Wie funktioniert ein Nullenergiehaus?

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Nullenergiehaus bedeutet, es erzeugt genausoviel Energie, wie es verbraucht. Das heißt, nach außen hin ist die Energiebilanz bei 0. Ein Nullenergiehaus kann zum Beispiel ein hochgedämmtest Haus sein, das wenig Wärme (also Energie) verliert und ein bisschen was erzeugt bspw. über Photovoltaik. Ebenso möglich ist es, dass das Haus extrem schlecht ist und enorme Mengen an Energie verbraucht. Wenn aber die Dachfläche ebensoviel Energie erzeugt bspw. über Photovoltaik oder Solar, dann ist es auch ein Nullenergiehaus.

Aber all diese Infos sind auch über Google zu finden, bspw. http://www.energie-wissen.info/energiesparhaeuser/nullenergiehaus.html

MfG ChiliWolf

ein Nullenerigehaus ist ein haus, das (rein rechnerisch) genauso viel energie verbraucht, wie es "erzeugt" z.b. durch

  • inteligente Bauweise (viel verglasung nach süden, gute dämmung etc.
  • solarthermische Anlage
  • Phtovoltaikanlage
  • kleinwindkraftanlage

theoertisch gibt es aber keine nullenergiehäuser. entweder ereugt ein Haus mehr energie, als die bewohner verbrauchen (plusenergiehaus), oder es erzeugt eben weniger und es muss zugebuttert werden.

lg, Anna

Ich habe meine Versuche vorläufig aufgegeben, eine halbwegs vernünftige Erklärung des "Nullenergiehauses" im Internet zu finden. Dort wetteifern die Schreiberlinge anscheinend in der Produktion von Blödeleien. Wenn das Nullenergiehaus nicht gleich vorweg zur "Ideologie-Ansicht" verklärt wird wie bei w.passivhaus.org/nullenergiehaus.php ,

"Das Nullenergiehaus kann als auf die Spitze getriebene Ideologie des Passivhauses angesehen werden."

dann sind sich die Autoren weitgehend darin einig, dass es sich um Häuser handeln soll, die "Energie produzieren" oder in denen "Energie gewonnen wird" wie z.B. bei w.energie-wissen.info/energiesparhaeuser/nullenergiehaus.html ,

"Ein Nullenergiehaus liegt dann vor, wenn die produzierte Strommenge (Energiemenge) rechnerisch dem Energieverbrauch des Hauses entspricht. Das Nullenergiehaus verbraucht also soviel Strom bzw. Energie, wie es selbst produziert."

oder bei wikipedia.org/wiki/Nullenergiehaus

"Nullenergiehaus ist ein Energiestandard für Gebäude, welcher erreicht ist, wenn der externe Energiebezug des Gebäudes im Jahresmittel durch den eigenen Energiegewinn (z.B durch Solaranlagen etc.) aufgewogen ist."

Dabei wird unter sträflichem Verstoß gegen den Energieerhaltungssatz diese angeblich "produzierte Energie" in das Verhältnis gesetzt zur "extern bezogenen Energie". Der Leser soll sich dann ausmalen, was er sich im Gegensatz dazu unter "intern bezogener Energie" vorstellen soll. Auch die Sonnenstrahlung ist schließlich extern und wird nicht im eingekellerten Rebensaft produziert. Wie soll daraus einer schlau werden? Kann das wirklich keiner so schreiben, wie er es meint? Dazu schlage ich hier einmal vor (Originalton dompfeifer):

Das Nullenergiehaus ist ein Gebäude, bei dessen Betrieb der gesamte interne Energieumsatz dauerhaft ohne Zulieferung von Energieträgern mittels der grundstücksinternen technischen Infrastruktur bewerkstelligt wird, z.B. mittels Solar-, Wind- und Geothermie, Wärmedämmung und Wärmerückführung.

Wer mich damit nicht zitierfähig findet, möge mich verbessern!

Dabei geht es hier durchaus nicht um semantische Spitzfindigkeiten.

Erlenteich: Kann man Energie erzeugen oder verbrauchen ?!

ChiliWolf: "Wirtschaftlich gesehen: ja. Physikalisch-philosophisch gesehen: nein."

Hallo ChiliWolf,

die Philosophie hat bei Sachfragen erst einmal gar nichts zu suchen. Wir müssen und sollen auch im Alltag nicht unbedingt immer alles physikalisch präzise formulieren (z.B. als "Stromverbraucher" beim Lesen der "Stromrechnung") entgegen dem allgemein tradierten Sprachgebrauch, solange die Verständigung gesichert ist. Und das ist dann in der Weise meist nicht gegeben, wenn es um physikalisch-technische Zusammenhänge geht:

Wie soll z.B. die Energiebilanz eines Hauses "nach außen" von Null abweichen? Die kann z.B. abweichen gegenüber einem öffentlichen Versorgungsnetz, aber nicht "nach außen" schlechthin. Jede zugeführte Energie wird auch wieder abgeführt. Das gilt für jedes Gebäude.

Bei der Fotovoltaik wird Sonnenstrahlung (übrigens von außen!) zweckmäßig gewandelt, wo auch immer, mit oder ohne Versorgungsnetz. Mit der Metapher von der dergestalt "produzierten Energie" können wir gelegentlich im Alltag auch gut leben. Aber hier verschwindet damit völlig das Prinzip der gebäudetechnischen Autarkie in energiewirtschaftlicher Hinsicht.

Wie sollen wir uns vorstellen, dass ein "Haus extrem schlecht ist und enorme Mengen an Energie verbraucht", wenn z.B. gemeint ist, dass mangels Wärmedämmung ein hoher Wärmebedarf besteht?

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Verbesserung:

Nun, wenn mich hier keiner verbessert, erledige ich das gleich selbst. Mein erster Vorschlag ist etwas unzulänglich ausgefallen. Es fehlt hier noch das Prinzip der "Nullbilanz":

Das Nullenergiehaus ist ein Gebäude, bei dessen Betrieb der gesamte interne Energiebedarf in der Jahresbilanz rechnerisch ohne Zulieferung von Energieträgern mittels der grundstücksinternen technischen Infrastruktur bewerkstelligt wird, z.B. mittels Solar-, Wind- oder Geothermie, Wärmedämmung und Wärmerückführung.

Insofern bei einer derart energetisch autarken Inselversorgung aktuelle Schwankungen von Angebot und Nachfrage zweckmäßigerweise mit einem öffentlichen Energieversorgungsnetz ausgeglichen werden, entstehen dabei zwischen dem "Selbstversorger" und dem öffentlichen Versorgungsnetz ständig Energieströme in beide Richtungen. Wenn sich in der Jahresbilanz diese Energieströme (unter Beachtung der Vorzeichen) auf null addieren, sprechen wir von einem Nullenergiehaus.

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