Wie funktionierte in der Praxis die Zusammenarbeit der SED mit den DDR-Blockparteien, die ja nicht regimekritisch waren?

2 Antworten

Welche Zusammenarbeit?

"Die Existenz der - machtlosen - Blockparteien verschleierte die Einparteienherrschaft der SED und täuschte einen Parteienpluralismus vor, den es nicht gab. Darum wurden die Blockparteien im Volksmund auch "Blockflöten" genannt: Ohne Mitwirkung durften sie die Politik der SED nur abnicken. Wer in der Anfangszeit noch Widerstand ausübte, wurde verhaftet und mundtot gemacht."

http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/das-system/das-politische-system/parteien-in-der-ddr/

Die Blockparteien gab es nur aus dem Grund, weil die DDR demokratische Verhältnisse vortäuschen wollte.

Oft kam es vor dass sich jemand in einem Betrieb besonders hervorgetan hat. Manchmal waren diese Leute besonders fleißig, manchmal besonders klug und oft traf Beides auf sie zu. Dann wurden diese Leute von den Parteikadern angesprochen, ob sie nicht in die SED eintreten wollten. Niemand wurde gezwungen in diese Partei einzutreten, aber einigen Leuten machte man immer wieder Druck. Wenn so ein Mensch die Schnauze voll hatte und endlich seine Ruhe haben wollte, dann trat er in eine der Blockparteien ein. Dort hatte er nichts zu entscheiden und für seiner Karriere war dieser Schritt auch nicht förderlich. Doch er hatte von nun an seine Ruhe und wurde nicht länger belästigt. Denn wie gesagt, die SED brauchte diese Parteien als demokratisches Feigenblatt. Eine gleichberechtigte Zusammenarbeit gab es nicht. Es gab nur die Führung der SED.

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