Wie gefährlich ist eine Reise nach Indien?

12 Antworten

o ihr lieben Angstmacher. was habe ich nur alles falsch gemacht? Seit 34 Jahren bin ich bis zu 5 Monate im Jahr in Indien und Nepal zu Hause. Wie alle meine Vorfahren bin ich germanischen Ursprungs. Trotzdem konnte ich allen fremden Gefahren trotzen und lebe und bin gesund. Ja, auch in Indien lauern Gefahren, in Nepal kann der Mount Everest einstürzen (ernsthaft), der Tsunami hat tausende Menschen ertrinken lassen, es werden Menschen misshandelt, auch getötet, aber bislang hat mich keine Schlange gebissen oder ein Skorpion gestochen. Wer sein Hirn benutzt, wird nirgendwo auf diesem Planeten Angst um sein Leben haben müssen.

Das ich für mind. eine Woche hin fliegen muss, ist mir klar.

Für eine Woche braucht man diese anstrengende Reise nicht auf sich nehmen. Dafür geht schon viel zu viel Zeit für die An- und Abreise verloren.

Man kann ja, wenn die Berichte stimmen, nicht einmal das Taxi oder den Bus nehmen.

Dummes Zeug. Natürlich kann man mit dem Taxi und öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Denn ich möchte meinen Freund unter diesen Bediengungen auf keinen Fall alleine lassen!

Was für Bedingungen? Was soll an einer Geschäftsreise nach Indien gefährlich sein?

War schon einmal jemand von Euch in Indien?

Ich, des Öfteren. Und zwar als Frau alleine. Wirklich gefährlich und gewöhnungsbedürftig ist in Indien der Straßenverkehr. Wenn Du etwas von dem wunderschönen Land und seinen netten Menschen kennenlernen möchtest, dann reicht eine Woche nicht aus. Bei der ersten Indienreise braucht man Zeit sich zu akklimatisieren. Es ist ein anstrengendes Land und mit Sicherheit nicht für jeden als Urlaubsland geeignet. Hier hab ich noch eine interessante Seite gefunden, die Dir vielleicht ein wenig weiterhilft.

http://www.pinkcompass.de/als-frau-in-indien-reisen/

Danke für deine Antwort. Wir würden 4 Wochen bleiben, 1 Woche geht einfach für das geschäftliche drauf.

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Mit Indien ist es so: die einen verlieben sich, die anderen würden nie mehr dahin zurück kehren. Zu welcher Kategorie Du gehörst, wirst Du dann spätestens wissen, wenn Du wieder hier bist.

Drei Wochen in einer Großstadt (Welcher?) festzusitzen während der Freund auf Konferenzen rumsitzt, klingt jetzt erstmal nicht sehr verlockend. Allerdings werden sich Eure Gastgeber wohl ein bißchen was einfallen lassen und etwas Sight Seeing mit Euch machen.

In einer Wochen eine Rundreise machen zu wollen ist schlichtweg Blödsinn, Das ist, als würdest Du Europa in eine Woche packen wollen! Je nachdem wo Ihr seid, könntet Ihr Euch für einen Staat bzw. ein paar Highlights darin entscheiden. Nicht weit von Delhi z.B. kann man das berühmte Taj Mahal, DAS Wahrzeichen Indiens besuchen. Ich persönlich finde das aber gar nicht so umwerfend...

Wenn Du Deinen Ausgangspunkt mal nennst, kann ich Dir vielleicht ein paar spannende Ziele dazu sagen. 

Reisen in Indien, also das Überwinden großer Strecken ist stressig, außer man fliegt. Zugfahren ist mein Lieblingsfortbewegungsmittel (Du siehst viel von der Landschaft, kannst recht bequem schlafen und bist wirklich mal in Kontakt mit Menschen). Manche Europäer kommen allerdings mit der sehr direkten Art der Inder in der Öffentlichkeit nicht zurecht und fühlen sich schnell bedrängt. Mir waren die "Menschenkontakte" unterwegs immer eines der lustigsten und schönsten Erlebnissen.

Autofahren mit Fahrer finde ich Horror, weil Du endlos Staub schlucken wirst, oder im eiskalten AC sitzen, es dauernd Staus mit endlosen Hupkonzerten gibt und Du nur häßliche Randbebauungen der Highways siehst. Dafür entkommst Du waghalsigen Überholmanövern nur knapp mit Todesangst, also wer auf Adrenalinkicks steht.... Aber auch das kommt sehr auf den Fahrer an.

Bus ist ähnlich stauanfällig, aber doch komfortabler (anhängig vom Bundesstaat in dem Du reist).

