Wie funktioniert die filmentwicklung dieser sofortbilkamera?

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Chemische Trickkiste

Edwin Land schaffte das Kunststück, den kompletten chemischen Prozess

der Filmentwicklung in der Kamera selbst ablaufen zu lassen. Dabei ist

der Film mit den dafür notwendigen Chemikalien präpariert. Die

Herstellung eines solchen Trennbildfilms ist sehr kompliziert, die

Verwendung gar nicht.

Nachdem man den Filmpack in die Kamera eingelegt und fotografiert hatte,

zog man mit Hilfe einer Papierlasche das belichtete Bild aus der

Kamera. Beim Herausziehen wird das Bild zwischen zwei Walzen geführt,

die die Entwicklerpaste zwischen dem aufgenommenen Negativ und dem zu

entwickelnden Bild verteilen. Je nach Temperatur dauert es zwischen

einer halben und mehreren Minuten, bis das Bild fertig entwickelt und

sichtbar ist.

Kalte Bilder dauern länger Ein typischer Trennbildfilm von Polaroid. Solche Filme werden voraussichtlich nur noch 2009 erhältlich sein.

Wie jede chemische Reaktion ist auch der Entwicklungsprozess von der

Temperatur abhängig. Je kälter, desto langsamer verläuft die Reaktion.

Damit man bei kühlen Temperaturen nicht ewig auf das fertige Bild warten

musste, gab es eine breite Metallklammer, die man am Körper erwärmen

konnte und zwischen die das Bild gelegt wurde.

Negative wie man sie von Rollfilmen her kennt, gab es nicht. Nur einige

Spezialfilme konnte man nach chemischer Nachbehandlung als Negativ

weiterverwenden, etwa zum Vergrößern oder Nachbelichten. Auch andere

Spezialfilme wie Filme die für Röntgenstrahlung oder Infrarotlicht

empfindlich waren, gab es.

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