Wie funktioniert das mit der Mietminderung?

6 Antworten

Eine Mietminderung gilt immer erst ab dem Zeitpunkt an dem sie ausgesprochen wird. Sie gilt nicht rückwirkend. Einen Anspruch auf Entschädigung hast du also nicht.

Um die Mietminderung in die Wege zu leiten, musst du deinen Vermieter/Hausverwaltung nachweislich (am besten mit Einwurf-Einschrieben) mit einer ausreichenden Frist (2 - 4 Wochen) zur Beseitigung der Mängel auffordern. In diesem Schreiben "drohst" du dann auch gleich die Mietminderung an, wenn nichts passieren sollte. Passende Vorlagen für solch eine Schreiben findet man im Internet.

Die schwierigere Frage ist, wie viel Prozent von der Miete du mindern solltest. Da scheiden sich die Geister. Persönlich würde ich bei undichten Fenstern nicht mehr als 10% mindern. Hier wäre der Rat eine Anwalts oder des Mieterbundes wohl doch eher zu empfehlen. Da du Student bist, würdest du wahrscheinlich einen Beratungsschein erhalten und könntest damit auch zum Rechtsanwalt. (http://www.bafoeg-aktuell.de/recht/beratungshilfe.html)

Wichtig: Eine Mietminderung bedarf nicht der Zustimmung des Vermieters.

Das geminderte Geld solltes du allerdings nicht ausgeben, sondern sicher zur Seite legen. Wenn es zum Rechtsstreit kommen sollte und das Gericht entscheidet deine Mietminderung sei unangemessen gewesen, hast du das Geld gleich zur Hand um die Schulden auszugleichen. 

Alternativ gibt es noch die Ersatzvornahme. Das würde ich aber wirklich nur in Absprache mit einem Anwalt machen. https://www.bmgev.de/mietrecht/tipps-a-z/artikel/ersatzvornahme.html

das ist im mietrecht so verankert, dass du dem vermieter eine angemessene frist einräumen musst in der er die schäden beheben kann.

aber wie hier bereits empfohlen, ist es das beste sich qualifizierten rat bei einem mieterschutzbund zu holen, du kannst dort mitglied werden und gleichzeitig eine mieterrechtschutz versicherung mit abschliessen. wenn die aufnahmefrist (meist so ca. 3 monate) abgelaufen ist, kannst du aktiv werden.

der mieterschutz gibt dir brieftexte in die hand , die formaljuristisch abgesichert sind. ausserdem informieren diese dich auch über die fristen die du setzen kannst und über die prozentsätze , die du abziehen kannst.

viele mietervereine schreiben diese briefe auch für ihre mitglieder . mach dich da mal schlau, das lohnt sich.

Das glaube ich dir gerne, aber diese Schreiben kann ich bestimmt auch selber aufsetzen. Ich denke das wäre nicht verkehrt selbst zu machen. Man lernt noch dabei was. Immer zu jemanden anders zu rennen kostet auf Dauer nur Geld. Und die Groß/Kleinschreibung zu beachten ist auch nicht verkehrt. Wäre doch schade wenn wir immer weiter verblöden.

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Schreibe einen Brief an Deine Hausverwaltung ( diese ist für Dich zuständig )und beschreibe die in der Wohnung bestehenden Mängel.Bitte um Klärung und Beseitigung dieser Mängel.Fordere höfflich eine Antwort auf Deinen Brief ein.Am besten Kopie machen.

Reagiert Deine Verwaltung nicht, den selben Brief per Einschreiben/Rückschein senden.Somit hast Du einen Nachweiss das er den Brief bekommen hat.

Erst jetzt kannst Du tätig werden:Setze Deiner Verwaltung eine angemessene Frist /ebenfall´s schriftlich )die Mängel zu beseitigen und kündige gegef.eine Mietminderung ab z.b. 01.01.2017 mit  5 % an.

Wie hoch eine Minderung der Mietsache ausfallen darf das erfährst Du z.b beim DMB.

Willst Du dem allen aus dem Weg gehen kündige und such Dir was neues.

LG

kein Fernseh-Empfang : Mietminderung?

