Wie gefährlich ist ein Sprung aus 4000m Höhe?

2 Antworten

Hallo,

ich bin selbst Fallschirmspringer und kann Dir nur raten: Tu es - 90% der Tandemgäste landen mit einem Lächeln im Gesicht - und dieses Lächeln hält 2 Tage lang an. Zum Risiko haben ja meine Vorredner schon etwas gesagt. Zur Belastung des Körpers: Nach dem Absprung wirst Du ein Gefühl der Beschleunigung haben (Du bist vielleicht schon einmal Achterbahn gefahren - ist nicht ganz vergleichbar - aber gibt Dir villeicht einen Anhaltspunkt). Diese Beschleunigung ist nach ca. 10 sec. vorbei (dabei hast Du ca. 300m Fallhöhe zurückgelegt). Nach diesen 10 sec. hast Du dann ein Gefühl der Schwerelosigkeit (da Du mit konstanter Fallrate fällst). Klingt vermutlich unwahrscheinlich - ist aber so. Die Öffnung des Schirms ist unproblematisch, da die Öffnung durch einen sog. "Slider" verzögert wird. Also - Auch ich rate Dir - Tuuu es - (it will change your live). Ach ja - auf eine Gefahr möchte ich noch hinweisen: Es besteht die Möglichkeit, dass Du nach dem Fallschirmspringen "süchtig" wirst und anschließend die Lizenz (Ausbildung) machst :-)))) - BlueSkies und viel Spaß

Was exakt sieht denn daran gefährlich aus? Ganz normaler Absprung, stabile Freifallhaltung, und normale Schirmöffnung, der Passagier lacht die ganze Zeit - alles bestens, so sollte es sein :-) Rein statistisch öffnet sich der Schirm jedes 600. Mal nicht korrekt, dafür gibt es aber den Reservefallschirm, der eine Zuverlässigkeit von 99,999999 % hat, und einmal im Jahr von einer speziell dafür ausgebildeten Person sehr sorgfältig überprüft wird (wie auch der "normale" Fallschirm) und zudem auch nur von einer solchen Person gepackt werden darf. Der freie Fall hat eine Geschwindigkeit von ca. 190 km/h, bei der Öffnung gibt es einen Ruck, aber dieser ist nicht schmerzhaft oder extrem. Deinen Tandemsprung kannst du also ganz beruhigt antreten :-)

Wo hast Du denn die 99.999999 % her? Das wäre ja eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 100 Mio., das ist dann wohl doch etwas sehr optimistisch. ;-)

Wenn es möglich wäre, einen derart zuverlässigen Schirm zu konstruieren, würde man sicher nicht mit zweien springen. ;-)

Statistisch wird etwa alle 1.000 Sprünge (Stand 2012: alle 1.166 Sprünge) die Reserve gezogen und man vermutet (so ganz genau weiß man es nicht, weil die Reserve ja eher selten zum Einsatz kommt), dass die etwa alle 3.000 Auslösungen versagt. Da man sie ja aber nur alle 1.000 Sprünge braucht, hätte man im Mittel nach 3 Mio. Sprüngen einen Sprung, bei dem einfach "nichts geht". Das ist derart unwahrscheinlich, dass man sich darüber keine Gedanken machen sollte.

Allerdings ereignet sich statistisch alle 50.000 - 100.000 Sprünge (Stand 2012: alle 66.280 Sprünge) ein tödlicher Unfall z. B. durch Freifallkollision, Kappenkollision, zu tiefes Abtrennen, Hindernislandung oder andere schwere Fehler bei der Landung.

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