Wie funktioniert die Biochemie im Gehirn bei Non-Respondern (Psychopharmaka)?

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2 Antworten

Die Biochemie bei Non-Respondern funktioniert grundsätzlich genauso wie bei normalen Menschen. Es gibt Unterschiede in:

  • dem Metabolismus, es gibt Non-Responder die die Stoffe extrem schnell metabolisieren & ausscheiden
  • der Bindungsstelle am Rezeptor, hier kann das Protein anders zusammengebaut sein, sodass Arzneimittel besser oder schlechter binden - die physiologischen Liganden (bsp. Neurotransmitter) jedoch nicht beeinflusst sind
  • der Rezeptordichte und Sensibilität, und selten auch die Neurotransmitterkonzentration (ähnlich einer Toleranz die du bsp. bei Drogenkonsum aufbauen kannst - nur das die Toleranz hier natürlicher Art und Weise ist.)
  • dem Transport - falls Transportprozesse überhaupt beteiligt sind (ist eher die Ausnahme)

Ist es möglich, dass der Körper die Substanzen einfach nicht verwertet, wie z.B. wenn zu viel Eisen zugeführt wird? 

Eigentlich nicht nein. Der Körper verwertet Wirkstoffe nämlich nicht wirklich.

Gruß Chillersun

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Chillersun03 06.02.2016, 19:14

Es gibt natürlich auch noch andere Gründe für Non-Responder, je nachdem was man überhaupt als Non-Responder definiert. Es ist ein Unterschied ob man einfach auf eine Therapie nicht anspricht, oder das Arzneimittel überhaupt gar keine Wirkung entfaltet (inkl. keine Nebenwirkungen!)

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wie die biochemie eines non-responders funktioniert ist nicht geklärt. darum gibt es auch noch keine neuen medikamente.

tavor und zopiclon sind benzodiazepine bzw. z-drugs. das du auf diese ansprichst ist logisch. leider machen sie bei regelmässigem und längerem konsum abhängig.

was du probieren kannst ist, medikamente mit einem anderen wirkmechanismus zu nehmen. z.b. den mao-hemmer moclobemid.

hier findest du ev. weitere infos: www.depri.ch

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SquareMatrice 05.02.2016, 20:47

Danke:) Moclobemid habe ich schon hier, sobald Venlafaxin "ausgewaschen" ist, fange ich damit an.

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samm1917 05.02.2016, 20:48
@SquareMatrice

weitere ideen: mood stabilizers wie z.B. lamotrigin oder NL wie z.b. aripiprazol. wenn alles nichts hilft und die depressionen schwer bzw. sehr stark sind hilft meist nur noch EKT.

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