Wie funktioniert eine räumlich getrennte Population?

Geht es immer noch um die Aufgabe wie in der letzten Frage?
https://www.gutefrage.net/frage/biologie-mutation-selektion
Da steht nämlich nichts von Isolation, sondern Koevolution

Ja leider

Ich bin jetzt auf dem Entschluss gekommen dass es eine räumlich getrennte Population ist und auch meiner Meinung nach nichts mit einer Koevolution zu tun hat

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Loriisbas,

Mal schauen, was unsere Biologen im Forum sagen... aber grundsätzlich habe ich auch meine Zweifel am Punkt "Koevolution" bei Deiner Frage zum Hornissenschwärmer. Das korrekte Schlagwort für den Hornissenschwärmer ist aber nicht "räumlich getrennte Population", sondern "Mimikry".

Räumlich getrennte Populationen - sind ein Faktor bei der Artbildung. Wird __eine__ Tierart durch geologische Vorgänge in zwei getrennte - also räumlich voneinander isolierte - Populationen geteilt und wirken in den Lebensräumen der beiden Populationen unterschiedliche Umweltbedingungen, dann entwickeln sich der Genpool der beiden Populationen durch die unterschiedlichen Selektionsbedingungen auseinander. Hält dieser Zustand lange genug an, kann es zur Aufspaltung in zwei getrennte Arten kommen.

http://www.biologie-schule.de/reproduktive-isolation.php

Damit kannst Du aber nicht erklären, warum die Schmetterlinge so ähnlich aussehen wir die Hornissen und warum beide Arten nur gemeinsam vorkommen.

Das lässt sich aber über das Prinzip der Mimikry erklären:

http://www.biologie-schule.de/biotische-selektionsfaktoren.php

Die Hornisse entwickelt im Laufe der Evolution Warnfarben, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Bereits das kann - und sollte - man bei Deiner Aufgabe in der anderen Frage über Mutationen und Selektion erklären. Ein Vogel wird nur eine Hornisse fressen, sich dann die auffällige Farbe merken und nie wieder eine jagen. Das funktioniert eben nur mit auffälliger Farbgebung, die sich deutlich von Umgebung und anderen Insekten unterscheidet. Die Idee ist praktisch, über die Körperfarbe die Botschaft auszusenden "ich kann mir leisten, aufzufallen, weil es für jeden Angreifer besser ist, mich nicht zu fressen." Und deshalb bevorzugen die Umweltbedingungen unter allen gebotenen Möglichkeiten die Tiere, die die Botschaft am deutlichsten aussenden.

Der Schmetterling profitiert davon, dass er diese Botschaft nachahmt. Er profitiert von den negativen Erfahrungen, die Fressfeinde bei Hornissen machen, schaut genauso aus... und wird weniger gefressen als harmlos aussehende Arten. Weil er selber aber harmlos ist, funktioniert das nur in Gebieten, in denen Hornissen vorkommen: Nur dort sammeln Fressfeinde mit dem Vorbild negative Erfahrungen. In anderen Gebieten ist seine Färbung ein Nachteil, weil er mehr auffällt, Fressfeinde ihn aber nicht meiden.

https://www.simplyscience.ch/kids-liesnach-archiv/articles/was-ist-mimikry.html

Koevolution hätte ich persönlich jetzt auch etwas anders verstanden... wie gesagt: Ich bin gespannt, was unsere Biologen noch sagen. Aber die räumliche Trennung von Populationen passt zu Deiner Aufgabe nicht... schau Dir die Mimikry an und versuche über die Evolutionsfaktoren Selektion und Mutation zu erklären, wie so etwas entsteht.

Grüße

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