Wie funktioniert Homosexualität aus Sicht der Natur?

15 Antworten

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Ok. Ich wollte ja erst mal alle Antworten die hier schon stehen durchlesen. Aber dann bin ich auf so pseudoreligiösen Unsinn gestoßen und mir wurde schlecht. Also habe ich aufgehört. 

Homosexualität hat in der Natur durchaus ihren Sinn. Dieser ist allerdings wohl schon vor Einführung des Christentums unseren Vorfahren verloren gegangen. Jedenfalls wenn wir entsprechenden Berichten von vor rund 2.000 Jahren glauben wollen. 

Homo,- Trans- und Asexuelle sind die natürlichen Helfer der Eltern bei der Jungenaufzucht. 

Sie schaffen Nahrung für die Jungen heran

Sie helfen die Jungen vor Feinden zu schützen

Sie vermitteln den Jungen soziale Kompetenz

Sie schützen die Jungen vor Witterungseinflüssen

Sie unterrichten die Jungen in der Erforschung der Umwelt

Sie entlasten die Eltern teilweise nachweislich so sehr dass die Art noch nicht ausgestorben ist. 

Die menschliche Wahnidee Junge würden ihren Eltern und nur diesen gehören zeitigt ja aktuell so manche Blüten. Wobei aktuell falsch ist:

Bereits seit Jahrzehnten beklagt die Deutsche Wirtschaft zunehmende Ausbildungsunreife, mangelnde soziale Kompetenz. Es ist der Grund warum von unseren Steuergeldern aus dem sozial kompetenteren Ausland junge Menschen ins Land gelockt werden. Entsprechende Nachweise gibt es reichlich bis zahlreich, dass ein sehr starker Zusammenhang zwischen Desozialisierung der Gesellschaft und erhöhten Kosten auch in sozialen Bereichen entstehen wenn eben ausschließlich die Erzeuger sich um ihre Jungen kümmern. Du findest sie on- und offline. .dradio ist hier als Quelle empfehlenswert. Da sollte dann nach Sozialwissenschaften gesucht werden. Und "Andruck - Dem Magazin für politische Bildung".

Seine Gene kann man auch weitergeben, wenn man selbst keine Nachkommen hat. Nahe Verwandte haben ja zumindest zum Teil die gleiche genetische Ausstattung, darum kann es auch ein evolutiver Vorteil sein, das Überleben seiner Verwandten zu fördern. Der Fachbegriff dafür lautet Verwandtenselektion.

Da Homosexuelle in den meisten Fällen keine eigene Kinder haben, liegt der Schluss durchaus nahe, dass Homosexualität mit Verwandtenselektion in Verbindung steht. So sollen einige kinderlose, weil gleichgeschlechtliche Paare in einer Sippe einen zusätzlichen Schutz für die Kinder ihrer Verwandten bieten.

Was dieses Modell nicht erklären kann, ist, wieso Homosexualität auch bei Arten vorkommt, die einzelgängerisch leben (die meisten Katzenarten) oder niemand anderen an ihre Kinder heranlassen (Schimpansen), und was Homosexuelle für diese Aufgabe besonders auszeichnen würde, wenn diese Aufgabe auch von Asexuellen oder kinderlosen Heterosexuellen (Elefanten) übernommen werden könnte, die außerdem den Vorteil hätten, später selbst noch Kinder zeugen zu können.

Ich finde es einleuchtender, Homosexualität als spontan auftretendes Phänomen zu betrachten, das aber nicht ausstirbt, weil es mit anderen, evolutionär nützlicheren Eigenschaften zusammenhängt. So lassen manche Studien den Schluss zu, dass Homosexualität vermehrt in der Verwandtschaft von kinderreichen Familien auftritt. Der Fruchtbarkeit der heterosexuellen Verwandten eines Homosexuellen könnte also seine wahrscheinliche Kinderlosigkeit auf die Sippe gesehen ausgleichen, wodurch die sexuelle Präferenz des Homosexuellen trotzdem vererbt werden könnte, wenn auch nicht von ihm selber. Ob dieser Zusammenhang universell ist, muss sich allerdings noch zeigen.

  • Die kurze Antwort ist, dass man noch nicht sicher weiß, welchen evolutiven Vorteil die Existenz von Homosexualität beim Menschen hat.
  • Bedenke dabei jedoch, dass es viele evolutive Nebenffekte gibt und nicht alle Entwicklungen einen Vorteil bieten. Manchmal ist ein ganzes Paket von Änderungen aufgrund einer wichtigen Anpassung so günstig, dass es insgesamt bestehen bleibt, auch wenn einige andere Teilaspekte keinen Vorteil haben. 
  • Eine aktuelle Theorie zur Entwicklung von Homosexualität geht von der Beobachtung aus, dass ein Mann statistisch signifikant umso wahrscheinlicher homosexuell ist, je mehr ältere Brüder er hat. Dies wird so interpretiert, dass die Weitergabe der Gene der Eltern durch ausreichend Kinder bereits sichergestellt ist und es der Menschengruppe durchaus hilft, wenn ein weiterer Mann zur Versorgung beträgt, ohne selbst eine eigene Familie ernähren zu müssen. Auch kann es für die genetisch eng verwandte Gruppe nützlicher sein, wenn ein Mann weniger in den Wettbewerb um Frauen eintritt.
  • Bedenke dabei, dass zwar die Gene des homosexuellen Mannes selbst nicht weitergegeben werden, aber die biologische Entscheidung zur Homosexualität ja auf Stufe der Eltern fällt, deren Gene durch andere Kinder perfekt weitergegeben werden. 
  • Bedenke ferner, dass die Anzahl von gesunden Lebendgeburten und erfolgreicher Aufzucht von Kindern weit überwiegend von der Anzahl der Frauen in der Gruppe abhängt. Es genügen deutlich weniger Männer als Frauen, um dennoch die maximale Fortpflanzungsrate zu erzielen. 

Hmmmm...ja ich verstehe was du meinst....tatsächlich bringt ein homosexueller Mann einer Familie mit vielen Söhnen etwas...das ist sogar ziemlich genial...

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@GreenTiger0078

Ja, unter evolutiven, also ganz grob "steinzeitlichen", Bedingungen hat so ein Mann durchaus mehr Nutzen für die Gruppe als ein dritter heterosexueller Sohn. Ist aber wie gesagt nur eine Theorie.

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