Wie gebe ich in der Steuererklärung eine Wohnung an, die ich nur in Q1/2017 vermietet, ab Q2/2017 aber selbst genutzt habe?

2 Antworten

Es können alle Werbungskosten, die mit der Vermietung zusammenhängen, grundsätzlich mit 3/12 des Jahresbetrages angesetzt werden bzw. wenn sie direkt dem ersten Quartal zuordenbar sind, dann mit dem tatsächlichen Betrag.

Beispiele:

Zinsen:

100% in den 3 Monaten - hier gibt es i. R. eine Einzelaufstellung mit den monatlichen Zinsanteilen

Abschreibung: 3/12 des Jahresbetrages

Grundsteuer: 3/12 des Jahresbetrages

Instandhaltungen in den ersten 3 Monaten: 100%

Wasser/Heizung

3/12 der Jahreskosten wobei man die Ausgaben für Heizkosten des ersten Quartals ggf. noch nach Gradtagszahlentabelle ermitteln kann, da im Winter ja mehr geheizt wird, als im Sommer; für Januar bis März ergäben sich 450/1000 = 45% der Jahresrechnung.

Bei Öllieferungen ist das anders; hier kommt es darauf an, wie man die Lieferungen bei der Steuererklärung bisher angesetzt hat.

Wenn man bereits die letzte Öllieferung 2016 in voller Höhe angesetzt hat, und die nächste Lieferung erst nach dem ersten Quartal erfolgt, dann kann man für das erste Quartal nichts mehr ansetzen.

Schornsteinfeger: 3/12 der Rechnung

Winterdienst (nicht Straßenwinterdienst der Stadt) : 3/12 einer Jahresrechnung oder monatliche Rechnungen der ersten drei Monate mit 100% - bei einer Jahresrechnung würde ich ebenfalls nach der Gradtagszahlentabelle aufteilen.

Gartendienst/Reinigung: 3/12 Jahresrechnung oder 100% der Monatsrechnungen 01 - 03

Kabelanschluß: 3/12 des Jahresbetrages

etc.

Grundsätzlich reicht es dem Finanzamt aus, wenn man einen sachgerechten Maßstab anwendet - man muß nicht exakt auf den Cent genau tageweise abrechnen; hier ist es in der Regel 3/12 einer Jahresrechnung; dazu sollte man eine Tabelle anfertigen in welcher man die Anteile klar erkennbar ausweist.

Da die Einkommenssteuer ohnehin pauschal für ein ganzes Jahr berechnet wird, sollte es doch ziemlich egal sein, wann Du unterm Jahr welche EInnahmen und Ausgaben hattest. Oder sehe ich das falsch?

Sollte es so sein, wäre ich sicher nicht unglücklich darüber. Ich glaube allerdings nicht, dass dem so ist. Dann könnte ich ja auch sämtliche Handwerkerrechnungen, die im restlichen Verlauf des Jahres angefallen sind, komplett abrechnen statt nur den Arbeitslohn.

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@InQbuS
Ich glaube allerdings nicht, dass dem so ist.

Ob Du das glaubst oder nicht, ist unerheblich - es ist so.

Dann könnte ich ja auch sämtliche Handwerkerrechnungen, die im restlichen Verlauf des Jahres angefallen sind, komplett abrechnen statt nur den Arbeitslohn.

Ja sicher kannst Du das - sofern die Kosten im Zusammenhang mit der vermieteten Wohnung gestanden sind. Du kannst die Kosten ganz einfach mit den Mieteinnahmen gegenrechnen. Zu versteuern ist dann nur der Differenzbetrag.

Ganz einfach: Du zählst alle Einnahmen (Nettoeinkünfte aus selbständiger und unselbständiger Arbeit, Mieteinnahmen etc.) des betreffenden Jahres zusammen, ziehst Deine Aufwände (Ausgaben), die Du in dem betreffenden Jahr dafür gehabt hast, ab, und meldest das Ergebnis im Rahmen Deiner Einkommenssteuererklärung an Dein zuständiges Finanzamt.

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OMG - wenn man kein Ahnung hat, einfach mal die ... halten. Natürlich kann alles nur anteilig berücksichtigt werden.

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----------- zu a) -----------

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----------- zu b) -----------

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