Wie funktioniert eine Wiedereingliederung im Unternehmen?

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5 Antworten

Ich vermute mal, Du hast eine Wiedereingliederung nach dem "Hamburger Modell". Da fängst Du mit wenigen Stunden/Tag an und das steigert sich nach und nach.

Solange Du in der Wiedereingliederung bist, bist Du noch nicht voll arbeitsfähig. Daher bezahlt entweder die Rentenversicherung oder (in den meisten Fällen) die Krankenkasse.

Du bekommst solange Krankengeld, bis Du wieder arbeitsfähig bist. Das kann einige Wochen aber auch Monate dauern, je nach Verlauf der Wiedereingliederung. Ist diese abgeschlossen und Du kannst Deine Arbeit wieder voll umfänglich aufnehmen, wird die Wiedereingliederung abgeschlossen und Du bekommst Dein Geld vom AG.

Hier klingt es so, als sei das alles selbstverständlich, was es aber mitnichten ist.

Daher sei als Ergänzung (obwohl in der Fragestellung nicht direkt angesprochen) angemerkt: Wie bereits aus der Antwort von @tuannga210311 ersichtlich, ist für eine Wiedereingliederung eine Vereinbarung notwendig, die seitens des Arbeitgebers freiwillig (!) ist. Ein Rechtsanspruch auf eine Wiedereingliederung besteht nicht. Siehe auch

http://www.rechtsanwaeltin-wuerfel.de/artikel/muss-der-arbeitgeber-einer-stufenweisen-wiedereingliederung-nach-laengerer-krankheit-zustimm

Demzufolge kommt es in erster Linie auf den Willen des Arbeitnehmers seine volle Arbeitskraft wieder zu erreichen, sowie auf die positive Prognose der behandelnden Ärzte an, die letztendlich den Arbeitgeber davon überzeugen müssen, der Wiedereingliederung zuzustimmen. Dies scheint hier allerdings bereits erfolgt.

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@Nightstick
 (obwohl in der Fragestellung nicht direkt angesprochen) 

Deshalb habe ich auch auf die Frage geantwortet wer bezahlt. Dass die Wiedereingliederung vereinbart wurde habe ich vorausgesetzt, da dies in der Fragestellung erkennbar und auch nicht Thema war.

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@Hexle2

Warum werden meine Ergänzungen eigentlich immer als Angriffe verstanden ???????????????????????????????????????????????????????????????

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@Nightstick

Sorry, habe ich nicht als "Angriff" . Ich schätze Deine Ergänzungen, bin halt gewöhnt, dass ich "meinen Senf" auch dazugebe. Nicht für ungut.

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Hallo,

wenn man seine volle Arbeitszeit wegen Krankheit nicht arbeiten kann, ist man weiter im Sinne der gesetzlichen Krankenkase arbeitsunfähig und erhält weiter Krankengeld. Bei einer privaten Krankenversicherung ist der abgeschlossene Krankentagegeldtarif maßgebend. Es gibt Tarife, wonach in solchen Situationen weder Krankenversicherung noch Arbeitgeber zahlen.

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts ist der Arbeitgeber während der Wiedereingliederung nicht zur Entgeltzahlung verpflichtet (wenn der Arbeits- oder Tarifvertrag ausnahmsweise nicht etwas anderes vorsieht).

Wenn die Wiedereingliederung bereits während einer Reha angeregt wurde, zahlt ggf. die Rentenversicherung Übergangsgeld während der Wiedereingliederung (Höhe identisch mit Übergangsgeld während der Reha).

Gruß

RHW

hallo. du bekommst weiterhin krankengeld, solange bis du wieder vollständig arbeiten tust. das heist bis du deine arbeit wieder voll und ganz ausüben kannst. Das krankengeld, welches du warscheinlich schon eine weile beziehst bekommst du weiterhin.

tipp: ruf bei deiner krankenkasse an, die erklären dir ganz genau wie es weiter geht.

Es gibt eine Vereinbarung zwischen Rententräger, AG und KK. Wie viele Stunden am Tag, von wann bis wann, wie lange, von wem kommt das Geld,..? Eventuell musstest du hin und wieder vom Arzt einen AU ausstellen lassen!

das nennt sich übergangsgeld und bezahlt der rententräger,die gleiche höhe wie Krankengeld,du bist dann nicht mehr arbeitsunfähig,alles weitere erklärt dir dein rententräger

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