Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?

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4 Antworten

in dem Video wird euch die RLV Funktionen erklärt.
VG Anja

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Hallo AnyaJenkins,

eine Risikolebensversicherung deckt im Normalfall nur den Todesfall ab. Die Folgen eines Unfalls werden über eine entsprechende Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt. Je nachdem, welches Risiko abgesichert werden soll.

Die Risikolebensversicherung deckt den Todesfall ab und verzichtet auf einen Sparanteil. Aus diesem Grund werden Überschüsse (Zinsen) aus den gezahlten Beiträgen direkt mit der Prämie verrechnet. Daraus ergibt sich ein Bruttobeteitrag (ohne Verrechnung) und ein Nettobeitrag (mit Verrechnung). Der Nettobeitrag ist in diesem Fall auch der Zahlbeitrag und kann sich mind. bis zum Bruttobeitrag erhöhen. Es gibt Gesellschaften, da sind die Beträge gleich.

Versicherungssummen können in verschiedenen Varianten abgeschlossen werden. Beispielsweise gleichbleibend oder fallend.

Aufgrund der Absicherung im Todesfall verlangt der Versicherer die Angaben zum Gesundheitszustand in Form von Gesundheitsfragen. Diese sind wahrheitsgemäß und ohne Schummeleien anzugeben. Hier geht es um die Leistungspflicht im Leistungsfall. Diese Angaben tragen zur Entscheidung bei, ob dein Antrag bewilligt, abgelehnt oder mit einem Risikozuschlag versehen wird.

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Wie funktioniert denn eine Risikolebensversicherung

Man beantragt sie. Die versicherte Person hat Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Ohne Schweigepflichtentbindung für die behandelnden Ärzte keine Leistung!

Man legt eine Laufzeit und eine Versicherungssumme fest und zahlt den den Beitrag dafür. Dieser ist abhängig von Laufzeit, Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Versicherungssumme.

Überschussverwendung sollte Verrechnung sein.

WICHTIG: Die begünstigte Person muss auch der Beitragszahler sein, sonst ergibt sich ein steuerliches Problem (Erbschaftssteuer) im Leistungsfall!

Weit größere Risiken als der Todesfall sind

  • der Unfall,
  • die Berufsunfähigkeit und
  • die Pflegeberdürftigkeit des Hauptverdieners.

Diese Policen sind daher vorrangig.

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Kommentar von Uwitz
03.02.2016, 15:48

WICHTIG: Die begünstigte Person muss auch der Beitragszahler
sein, sonst ergibt sich ein steuerliches Problem (Erbschaftssteuer) im
Leistungsfall!"

Das verstehe ich nicht! ich begünstige meine Enkel und diese müssen den Beitrag bezahlen, sonst haben diese im Leistungsfall ein steuerliches Problem?

Was habe ich falsch verstanden?

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Hallo Anya

Eine Risikolebensversicherung deckt in ihrer reinen Form nur das  Risiko Todesfall. D.h. es wird nur im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten ausbezahlt. Die Beiträge sind relativ gesehen "günstig", wenn keine Zusatzdeckungen wie z.B.:  "Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit" eingeschlossen werden.

Wie sie funktioniert: Antrag wahrheitsgemäss ausfüllen, es werden auch Fragen über den aktuellen Gesundheitszustand gestellt, Bezugberechtigte nennen, wenn dies nicht die gesetztlichen Erben sind und fertig. Im Leistungsfall muss die Police dem Unternehmen eingereicht werden -  dieses Dokument so aufbewahren, dass es im Fall der Fälle auch gefunden wird.

Prämienvergleichsportale gibt es einige, rechne einfach ein paar Varianten durch und entscheide welche Zussätze du wirklich brauchst. Eine mögliche Prämienrückgewähr bezahlst du laufend über die normale Prämei mit, weglassen. Dynamik (laufende Anpassung der Versicherungssumme) ist ggf in Betracht zu ziehen. Verwendung der Überschussanteile zur Prämienreduktion oder zur Summenerjhöhung - it's up to you. Ebenso Laufzeit und natürlich Höhe der Versicherungssumme. Sparanteile: weglassen, keine gute Rendite, Kapital spart man aus Rendite Gesichtspunkten nicht mehr mit Lebensversichrungen an.

Persönlich würde ich bei einer Risikoversicherung auf einen Direktverischerer zugreifen und den Aussendienst "aussen" vor lassen. da die Abschluss- und Verwaltungskosten bei den Direkten tiefer sind.



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Kommentar von Apolon
03.02.2016, 14:07

 Persönlich würde ich bei einer Risikoversicherung auf einen Direktverischerer zugreifen und den Aussendienst "aussen" vor lassen. da die Abschluss- und Verwaltungskosten bei den Direkten tiefer sind.

Bedeutet dann allerdings auch, dass der Versicherungsnehmer die alleinige Verantwortung über den Antrag trägt.

Bei fehlerhafter Beantwortung der Fragen, hat er dann halt Pech und der Versicherer muss nicht zahlen.

Außerdem haben Versicherungsvermittler u.U. auch die Möglichkeit die Beiträge zu reduzieren.

Der Beitrag ändert sich dabei allerdings nicht, ob der Vertrag über den Vermittler, oder über den Versicherer direkt abgeschlossen wird.

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