Was die "Gefährlichkeit" Indiens speziell für Frauen betrifft: das ist ein Problem der EINHEIMISCHEN Frauen zu allererst. 

Die zuletzt in der Presse beschriebenen Fälle waren eine Frau, die mit männlichem Begleiter wild campte (total unüblich in Indien und wirklich aus unterschiedlichen Gründen nicht zu empfehlen) und eine sehr junge unerfahrende Touristin, die sich auf eine Spazierfahrt mit einem "selbsternannten" Tourguide auf dessen Motorrad einließ.

Ich habe Indien schon mehrfach (auch allein) oder mit weiblicher Begleitung bereist: halte Dich an die Regeln, was Bekleidung (bedeckte Schultern, kein Dekollete, LANGE Röcke oder Hosen) betrifft. Lass Dich auf der Straße nicht von Männern ansprechen, weise das empört zurück mit der Bemerkung Du seist verheiratet! Auf Nachfragen immer antworten: We are married! Natürlich solltest Du keine Strandspaziergänge allein in dunkler Nacht unternehmen oder nachts allein in unbekanntem Terrain herumwandern. Frauen gehören in Indien nachts nicht auf die Straße, auch nicht in männlicher Begleitung, außer sie sind Prostituierte! (Außer in den Etablisments der Mittelschicht natürlich!!)

Wenn Ihr Euch aber einen hübschen kleinen Rundtrip zusammenstellt, in netten Hotels unterkommt und euch von dort aus Sight Seeing Tours organisieren oder Tickets buchen laßt, ist alles ganz easy. Klar wird dann ein bißchen was draufgeschlagen, aber bei einer Woche Urlaub müsst Ihr den Rupee ja nicht zweimal umdrehen.

Immer ordentlich Tipp geben, besonders die Boys (die Gepäck schleppen und sonstige kleine Dienste verrichten), die leben davon und werden Euch bei großzügiger Behandlung egal in welchem Hotel das Gefühl geben, Ihr seid MAharadsch und Maharani persönlich!

Geschäftlich verreisen - Angst?

Hallo Zusammen,

mich beschäftigt seit paar Tagen eine Geschäftsreise, die in etwa 1,5 Wochen ansteht. Ich muss alleine mit dem Zug ca. 4 Std. in eine große Stadt fahren. Vorzugsweise schon am Vorabend anreisen. An sich - für jeden normalen Menschen - kein Problem. Somit kurz zu mir: Ich habe von etwa 2008 bis 2011 mit starken Panikattacken zu kämpfen gehabt. Am Schluss war ich soweit, dass ich nicht mehr das Haus verlassen konnte. Neben der Agoraphobie litt ich unter einer generalisierten Angststörung. Das habe ich durch eine Konfrontationstherapie relativ in den Griff bekommen. Leider aber nicht vollständig verbannt. Der normale Alltag funktioniert. Arbeit, Freizeit, alleine sein. Wenn ich jedoch Dinge machen muss, die selten auftreten (ins Ausland fahren z.B. Urlaub oder alleine mit dem Zug in eine fremde Stadt fahren) stehe ich völlig neben mir. Ich mache mir unheimlich viele Gedanken, dass ich das nicht schaffe. Das ich den Zug verpasse, dass ich dringend auf die Toilette muss und der Zug vor der Nase weg fährt, das ich mich nicht zurecht finde, das ich im Ausland völlig hilflos bin, die Sprache nicht kann, ich furchtbar krank werde und mir keiner helfen kann weil mich niemand versteht. Alleine dieses Gefühl irgendwo zu sein wo ich mich nicht auskenne, wo ich keine Kontrolle habe weil ich nicht weiß wo etwas ist und ich mich erst zurechtfinden muss – versetzt mich in Angst. Ich schlafe seit Tagen schlecht und überlege die ganze Zeit wie ich diese Geschäftsreise umgehen kann. Es ärgert mich wahnsinnig das es wieder so weit gekommen ist. Ich hatte vor drei/vier Jahren kein Problem damit…. Mir war zwar mulmig aber diese extrem negativen Gedanken waren nicht da. Aber nur geht alles wieder los. Ich merke auch, dass ich an manchen Tagen – besonders wenn es aussen so warm ist und mein Kreislauf Probleme macht – ich wieder vermehrt diese Unwohlseingefühl habe wie Schwindel, taube Ohren, wie in Watte eingepackt). Ich weiß dass das einzige was ich tun kann, mich meinem Problem zu stellen ist. Aber ich habe Angst, dass ich das nicht schaffe.

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