Wie funktioniert die Halbteilungsgrundsatz bei Ehepaaren die iin verschiedenen Bundesländern wohnen?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Du bist mit deiner Frau zusammen veranlagt?

Für die Einkommensteuer und ihre Folgeabgaben wie Soli oder Kirchensteuer ist immer der Wohnsitz maßgeblich.

Bei Zusammenveranlagung und unterschiedlicher Religionszugehörigkeit berechnen beide zuständigen Kirchensteuerämter mit dem Einkommensteuerbescheid als Grundlagenbescheid.

Entweder seid ihr getrennt und werdet getrennt veranlagt, oder eines der Kirchensteuer Ämtern hat einen falschen Grundlagen bescheid zur Berechnung gehabt.

Du belegst die korrekte Berechnung gegenüber dem Kirchensteueramt mit dem gültigen Einkommensteuer bescheid.

Das ist auch nach der Einspruchsfrist von einem Monat möglich, da ein falscher Grundlagen bescheid verwendet wurde.

Falls ihr getrennt lebt, kann es im Jahr der getrennten Veranlagung zu solch einer Differenz kommen. In diesem Fall hast du Anspruch auf Ausgleichszahlung gegen die getrennt lebende Ehefrau. Ab dem nächsten Jahr wird die Steuer nach Klasse 1 abgeführt und wieder korrekt gerechnet.

Bei zwei getrennten Wohnsitzen ist eine Zusammenveranlagung nur unter bestimmten Grundsätzen möglich.

Korrekt wäre hier dann meist die Einzel Veranlagung.

Die Kirchensteuer ist übrigens immer 10% in ganz Deutschland.

Bayern erhebt nur 8% die restlichen 2% stehen hier der Kirchengemeinde direkt zu ( Kirchgeld)


Vielen Dank für deine Antwort. Das hilft mir schon sehr.

 

Was mir noch nicht klar ist, ist warum auf meinem Einkommenssteuerbescheid der Halbteilungsgrundsatz angewandt wird obwohl ich in Bayern wohnhaft bin. Bei wem kann ich diesen Fehler reklamieren? Beim Arbeitgeber (Lohnbüro) oder direkt beim Finanzamt oder Kirchensteueramt.

 

Vielen Dank nochmals!

0
@captcool

Für den Einkommensteuerbescheid ist das Finanzamt, für den Kirchensteuerbescheid das Kirchensteueramt zuständig.

0

Was möchtest Du wissen?