Wie funktioniert eine Vollnarkose bei einer Zahn-OP?

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4 Antworten

Ich würde mir nie alle Weishaitszähne auf einmal ziehen lassen. Meine vier sind nach und nach gezogen worden mit örtlicher Betäubung. War eher nicht schlimm. Bei zweien habe ich hinterher überhaupt nichts gemerkt und konnte, als die Betäubung aufgehört hat, normal essen und trinken. Bei einem Weisheitszahn habe ich eine dicke Backe bekommen und sie war auch etwas blau, fand ich aber auch nicht schlimm, ich habe am nächsten Tag trotzdem normal gearbeitet. Und der letzte hat auch nicht so die Probleme gemacht. Also immer schön langsam, eins nach dem anderen. Das Ziehen hat vielleicht 1 oder 2 Minuten gedauert, der Zahnarzt hat kurz am Zahn gewackelt, dann mal fest gezogen und fertig war es. Wehgetan hat nichts. Dafür eine Narkose ist ziemlich überdimensioniert.

wiwistudentin 24.08.2015, 08:59

Naja ich denke nicht das das ziehen bei mir so einfach sein wird. Einige sind am rauskommen. Die unteren sind aber 45 Grad gedreht und drücken von innen gegen meine Backenzähne.

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Also ich hatte einmal eine Vollnarkose und nach dieser ging es mir wirklich 100mal schlechter als nach einer normalen Betäubung beim Zahnarzt. Beim Zähneziehen bekommst Du aber keine wirkliche Vollnarkose, nur eine stärkere Betäubung. Ich habe auch total Panik beim Zahnarzt, aber ich habe mir 2 Weisheitszähne mit normaler Spritze beim Zahnarzt ziehen lassen und hatte dabei nie Schmerzen... Ich hätte vor der Narkose mehr Angst als vor dem Zähneziehen...

Du solltest wissen, dass beim ziehen von Zähnen unter Narkose ein höheres Risiko besteht als wie mit örtlicher Betäubung. Also lass es mit örtlicher Betäubung machen. Leider stehen Ärzte meistens unter Zeitdruck. Jeder weiß, dass die Ärzte bei einer Narkose mit dem Patienten nicht so vorsichtig umgehen als wenn er bei Bewusstsein ist. Bei der Lagerung oder bei der OP wird der Patient in eine Position gebracht, dass der Arzt gut und bequem arbeiten kann und das ist halt unter Narkose nicht so sorgsam als ohne Narkose wo der Pat. alles mitbekommt. Unter der Narkose kann der Pat. auch nicht sagen „das ist unbequem“ oder „das tut mir weh“. Denn auch bei Ärzten ist Zeit Geld. Gefahren einer Narkose bei Zahnextension. 1. Überstreckung der Halswirbelsäule mit anschließenden Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel. 2. Größere Wunden im Zahnfleisch mit anschließenden Wundheilungsstörungen weil der Pat. nichts mitbekommt und der Arzt mehr und tiefer schneidet damit er schneller fertig ist. 3. Zu tiefe Narkose mit anschließenden Hirnschäden. Narkosemedikamente greifen in deinen Hirnstoffwechsel ein. Leichte Störungen z.B. Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit-Erbrechen, Kreislaufprobleme wie Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen usw. können sein. Im schlimmsten Fall der aber selten ist, kann ein Delir, Durchgangssyndrom, Gedächtnisstörungen die für immer bleiben auftreten. 4. Durch unerfahrene Anästhesisten kann es zu Intubationsproblemen bei der Einleitung kommen z.B. fehlgeschlagene Intubationsversuche durch Laryngospasmus, Bronchospasmus, durch falsche Medikamente oder über bzw. unter Dosierung der Narkosemedikamente. Dies kann zum Tod führen so wie bei meinem Onkel der während der Narkoseeinleitung (keine Zahnextension) gestorben ist trotz Koniotomie. 5. Unbemerkter Narkoseüberhang. Besonders gefährlich bei sehr übergewichtigen Menschen. Diese Pat. können eine Atemstillstand (Apnoe) bekommen. Wenn dies auf der Station nicht sofort bemerkt wird, sterben die Patienten. Meine Schwester (die leider sehr adipös war) ist auch viel zu früh wieder vom AWR auf eine Normalstation verlegt worden wo sie einen Narkoseüberhang bekam. Der Narkosearzt hatte ihr ein Antidot gegeben was aber an dem Fachpersonal im AWR nicht weitergegeben wurde. Ich will dir keine Angst machen. Aber wenn man eine Narkose vermeiden kann so wie in deinem Fall sollte man dies unbedingt tun!! LG!

ede45 23.08.2015, 16:44

Sorry! Habe mir erst jetzt alles durchgelesen und nicht nur die Frage. Ich hoffe, ich habe Dir jetzt nicht zu viel Angst gemacht. Du bekommst beim Zahnarzt den Intubationsschlauch nicht in den Mund sondern durch die Nase bis in die Lunge gelegt. Das birgt natürlich mehr Risiken. Aber nur so kann der Zahnarzt in deinem Mund gut arbeiten und es besteht nicht die Gefahr, dass er den Tubus verlegt. Dies kann nämlich im Mund passieren auch wenn er geblockt ist. LG

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Du wirst keine Vollnarkose bekommen, weil man dir dann die Zähne nicht mehr ziehen kann. Du wirst ein starkes Beruhigungsmittel bekommen, das dich in einen Dämmerschlaf versetzt. 

Kleiner Tipp: Wenn du so ein Schisser bist, dann nimm dir deine Lieblingsmusik und einen fetten on-ear Kopfhörer mit. Dann hörst du laute Musik während der OP und wirst dann nichts von alledem mitbekommen. Dann reicht auch die normale Betäubung vom Zahnarzt.

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