Wie funktioniert ein Mauerquadrant, aus Wikipedia werde ich nicht schlau?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Der Mauerquadrant war ein Halbkreis mit einer Gradeinteilung und einer Visiereinrichtung am Halbkreis. Der M. war genau in Nord-Südrichtung ausgerichtet. Auf dem Bild in Wikipedia ist die Visiereinrichtung rechts mit einem Beobachter gezeichnet. Der peilt durch ein kleines Fenster in der Wand einen dort sichtbaren Stern an und liest die Gradzahl am M. ab. Gleichzeitig notiert der Astronom den Zeitpunkt an dem der Stern genau im Süden ist. So wurden früher Sterndurchmusterungen erstellt, also Kataloge von bekannten Sternen. Die beiden Daten, Höhe beim Meridiandurchgang und Zeit kann man in die Position am Himmel umrechnen. Man hat am Himmel ein Gradnetz festgelegt, ähnlich wie auf der Erde. Aus den gewonnenen Daten des Meridiandurchgangs eines Sternes kann man jetzt die Position in diesem Gradnetz berechnen. Damit hat man früher Sternkataloge und Himmelsatlanten erstellt. Heute gibt es modernere Verfahren, z.B. fotografische Himmelsdurchmusterung, aber bis ins 19. Jahrhundert wurden Mauerquadrante benutzt. Durch den großen Abstand vom Visier zur Skala waren diese recht genau für die damalige Technik.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?