Wie funktioniert Festbrennweite (und Makro objektiv)?

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Eine zB 35mm Festbrennweite ist perfekt auf 35mm abgestimmt. Gleiches gilt für alle anderen Festbrennweiten... Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto großer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse ist nicht grottenschlecht ist aber von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

Es gibt 4 Varianten um Makro-Bilder zu machen:

1) Aufschraubbrare Makro- oder Nahlinsen und Achromaten:

Nahlinsen sind günstig und liefern meist gute Bildqualität. Es gibt Nahlinsen meist in +1, +2, +3, +4 und die Dinger sind Kombinierbar. Man sollte aber auf Qualität achten und so ca. 20 EUR / Stk. einplanen. Vorteil ist, dass der AF weiter Funktioniert.

Achromaten sind sozusagen fast das gleiche nur dass die Bildqualität ein wenig besser ist. Aber dafür werden auch 60-90 EUR / Stk. fällig. Hier funktioniert ebenfalls der AF.

2) Zwischenringe:

Zwischenringe gibt es mit und ohne AF-/Blendensteuerungs-Übertragung. Ohne kommen die Dinger auf kanpp 15 EUR und mit werden schnell 60-120 EUR fällig. Da die Zwischenringe als Abstandhalter zwischen Objektiv und Kamera verwendet werden wird es jedoch schnell finster was dann zum versagen des AF führt und gleichzeitig wird es schwer im Sucher noch was zu erkennen. Auch der Live-View hilft da nur noch bedingt.

3) Umkehr- oder Retroadapter:

Hierbei fällt die Blendensteuerung und der AF total aus. Bei modernen Linsen ohne Blendenring wird es sehr schwer überhaupt noch die Blende einzustellen und ein Workarround mit Abblendtaste funktioniert nicht mit jeder Kamera. Weiters ruht das ganze Gewicht der Linse allein auf dem Filtergewinde, das eigentlich nur ein paar Gramm schwere Filter tragen soll. Für mich ist das die unpraktischste und gleichzeitig gefährlichste Variante!

4) Makroobjektive:

Das ist sicherlich die beste und gleichzeitig teuerste Variante. Makro-Objektive sind darüber hinaus auf bestmögliche Schärfe im Nahbereich optimiert und geben damit ideale Portrait-Objektive ab.

Zum probieren und üben empfehle ich Achromaten oder Nahlinsen wobei ein 3er Set Nahlinsen sicherlich universeller ist als ein Achromat. Kauft man Qualitativ hochwertige Nahlinsen zB von Hoya dann ist die Bildqualität kaum schlechter als Nahlinsen.

Bei der Fotografie gilt oft, dass man 80% der Qualität mit 10% vom Budget erreicht und die letzten 20% verschlingen dann 90% vom Budget.

Portrait/Makro:

  • Tamron 60mm f/2 - 330 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen aber für Tiere zu kurz - FLUCHTDISTANZ!!!
  • Tamron 90mm f/2.8 - 380 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen und Tiere
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Hallo oliveeer, wenn Du Dich etwas eingehender mit dem Thema beschäftigst, wirst Du feststellen, dass alle Makroobjektive Festbrennweiten sind - aber umgekehrt nicht alle Festbrennweiten Makroobjektive. Und vor allem sind Zoomobjektive, auf denen "Macro" draufsteht, keine Makroobjektive. Ein Makroobjektiv erreicht einen Abbildungsmaßstab von 1:1, und den ereeichen die letztgenannten nicht. Das ist lediglich ein Marketingtrick und m. E. am Rande der Legalität. Festbrennweiten gibt es viele, von Ultraweitwinkel bis Extremtele. Welche Brennweite sich für Dich eignet, wird Dir hier keiner sagen können. Das hängt ausschließlich davon ab, was Du fotografieren willst.

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