wie funktioniert das steckdosen W-Lan?

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3 Antworten

Ein Netzwerk über die Steckdose ist erst einmal kein W-LAN. W steht für „wire less“ (ohne Draht) und das Steckdosen-Netzwerk ist nun mal „Draht gebunden“

Der richtige Fachbegriff dafür ist „POWER LAN“

Sowohl W-LAN als auch POWER-LAN haben gemein, dass sie Übertragungs-Medien nutzen, die weder Vertraulichkeit noch hohe Datenübertragungsraten garantieren. Damit die Daten nicht jeder auslesen kann (und POWER LAN) netze haben eine sehr starke Abstrahlung im Nutzfunk-Bereich) müssen die Daten verschlüsselt werden (ähnlich wie dein Text oben, aber etwas professioneller).

Auf die Leitung werden einen Trägerfrequenzen eingespeist auf diese wiederum die Nutzsignale auf moduliert. Im Fach-Chinesisch nennt sich Frequenz-Multiplex-Verfahren und diese Signale werden über das Stromleitungsnetz verteilt. Dazu kann sinnvoll nur die Phase genutzt werden, da der Neutralleiter eine viel zu kleine Impedanz gegen Erde hat. Über Bandpass-Filter werden die Signale am Empfangsadapter wieder von den Trägerfrequenzen getrennt. Dieses Übertragungsprinzip ist ähnlich der Übertragung wie es bereits seit geraumer Zeit bei xDSL genutzt wird, wo auch das DSL-Signal über das altbekannte Telefonsignal oder auch ISDN gelegt wird und beim Empfänger mit der DSL-Weiche wieder heraus gefiltert wird. Das Stromversorgungsnetz ist normalerweise mit drei Außenleitern (Phasen) ausgeführt. Solange man Sender und Empfänger auf der gleichen Phase hat, stellt das kein Problem dar. Wenn aber das Netz eine ganze Wohnung abdecken soll, besteht das Problem, die hochfrequenten Trägerfrequenzsignale möglichst gleichmäßig über die drei Phasen zu verteilen. Dazu werden so genannte Phasenkoppler verwendet (werden im Wohnungsverteiler eingebaut), welche die Phasen nur Hochfrequenz mäßig miteinander verbinden.

Die üblichen Übertragungsraten für POWER-LAN liegen unter den Werten die man heute für W-LAN leicht erreicht. Sehr nachteilig beim POWER-LAN ist die starke Störabstrahlung. Stromdurchflossene Leiter wirken wie Antennen und strahlen die TFA-Signale in die Umgebung ab. Da eine Stromleitung ohne Abschirmung auch Signale aus der Umgebung und von angeschlossenen Geräten aufnimmt, besteht das Problem, dass für eine gute Verbindung hohe Sendepegel der TFA-Modems notwendig sind, das führt aber auch zu höheren abgestrahlten Signalen. Diese Störsignale können mit entsprechenden Geräten noch in Entfernungen bis zu einigen 100 Metern nachgewiesen werden. Davon betroffen ist der Kurzwellenbereich, insbesondere in Gebieten mit oberirdischer Verlegung der Stromleitungen.

Die gängigen 27MHz Systeme (Homeplug und Homeplug Turbo) schaffen 11 MBit/s bzw. 85 MBit/s. Die 30 MHz und 32 MHz Systeme (AV und DS2 AV) kommen auf 180 bzw.200 MBit/s

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user735 11.05.2010, 23:50

warum habe ich dann weniger Power auf der Phase, als auf Masse der Drehstromleitung, was ja eigentlich der selbe Strang ist? Das verstehe ich noch nicht.

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Sorbas48 12.05.2010, 01:11
@user735

vermutlich sind es unterschiedliche Phasen. In Wohnungen ist es üblich, die Phasen auf die Räume zwecks gleichmäßiger Auslastung aufzuteilen. Wenn dann ein Phasenkoppler fehlt, dann kann nur durch "Übersprechen" auf die andere Phase übertragen werden. Ob zwei Steckdosen am gleichen Strang hängen kann man am schnellsten testen wenn man den Leitungsschalter für eine Steckdose ausschaltet. Ist die zweite Steckdose im anderen Raum dann auch stromlos, dann hängen die Steckdosen am gleichen Strang.

siehe dazu auch:

http://www.gohland.de/Redaktionelle_Arbeit/Publikationen/Phasenkopplung/phasenkopplung.html

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Wird auf die vorhandene Wechselstromleitung drauf moduliert und am anderen Ende wieder entschlüsselt. Wers genauer weiß, solls definieren, bin kein Elektriker.

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user735 11.05.2010, 23:48

geht mir ebenso. Scheint sehr kompliziert zu sein. Ich teste sowas immer. Ich bin ... wenn man es so sagt.... ein freak, aber ziemlich überaltert mit fast 50. ich bin netzwerktechniker, linux-admin, habe tausende blöde win AP administriert und einige server... aber da habe ich echt kein peil mehr von und was ich finde macht mich nicht wirklich schlau. sorry

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Da braucht man den Sender und den Empfänger.

Ist nicht anders als ein WLan, nur das da die Kabel deines Stromnetzes benutzt werden.

Meistens sind die normalen Steckdosen über eine Sicherung verbunden. Getrennte Stromnetze haben da schon Probleme. Ist wie eine Glühbirne die Du anschließt. Plus und Minus müssen passen.

Wenn die nicht im gleichen Stromkreis sind, so geht aber eine Übertragung über die "Masse" und die ist sogar bis zum Hauptschaltkasten in allen Anschlussstellen gleich.

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Sorbas48 11.05.2010, 22:25

Das mit der Übertragung über Masse würde ich nochmals überdenken. Dazu ist die Impedanz gegen Erde zu klein und es würde eine saftige Sendeleistung erforderlich, hier ein brauchbares Signal aufzumodulieren.

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user735 11.05.2010, 23:44
@Sorbas48

Das ist mir bekannt. Habe das getestet und bin da auch nicht sicher. Wenn ich die Phasen ändere, dann habe ich nur bedingt Zugang, wenn ich keine Masse anlege.

Wir haben hier im Haus 3 getrennte Leitungen.

Vielleicht kannst Du mir das erklären... ich habe volle Bandbreite über Masse. Das andere Netz hat eine eigene Leitung und komplett auch ander Masse, während sich die anderen beiden Netze aus Drehstrom die Masse teilen.

Ich kenne mich zwar recht gut mit Netzwerken aus, aber da fehlt mir zugegeben komplett das Verständnis.

Ich weiß das hier alles geerdet ist und habe über die Heizung komplett Masse und auch über den Blitzableiter. Vielleicht ist es doch über die Phase ... da fehlt mir zugegeben völlig das logische Verständnis. Ich merke schon, ich werde alt.

Würde mich sehr freuen auf logischen und einfachen Input.

Ich verstehe schon die Einwände, habe ich auch bei mir selber. Klär mich auf .... bitte einfach ;-)

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