Wie funktioniert dieser Energieliefervertrag?

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5 Antworten

Hat das Haus eine eigene Heizungsanlage, zahlst Du 30 bis 50 % der Heizkosten als Grundkosten und den Rest nach Deinem tatsächlichen Verbrauch. Hier ist es so, dass die Heizkosten für Deine Wohnung exakt ermittelt werden, jedoch 50€ pro Monat nur für Bereitstellung zu zahlen ist. Es ist somit auch nicht richtig, dass Du automatisch 50 € pro Monat mehr bezahlst, wie bei allen anderen Wohnungen.

Ob Du künftig hohe oder niedrige Heizkosten hast, hängt von der Qualität des Hauses ab. Da es sich um einen Neubau handelt, darfst Du davon ausgehen, dass der Energiebedarf sehr niedrig ist und Du insgesamt weniger zahlst, als wenn Du in ein Haus ziehen würdest, dass in "normaler" Bauweise vor z. B. mehr als 10 Jahren gebaut wurde. Im übrigen darfst Du davon ausgehen, dass die Heizanlage, die hinter dem Nahwärmenetz steckt, hocheffizient ist.

Die Bereitstellungsgebühr, auch Grundgebühr genannt, zahlst Du egal ob Du heizt oder nicht. Da wird nix verrechnet.

Ganz schon teuer.

Ich z. B. zahle für Gas eine jährliche Grundgebühr von 120 €.

Also normal verbrauchen wir ca 80 -1000 Euro im Monat Gas, und dann würden die 50 Euro nochmal dauf kommen oder was????

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@pipapo2014
und dann würden die 50 Euro nochmal dauf kommen

So lese ich das.

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@pipapo2014

Du kaufst kein Gas. Du kaufst Wärme. Lediglich der Preis für die Wärme ist an die Entwicklung des Gaspreises gekoppelt. Beispiel: Gas wird um 5 % teurer - Deine Wärme dann ebenfalls.

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Lass die Finger von der Wohnung.

Diese "Energielieferverträge" ist eine neue Abzocke - die die Eigentümer mit Hilfe der Hausverwaltungen auf die Mieter umlegen. Der Vermieter (bzw. Eigentümer) wälzt über solche Verträge sämtliche weitere Unkosten (Reparaturen, Rückstellungen für Erneuerung) LEGAL auf die Mieter ab.

In Summe zahlen die Mieter auf die Dauer wohl ein vielfaches, als der Eigentümer selber zahlen würde.

Der Hintergedanke ist, der Eigentümer soll keine Probleme, Arbeit und weitere Kosten bzgl. der Beheizung der Wohnung haben. Um alles kümmert sich der "Energielieferant" - diesen Service bezahlen die Mieter teuer - wie Du erfahren wirst, wenn Du einziehst.

Das ist ein reines Vorurteil, dass hier durch nichts begründet ist. Neue Häuser werden sehr gut gedämmt, sodass von daher schon wenig Wärme gebraucht wird. Diese wird hier in der Nähe des Hauses wohl für eine größere Anzahl von Häusern vielleicht auf Basis von regenerativer Energie erzeugt. In Frage kommt z. B. Abwärme von Müllverbrennung, Geothermie, Hackschnitzel-Heizanlagen, Abwärme aus der Industrie uvm.

Der Anlagenbetreiber will Geld für seine Investition in das Leitungsnetz und die Verwaltung. Dafür die 50 € je Wohneinheit Grundkosten. Aufgrund der eigenen Messeinrichtung je Wohnung entfällt darüber hinaus, der 30- bis 50-prozentige Anteil an der Gesamtwärme, die ein Haus braucht und der komplette Wärmebedarf einer Wohnung wird seriös ermittelt und umgelegt. Für die Aufteilung der Heizkosten entfällt zudem die Arbeit von Techem, ISTA, etc.

Erst, wenn man wirklich die tatsächlichen Bedingungen beim Haus des Fragestellers kennt, kann man vorurteilsfrei antworten und die Wärmelieferung hier als Abzockmasche abtun.

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@bwhoch2

In der Tat fehlen weitere Details - ich wollte mich auch konkret auf "Wärmecontracting"-Verträge beziehen. Aber ein Energieliefervertrag ist wohl das gleiche.

OK - bei einem Neubau sieht es wohl auch etwas anders aus, als wenn in einem Altbau eine kaputte/modernisierungsbedürftige Heizung durch einen Wärmecontractingvertrag ersetzt wird.

Ob der Fragesteller überhaupt Fernwärme bezieht - ist auch nicht mitgeteilt.

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Also die 50 € grundgebühr für eine 2 raumwohnung wären viel, für ein familienhaus wenig. Je nach dem musst du für dich selbst entscheiden ob du dir das leisten willst oder nicht. Ich halte nichts von fernwärme, da unnötig teuer...

Da gehts es um die Wärmelieferung per Erdgas. Das ist sozusagen dein Heizkostenabschlag. Heizkosten hast du bei jeder Wohnung.

ja das schon, aber was sind die 50 Euro Bereitstellungspreis??? Muss ich das dann zu meinem eigentlichen Verbrauch monatlich dazu rechnen???

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@hundeliebhaber5

Nein, Nahwärme. Ist aber im Prinzip das Gleiche, nur dass die Wärmeerzeugung irgendwo ganz in der Nähe stattfindet. Dementsprechend weniger Leitungsnetz und weniger Wärmeverlust auf dem Transportweg.

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