Wie funktioniert das mit der Zuzahlungsbefreiung (Krankenkasse) wenn man familienversichert ist?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

zunächst ist zu prüfen, wer alles im Haushalt lebt: Ehegatten werden immer zusammenbeurteilt und alle Kinder unter 18 Jahren und alle familienversicheeten Kinder. Dann werden die Bruttoeinnahmen aller zu berücksichtigenden Angehörigen addiert. Wenn es mehr als eine Person ist, wird noch ein Freibetrag pro Angehörigen abgezogen (ca. 4000 Euro). Wenn eine der zu berücksichtifenden Personen chronisch krank ist, gilt für die ganze Familie die 1%-Regelung. Zur Prüfung, ob die Belastungsgrenze erreicht wird, werden die Zuzahlungen aller zu berücksichtigenden Personen addiert.

Grundlage: § 62 SGB V

Teilweise haben die Krankenkassen auf ihrer Homepage auch einen Belastungsrechner.

Gruß

RHW

vielen Dank! Einen Rechner gibt es auf der homepage meiner KK leider nicht (oder bin ich zu böd ihn zu finden^^) Wir sind nur 2 Personen, meine Mutter verdient, ich nicht. (unterhalt zählt ja nicht)

D.h. angenommen wir reden hier von 25.000€ brutto ihm Jahr, kann ich 4000€ für mich abziehen und wir beide müssten dann zusammen 210€ im Jahr erreichen? Das geht ja noch^^

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@Siraaa

ich revidiere meine aussage...den rechner habe ich doch gefunden, gebracht hat er mir nix, weil man sich iwie registrieren muss...das funktioniert aber net :-(

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@Siraaa

Wenn nur 2 Personen im Haushalt leben, können für den 1. Angehörigen 4599 Euro abgezogen werden. Der Unterhalt (vom Vater oder Ex-Mann oder ...) zählt aber zu den Einnahmen!

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@RHWWW

zählt der unterhalt vom vater generell bei der berechnung, oder nur wenn es um ein fam. versicherung geht. Denn als ich als Azubi versichert war, hat es die Krankenkasse weder interessiert, was ich von meinem vater bekomme, noch, dass ich berufausbildungsbeihilfe bekommen :-O

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@Siraaa

Bei der Berechnung der Belastungsgrenze für die Zuzahlungsbefreiung zählt der Unterhalt vom Vater zu den Einnahmen. Bei der Prüfung der Einkommensgrenze für die Familienversicherung (§ 10 SGB V)zählen der Unterhalt und die Berufsausbildungsbeihilfe nicht zu den anrechenbaren Einkünften.

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Die Krankenversicherung bezieht sich stets auf eine konkrete Person. Beitragsfreie Mitversicherung im Rahmen der Familienversicherung bei Erfüllung der Kriterien macht hier keinen Unterschied. Die (ohne eigenen Beitrag) hier mitversicherte Person behält ihren Status einer Zuzahlungs-Befreiung vollends.

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