünf oder mehr Sonnenbrände in Kindheit oder Jugend Solarienbesuche bestimmte Krankheiten wie Lichtüberempfindlichkeit Albinismus Von beiden Hautkrebsformen sind größtenteils Menschen zwischen 60 und 80 Jahren betroffen.

Diagnose:

Neben der Begutachtung des äußeren Erscheinungsbildes kann der Arzt die verdächtige Stelle durch ein so genanntes Auflichtmikroskop betrachten. Dann wird eine Gewebeprobe entnommen oder man entfernt gleich das ganze Knötchen. Anschließend erfolgt eine histologische Untersuchung. Danach steht fest, ob es sich um Krebs handelt oder nicht.

Bei der Diagnostik eines Spinalioms sollte noch eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Auf diese Weise kann man feststellen, wie weit der Tumor in das untere Gewebe vorgedrungen ist. Beträgt die Tiefe zwei Millimeter oder mehr steht eine Untersuchung der Lymphknoten an. Diese wird ebenfalls per Ultraschall durchgeführt. In fortgeschrittenen Stadien können des weiteren Computertomografie oder Magnetresonanztomografie zum Einsatz kommen, um zu prüfen ob sich bereits Metastasen gebildet haben.

Behandlung

Die Therapie beider Krebsformen ist ähnlich. Sie hängt von Größe, Eindringtiefe und Lage des Karzinoms ab. Bei oberflächlichen Tumoren genügt unter Umständen das Auftragen einer Creme. Diese regt die Abwehrkraft des Patienten an, woraufhin das Immunsystem den Tumor bekämpft.

Tumore, die nicht dicker als drei Millimeter sind, können mit der Photodynamischen Therapie (PDT) behandelt werden. Hierbei wird dem Patienten eine Creme auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Sie enthält einen Wirkstoff, der die Lichtempfindlichkeit der Krebszellen erhöht. Anschließend erfolgt eine Bestrahlung mit kaltem Rotlicht. Dabei sterben die kranken Zellen ab. Vorteil: Diese Methode ist sehr sanft und hinterlässt keine Narben. Dies ist jedoch nur möglich bei einer frühzeitigen Erkennung, wenn das Stadium noch nicht weit fortgeschritten ist.

Standardverfahren ist jedoch nach wie vor die Operation, bei der die Hautveränderung und das Gewebe in einem bestimmten Umkreis entfernt wird. Anschließend wird das gesamte entnommene Material im Labor histologisch untersucht. Befindet sich im vermeintlich gesunden Gewebe rund um den Tumor Krebszellen, muss nachoperiert werden.

Zu den weiteren Behandlungsmöglichkeiten gehören Laser-, Kryo-, Strahlen- und Chemotherapie. Lasertherapie kommt vor allem bei Tumoren zum Einsatz, die aufgrund ihrer Lage durch eine konventionelle OP nur schwer entfernt werden können.

Bei der Kryotherapie (Kältetherapie) wird extrem kalter flüssiger Stickstoff auf den Tumor aufgetragen. Folge: Die Krebszellen erfrieren. Ist eine OP nicht möglich oder befindet sich der Krebs im fortgeschrittenen Stadium kann auch eine Strahlentherapie in Erwägung gezogen werden. In einigen Fällen wird auch Chemotherapie verordnet. Sie erfolgt bei hellem Hautkrebs mittels einer Salbe, die direkt auf die erkrankten Stellen aufgetragen wird.

Die Prognosen sind für beide Krebsarten sehr positiv: Bei Basaliomen betragen die Heilungschancen 95 bis 100 Prozent. Bei einem Spinaliom, das noch keine Metastasen gebildet hat, liegen sie zwischen 90 und 95 Prozent. Selbst wenn dieser Krebs schon gestreut hat, stehen die Chancen noch vergleichsweise gut. Allerdings ist die Kontrolle nach erfolgreicher Behandlung unerlässlich. Denn nicht selten bilden sich neue Knötchen. Daher gehört die regelmäßige Kontrolle im Abstand von drei bis sechs Monaten zur Nachsorge - bei beiden Krebsformen.

Alternative Heilmethoden Beide Formen des Hellen Hautkrebses lassen sich im allgemeinen nicht nur sicher, sondern oft auch relativ schonend mit schulmedizinischen Verfahren heilen. Daher spielen alternative Verfahren bei dieser Krebsform keine große Rolle.

Vorbeugung

Bei der Vorsorge sollte man sich nach der ABC-Regel richten:

A wie ausweichen - und zwar der direkten Sonne, vor allem in der Mittagszeit B wie bedecken - am besten mit langärmeliger Kleidung und Hüten mit breiter Krempe C wie cremen - eine halbe Stunde vor dem Kontakt mit der Sonne, wobei ein entsprechend hoher Lichtschutzfaktor verwendet werden muss. Menschen mit hellem Teint und blonden oder roten Haaren sollten die Vorsorge besonders ernst nehmen, denn sie haben ein erhöhtes Risiko. Auch Kinderhaut bedarf eines sehr sorgfältigen Schutzes und muss unbedingt vor einem Sonnenbrand bewahrt werden. Tipp: Im Schnee, im Gebirge oder am Meer ist die UV-Strahlung noch höher - und der Sonnenschutz daher noch wichtiger.

Darüber hinaus sollte man die eigene Haut aufmerksam beobachten. Jede verdächtige Hautveränderung muss so schnell wie möglich vom Arzt untersucht werden. Außerdem sollte man einmal jährlich die Früherkennung beim Hautarzt wahrnehmen, Personen mit empfindlicher Haut sogar alle sechs Monate.

Die Antwort von elenore ist sachlich richtig und sie enthält alle relevanten Informationen zum Thema. Die Antwort von Merelin ist ein Schmarrn. "Nur so nebenbei" eben.

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