Wie Funktioniert das mit einem Antrag auf berufliche Reha?

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2 Antworten

Die Reha soll ja dafür sorgen, dass Dein Gesundheitszustand vollständig wiederhergestellt wird. - Wenn Du vorzeitig anfängst zu arbeiten, könnte das möglicherweise Deine Reha gefährden ... oder die Glaubwürdigkeit, dass Du eine Reha brauchst (so nach dem geflügelten Wort: "Man hat schon Pferde vor der Apotheke k0tzen gesehen ...", was in diesem Falle heißt, es gibt manchmal echt irre, wenig nachvollziehbare Entscheidungen).

Wenn Du weiteren Beratungsbedarf hast, google mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls Deiner klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Caritas, Diakonisches Werk, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Also eine berufliche Reha ist nicht mit einer Reha gleichzusetzen. Bei einer beruflichen Reha wird geschaut welche Möglichkeiten es gibt um jemanden wieder voll in das Arbeitsleben zu integrieren. Diese Maßnahme ist für Menschen gedacht, die in ihrem Lehrberuf oder ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten können.

Und solange ich mir als Teilzeit oder Minijob was suche, was nicht in mein altes Berufsfeld passt, denke ich nicht das meine Glaubwürdigkeit darunter leidet....

Ich meine es kann doch keiner von mir verlangen das ich jetzt selenruhig zu hause hocke und die Zeit ins Land streichen lasse. Ich bin jetzt nicht mehr so jung, dazu kommt es das ich es nicht gewohnt bin so lange Zeit nichts zu tun und was noch dazu kommt das mir langsam auch echt das Geld knapp wird. Denn das Krankengeld ist jetzt nicht so viel und die Kosten für Krankenhaus, Medikamente und Therapien sind trotzdem da und müssen bezahlt werden. Und nein, ich bekomme keine Zuschüsse oder Ermäßigungen. Die Krankenkasse war so nett und hat mir das Geld für das Krankenhaus solange gestundet bis ich wieder mehr Geldmittel zur Verfügung habe. Nur der Rest ist da und muß bezahlt werden.

Ich war heute bei der Caritas (übrigens danke für den Tip) hier bei uns um die Ecke und die haben mich in dem was ich vor habe bestätigt. Ich sollte nochmal mit der AA Rücksprache halten ob das negative Konsequenzen hat und das wurde mir verneint. Mit der Betonung darauf, das ich darauf achten muß, das ich nichts tue was in irgendeiner Form ansatzweise an meinen ursprünglichen Beruf angrenzt.

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@ChefHeftig

Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Es ist immer gut, etwas dazuzulernen.

Hier meine Hinweise

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Die Begleitung kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Frag auch bei der Caritas, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall empfehlenswert.

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@ChefHeftig

Du schreibst ja, dass Du nach dem 30.9. ALG II (auch Hartz IV genannt) beantragen musst.

Falls Du eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben sollst, nimm sie mit nach Hause - unterschreibe sie keinesfalls dort!!!

Hör Dir auf YouTube die hervorragende Information zu Eingliederungsvereinbarungen von einer Fachfrau an:

Eingliederungsvereinbarung 1

Es sind sieben kleine Teile. Ist ein Teil zu Ende, kannst Du den Folgeteil direkt auf Youtube oben rechts neben dem Video anklicken.

http://www.youtube.com/watch?v=msOcuQYUGQM

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@ChefHeftig

So zur Untätigkeit verdammt zu sein, macht Dir ja sehr zu schaffen. (So geht es den meisten Arbeitslosen, auch wenn die Medien imnmer gern etwas anderes schildern.) - Google mal mit

ehrenamtbörse

und schau, ob vielleicht etwas für Dich dabei ist, wo Du Dich und Deine Fähigkeiten einbringen kannst und so auch sinnvollen Kontakt zu anderen hast.

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Bin zwar keine Fachmann in diesem Bereich des Sozialrechts, aber ich vermute mal, dass sich ein solcher Job grundsätzlich negativ auf deine Reha-Chancen auswirkt.

ICH würde die zwei Monate abwarten.

Es geht hier nicht nur um 2 Monate. In 2 Monaten kann ich mit einem Beratungstermin rechnen. Der Ratenschwanz der dann noch folgt ist nicht abzusehen.

Und mit den 2 Monaten die ich jetzt noch warten muß bin ich dann insgsammt ein Jahr zu hause und ganz ehrlich... Das macht mich echt langsam Depressiv.

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