Wie funktioniert ein ELEKTRONISCHER Seismograph?

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Der elektrodynamische Seismograph

Einer der prominentesten Seismologen zu Beginn dieses Jahrhunderts war der russische Fürst Galitzin, dessen ausgezeichnete „Vorlesungen über Seismometrie“ 1912 in russischer und deutscher Sprache gedruckt wurden. Er erfand 1904 den elektrodynamischen Seismographen (Abb.18), der sich zunächst nicht gegen die mechanischen Seismographen durchsetzen konnte, dann aber nach einigen Verbesserungen zum vorherrschenden Seismographentyp wurde und diese Stellung bis etwa 1970 behauptete.

In Galitzins Seismograph ist die seismische Masse mit einem elektrodynamischen Wandler verbunden, wie wir ihn oben beschrieben haben. Bei einer Bewegung gibt der Wandler ein elektrisches Signal ab, das mit einem Spiegelgalvanometer (einem empfindlichen Strom-Messgerät mit Lichtzeiger) photographisch registriert wird. Die Nadelreibung, der größte Feind des mechanischen Seismographen, wird dadurch eliminiert. Der Wandler ist nur für die Bewegung der Masse empfindlich, nicht für deren Lage; daher spielt die Temperatur eine viel geringere Rolle als beim mechanischen Seismographen. Allerdings hing aufgrund der Federgeometrie die Messempfindlichkeit noch von der Lage der Masse und somit von der Temperatur ab, ein Problem, das erst nach 1930 durch LaCostes Erfindung und die Entwicklung temperatur-unempfindlicher Federlegierungen gelöst wurde.

www/seismometry/seismo_htm/seismographen.htm

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Mit einem elektronischen Beschleunigungsmesser (SMS: sudden motion sensor), wie er im Prinzip in vielen laptops eingebaut ist. Da gibts verschiedene Wirkungsmöglichkeiten, das kann dir Wikipedia viel besser erklären:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigungssensor

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