Wie funktioniert die Induktion?

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3 Antworten

Lass dir nicht einreden, dass die Frage unsinnig ist, ganz im Gegenteil, sie zeigt, dass du über die Sachen nachdenkst. Wahrscheinlich habt ihr im Unterricht als Lorentzkraft FL = Q * (v x B) gehabt. Wenn du nun im Bezugssystem Magnetfeld bist, dann ist ja alles klar, weil sich die Spule bewegt und wegen v <> 0 kannst du damit die Induktionsspannung ausrechnen.

Nun wechselst du das Bezugssystem, du begibst dich in die Spule. Hier ruht die Spule und der Magnet bewegt sich. Wegen nun v = 0 ist nun auch v x B gleich 0 und es sollte ja eigentlich keine Induktionsspannung geben. Dafür ändert sich aber nun das Magnetfeld (der Magnet bewegt sich ja), und damit gibt es nach dem Induktionsgesetz eine Spannung. Wie ist dies in der Lorentzkraft zu finden? Nun, die korrekte Formel lautet FL = Q * (E + v x B), wobei E das elektrische (Wirbel)feld ist, was durch den bewegenden Magneten erzeugt wird, auszurechnen mit dem Induktionsgesetz. Beachte also, je nach Bezugssystem ist einmal E und ein anderes mal v X B für die Induktionspannung verantwortlich.

Es gibt in der Schule zwei Möglichkeiten, mit dieser prinzipiellen Problematik umzugehen: Entweder, man thematisiert das Problem der Bezugssysteme, hier wäre ein schönes Anwendungsgebiet (ein anderes wäre die Kreisbewegung und wieder ein anderes die spezielle Relativitätstheorie), oder man lässt das Thema Bezugssysteme weg, allerdings muss man dann halt darauf achten, das Problem immer im mathematisch einfachsten Bezugssystem zu beschreiben und gut ist. Knifflig wird es aber dann, wenn Schüler anfangen nachzudenken :-)

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Kommentar von lks72
06.01.2016, 18:50

Und in eurem Buch haben sich die Autoren wahrscheinlich dazu entschieden, alles aus der Sicht des ruhenden Magneten zu beschreiben. Dann ändert sich das Magnetfeld nicht, die Formel für die Induktionsspannung liefert eine Feldstärke von E = 0 und damit bleibt als Berechnungsformel FL = Q * (v x B).

Wie gesagt, dies ist eine mathematische Beschreibung. Du wählst ein Bezugssystem und rechnest dann. Dies hat aber nichts mit derWirklichkeit zu tun. Es ist also falsch zu betonen, dass die Spule sich bewegen muss, sondern du musst zur mathematischen Beschreibung nur ein Bezugssystem wählen, indem der Magnet ruht und die Spule sich bewegt. Diesen Unterschied sollte man sich aber klarmachen.

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Kommentar von General001
06.01.2016, 19:23

Das Problem ist wir haben in der Schule gar keine Formel behandelt nur die linke Handregel.

Wie ist es wenn ich nun einen einzelnen  Draht in ein Magnetfeld einführe.

Die Formel Uind = n*A*delta B/delta t

Kann ich nicht verwenden da das Magnetfeld konstant ist.

Die Formel Uind = n*B*delta A/delta t

Kann ich auch nicht verwenden da ich keine Windungen besitze und der Draht sich bereits schon vollständig im Magnetfeld bewegt wodurch ich keine Änderung mehr verzeichnen kann.

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Kommentar von General001
06.01.2016, 19:34

Ich habe gerade im Internet eine Seite gefunden welche sagt dass es bei einer Änderung des Magnetfeldes keine Fl gibt!

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dein magnetfeld ist dreidimensional, das heißt, egal in welche richtung du den leiter im Magentfeld bewegst. oder meinetwegen das magentfeld um den leiter herum...

lg, Anna

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Oh General, warum machst du es dir immer so schwer?! Lass mal die Lorentzkraft bei Induktion aussen vor und lies dir noch mal die 2 Induktionsprinzipien durch, die ich dir heute vor kurzem in Physik beantwortet habe!

Was willst du mit einem Leihfahrrad im Magnetfeld?


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Kommentar von General001
06.01.2016, 16:17

Das Leihfahrrad war mal wieder die blöde Autoverbesserung des Browsers.

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Kommentar von General001
06.01.2016, 16:26

Das Problem ist dass
wir dazu nichts aufgeschrieben haben und in unserem Buch wird immer gesagt dass sich der Leiter bewegen muss! Auf YouTube habe ich auch schon ein paar Videos angeschaut aber da wird immer nur die Formel (Steht nicht in unserem Buch) gezeigt.

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