Wie Gefährlich ist ein Schlag auf den Kehlkopf und werde ich bei folgenden Notwehrsituationen zur Rechenschaft gezogen?

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10 Antworten

Ein Schlag auf den Kehlkopf kann in der Tat tödlich sein.

Wenn du Kampfsport betreibst und es gibt eine solche Situation, werden bei dir allerdings härter Maßstäbe angelegt, als bei "Normalos". Da wird dir dann schon die Frage gestellt, ob du als Kampfsportler nicht in der Lage gewesen wärst, dich ohne tödlichen Schlag zu wehren, von dem du ja die Folgen kennen musstest.

Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit spielt für Kampfsportler oder Boxer eine andere Rolle, als für Normalbürger.

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Ich mach schon seit Jahren Wing Tsun (Privatunterricht ) und natürlich kann ein Schlag auf den Kehlkopf tödlich sein. Aber nicht Welt das Genick gebrochen werden könnte sondern weil der Kehlkopf (nur nach einem Schlag mit der Handkante ) eingedrückt werden kann. Ein Schlag mit dem Spann der Hand trifft woanders kann den Gegner auch umhauen aber ist nicht tödlich. Als Kampfsportler lernst du die Kraft mit der du zuschlägst dosieren sodass zum Beispiel ein Stich in die Augen oder ahnliche gefährliche Techniken nicht tödlich oder mit Verkruppelungen enden sondern immer nur den Effekt haben den du erreichen willst. Bevor du allerdings soweit bist bist du egal wie gut du bist nicht ausreichend auf einen Straßenkampf vorbereitet weil du auch die Kraft des Gegners nicht einschätzen und lenken kannst. Rechtliche Konsequenzen wird das Verhalten in einer Notsituation nicht haben. Einzige Ausnahme ist der Fall dass der Gegner beweisen kann dass er angegriffen wurde Punkt dann folgt eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung da der Angriff eines kampfsportlers auf einem Zivilisten wie der Angriff mit einem Messer gewertet wird. Solltest du denn zu dem Zeitpunkt nachweisen können in keinem Kampfsportverein Mitglied zu sein dann wirst du nur eine Anklage wegen einfacher Körperverletzung bekommen. Ich hoffe ich konnte dir helfen bei weiteren Fragen eine Freundschaftsanfrage senden. Liebe Grüße.

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Kommentar von kayo1548
08.03.2016, 17:49

"da der Angriff eines kampfsportlers auf einem Zivilisten wie der Angriff mit einem Messer gewertet wird"

das ist eine Variante eines häufig verbreiteten Gerüchts, aber stimmen tut das nicht.

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Kommentar von anonymos2154
08.04.2016, 14:12

ein Handkantenschlag ist eine Waffe und wird auch so behandelt

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Ich mache selbst Karate und natürlich ist es nicht verboten diese Techniken zur Selbstverteidigung einzusetzen, egal, welchen Kampfsport du machst. Ich denke, es ist aber dann so, wenn du demjenigen wirklich etwas antust, dass du dann beweisen musst, dass es Notwehr war. 

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beim kehlkopfschlag kannst du das genick brechen da er das genick durchhauen kann also vorsicht. bei einem unfall gibt es auf jeden fall deutliche strafmilderung aber sonst bin ich da auch überfragt.Egal wäre es nur wenn er mit einer waffe(messer,etc.) auf dich los geht da es dich dann auch das leben kosten könnte

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Du musst auch bei Notwehr die Verhältnismäßigkeit Deiner Wehr beachten. Gerade wenn Du "ausgebildeter" Kampfsportler bist, kennst Du unterschiedliche Anwendungen, den Gegner "unschädlich" zu machen, ohne dass sein Leben gefährdet wird.

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Kommentar von kayo1548
07.03.2016, 17:41

" die Verhältnismäßigkeit Deiner Wehr beachten"

nein, diese ist irrelevant.

Notwehr muss erforderlich, nicht aber verhältnismäßig sein.

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Falls er sich angreift und du dich mit einem Kehlkopf Schale wehrst ist im höchsten Fall Notwehrexes aber da dieser schwer nachzuweisen ist bekommst du warscheinlich keine bis keine hohe Strafe

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ersteinmal, es gibt keine "linken" verteidigungstechniken.........

§ 32 Notwehr

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

das sagt schon alles, und dazu kommt dann noch das wort "verhältnismäßigkeit", was bedeutet, dass ein voll ausgebildeter und erfahrener kampfkünstler andere mittel zur verfügung hat, als tödliche schläge anzusetzen.......zumindest bei normalen angriffen und von nur einer person.............anders sieht dass dann bei mehreren und bewaffneten gegnern aus, denn hier gilt nicht mehr die verhältnismäßigkeit sondern der punkt 2 dann in verbindung als abwehr bei einem angriff auf das eigene oder fremdes leben, wo dann nur noch sekunden entscheiden und es um das überleben geht, denn wenn jemand eine waffe in der hand hält, will er sie auch nutzen und dabei sind dann alle abwehrmöglichkeiten erlaubt, bis die gefahr vorbei ist.....wenn du danach weiter machst, kommt wieder die frage der verhältnismäßigkeit ins spiel..........

zudem bist du auch verpflichtet, erste hilfe zu leisten, wenn du dazu in der lage bist.......sonst ist es unterlassene hilfeleistung und wird auch bestraft..........*g*

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Kommentar von kayo1548
07.03.2016, 17:40

"verhältnismäßigkeit""

du hast den richtigen Paragraphen gepostet, aber von Verhältnismäßigkeit steht da nichts.

Und es ist auch so, dass selbige im Rahmen der Notwehr irrelevant ist.

Das Mittel muss lediglich erforderlich sein.

D.h. neben einer gewissen Eignung darf man das Mittel wählen, dass den Angriff sicher beendet. Lediglich bei mehreren gleich erfolgreichen Alternativen muss das objektiv mildeste Mittel gewählt werden.

Und ob gegen einen oder mehrere Angreifer: die gesetzliche Grundlage ändert sich dabei nicht.

"und dabei sind dann alle abwehrmöglichkeiten erlaubt, bis die gefahr
vorbei ist.....wenn du danach weiter machst, kommt wieder die frage der
verhältnismäßigkeit ins spiel.........."

 

wie gesagt: man darf ohnehin das Mittel wählen das den Angriff sicher beendet und muss nur bei mehren gleich erfolgreichen Mitteln das objektiv mildeste benutzen.

Wenn man danach weiter macht ist es auch keine Frage der Verhältnismäßigkeit, sondern definitiv strafbare Handlung, da die Gegenwärtigkeit nicht mehr gegeben ist.

Man könnte je nachdem allerdings noch § 33 prüfen

 

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Falls es Notwehr war, kannst du nichts dafür, wäre aber besser für dich, er würde nicht schlecht fallen bzw du hast nen zeugen der gesehen hat dass er angefangen hat sonst Biste am ar....

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Kehlkopf kann glaube ich auch "nach hinten rutschen" und dann kann das Opfer ersticken meine ich mal gehört zu haben

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Wenn du nicht willst das dein Gegner stirbt dann lass es lieber mit dem Kehlkopf Schlag. Ein Tritt gegen die Kniescheibe oder ein Schlag gegen den Unrerkiefer reichtaus :D

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