Ich habe seit heute früh keinen TV-Empfang mehr. die Hausverwaltung weist alle Schuld von sich und sagt, ich solle meine Vermieterin informieren. auch meine Klingel und die Sprechanlage ist defrekt, wir haben für 28 Mietparteien nur 2 normale Mülltonnen, aber 10 ( !!!! ) für Papier/Pappe. im Hof stapelt sich der Müll, meine Fenster sind undicht, Bodenkälte und noch mehr Mietmängel. mein Rechtsanwalt ( bin Mitglied im Mieterverein ) hat meine Vermieterin bereits angeschrieben, aber sie ignoriert jeden Brief ( sie ist selbst Rechtsanwältin ). was kann ich nur tun ?

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marode/undichte Fenster

Hallo, wir sind eine 3er WG und wohnen in einem Altbau. Wir haben 4 Zimmer, + Küche und ein Badezimmer. Küche, Badezimmer und 2 der 4 Zimmer gehen zur Hofseite hinaus. Dies ist vermutlich auch die "Wetterseite", da die Fenster auf dieser Seite des Gebäudes besonders marode sind (Auf der anderen Seite des Gebäudes sind die Fenster noch ganz in ordnung). In der Küche haben wir unter dem Fenster einen kleinen Schrank, der aus dem Mauerwerk hervorragt. Zwischen dem Fenster und diesem Schrank scheint eine undichte Stelle zu sein, da es dort bei starkem Regen durchtropft und sich dadurch im Schrank Schimmel bildet. Im Bad ist das Fenster so marode und verzogen, dass es sich im Winter bei minusgraden nicht mehr richtig schließen lässt. Die Fenster in den beiden Wohnzimmer sind ebenfalls schon sehr marode und lassen sich kaum noch richtig schließen, bzw brökeln an allen Ecken und Enden. Wobei in dem einem Zimmer die äußere Scheibe im Winter gerissen ist und jetzt im Sommer fast komplett herausgefallen ist (Doppelfenster in beiden Zimmern). Wir haben schon oft mit der Hausverwaltung gesprochen und immer wurde uns versichert, dass etwas passieren wird. Bis jetzt hat sich seit einem halben Jahr nichts getan, außer das die betroffenen Fenster einmal von einer Tischlerfirma ausgemessen wurden und uns versprochen wurde, das diese Mängel vor Wintereinbruch beseitigt werden. Letzten Monat hatten wir bereits einen Brief geschrieben in dem wir nocheinmal auf die Mängel hingewiesen haben und gebeten haben, diese bis Mitte November zu beseitigen. In diesem Schreiben haben wir auch angedroht bei nichteinhalten dieser Frist einen angemessenen Teil der Miete einzubehalten. Und jetzt zu meiner Frage, ich habe schon ein bisschen recherchiert und gelesen das man bei undichten und maroden Fenstern 10% der Miete einbehalten kann. Kann man aber diese 10% noch "aufstocken" auf 15-20%, da nicht nur ein Fenster in einem Raum, sondern mehrere Fenster in mehreren Räumen betroffen sind?

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Wir wohen in einem sanierten Altbau mit 20 Jahre alten Kuststofffenster. Erstens haben wir das Problem, dass wir uns totheizen, bei momentanen Temperaturen die noch nichtmal im Minusbereich liegen und zum Zweiten hat man wenn man in Fensternähe steht oder sitzt, permanent das Gefühl es zieht. Zum Beispiel friert man bei 22 Grad Raumtemperatur, wenn man auf der Couch sitzt (Fenster direkt dahinter). Im Zimmer unserer neun Monate alten Tochter steht die Heizung auf höchster Stufe, aber mehr als 20 Grad bekommt man nicht (und das nur, wenn man die Thermorollos ganztägig untern lässt; sind sie oben bekommt man maximal 18-19 Grad hin). Wr haben hier auch trotz korrektem Heiz- und Lüftverhalten ständig Kondenswasser an den Fenstern und Pfützen, die ich wegwischen muss. Musste auch schon Schimmel entfernen. Der Hausverwalter (macht häufig Probleme) war nun heute da und hat die Luftfeuchtigkeit gemessen. Die war mit 51% super. Ausgerechnet heute, war nun mal kein Kondenswasser an den Fenstern. Er hat dann noch mit irgendeinem Gerät gemessen und gemeint, alle Fenster wären dicht. Aber wir bilden uns den Luftzug doch nicht ein und auch das Kondenswasser ist sonst auch immer da. Wo könnte das Problem denn noch liegen? Der Verwalter hat natürlich nun gesagt, er könne uns nicht weiterhelfen, da er keine Probleme erkennen kann und uns mehr oder weniger vorgeworfen, wir hätten das erfunden.

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