Wie funktioniert der stromkreislauf beim Experiment zum Daniell-element?

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2 Antworten

Zink reagiert nicht mit Zinksulfat, Zink gibt Elektronen ab und bildet Zinkionen. Umgekehrt reagieren Zinkionen zu Zinkatomen und nehmen Elektronen auf.

Sinngemäß dasselbe passiert an der Kupferelektrode.

Da das System Zn/Zn2+ aber den höheren Elektronendruck hat (anders gesagt: Zink gibt lieber Elektronen ab als Kupfer), kann man durch einen Draht Elektronen von Zn nach Cu fließen lassen.

Netto geschieht also: Zn-->Zn2+ + 2e-,  Cu2+ + 2 e- ---> Cu

Dadurch entstehen auf der Zn-Seite immer mehr Ionen, auf der Cu-Seite immer weniger. Diese Differenz gleicht die Ionenbrücke aus, hier fließen aber keine Elektronen sondern Ionen.

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Kommentar von gwenny64
06.11.2016, 20:57

wieso ist es den dann ein Kreislauf? undgibt Zink einfach so von alleine Elektronen ab?

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Kommentar von MichaelFaraday
06.11.2016, 21:00

Richtig! Die Salzbrücke/Ionenbrücke oder auch manchmal ein
Diaphragma ist dafür da dass ein Ladungsausgleich statfindet. Sonst würden sich Pole bilden und Der Kreislauf würde schnell zum stoppen kommen. Du kannst es dir auch so vorstellen,dass du den Strommkreislauf schließen musst, da es sonst zu einen "Kurzschluss" kommen würde, bin mir aber grade nicht ganz sicher ob das 2. wirklich man so sagen kann aber vllt hilft es beim verstehen :) 

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Zur Ergänzung: sowohl Zn++ als auch Cu++ Ionen brauchen negative Gegenionen in der Lösung z.B. Sulfat SO4--.
Wenn in der Zn-Halbzelle Zn++ entstehen, in der Cu-Halbzelle Cu++ verschwinden, stimmt die Ladungsbilanz nicht mehr, in der Zn-Zelle gibt es jetzt zu wenig, in der Cu-Zelle zuviele Gegegnionen (Anionen).
Also müssen diese über eine Brücke von Cu nach Zn fließen. Dabei ist egal, ob es Sulfat oder was anderes (hier Nitrat) ist, Hauptsache negativ.

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