Wie funktioniert das mit dem Umsatzsteuervorabzug?

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3 Antworten

Wenn Du im Monat 5.000,- umsatz machst, dann schlägst Du 950,- Euro umsatzsteuer drauf. So wie ich z. B. bei Beratungen netto 1.000,- + 19 % = 1.190,-.

Diese Umsatzsteuer ist bei mir eine Art durchlaufender Posten, weil ich die an das finanzamt abführen muss.

Aber es gibt noch den Vorsteuerabzug. Also wenn ich für 100,- Euro Netto Bürobedarf kaufe, dann schlägt mir der Händler ja auch 19,- euro steuer drauf. die darf ich abziehen, also von den 950,- des Monats , bleiben nur noch 931,- abzuziehen.

Wenn ich aber eine Investition habe, also mir z. B. als Betriebswagen BMW i3 kaufe 41.650,- inkl. Steuer, dann kann ich die enthaltenen 6.650,- Vorsteuer von den 950,- Abziehen udn bekomme in dem Monat sogar 5.700,- vom Finanzamt überwiesen.

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Kommentar von aloiskredo
24.06.2016, 18:35

Danke für die Antwort! Ich dachte man kann einfach den ganzen Betrag abziehen, und nicht nur die 19% Steuern...

Den Rest zieht man ja vom Umsatz ab, und nur was dann noch übrig bleibt muss man als Einkommen versteuern, oder?

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Solltest Du 2.000,-€ Umsatzsteuer von Deinem Kunden erhalten so musst Du diese an das Finanzamt überweisen.

Du kannst diese natürlich investieren jedoch muss man sich immer im Klaren sein, das erhaltene Umsatzsteuer niemals eigenes Geld ist.

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Kommentar von aloiskredo
24.06.2016, 18:18

Aber wenn ich vorabzugsberechtigt bin dann darf ich die doch ausgeben, für alles was mit dem Betrieb zu tun hat oder nicht?

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Es ist grausam, wie unbeholfen viele Leute, mit der Mehrwertsteuer umgehen.

Dabei ist das extrem einfach ... wenn eine Firma (auf ihre Einkäufe) Mehrwertsteuer bezahlt und auf ihren Rechnungen Mehrwertsteuer berechnet, dann muss sie  die Mehrwertsteuer, die sie ihren Kunden berechnet, an den Staat abführen. Dies abzüglich der Mehrwertsteuer, die sie schon (bei den Einkäufen) bezahlt hat.

Beispiel: Du hast für 119 Euro etwas eingekauft (davon sind 19 Euro Mehrwertsteuer) und Du hast Rechnungen in Höhe von 238 Euro (inclusive 19 % Mehrwertsteuer = 38 Euro) ausgestellt.

Dann hast Du 19 Euro Mehrwertsteuer, schon beim Einkauf bezahlt und musst nur noch 19 Euro (= 38 Euro weniger die bezahlten 19 Euro) an das Finanzamt abführen.

Wenn Du mehr Mehrwertsteuer bezaht hast, wie Du eingenommen hast, kannst Du die zuviel bezahlte Mehrwertsteuer, entweder zurückverlangen, oder als Vorschuss, für später zu bezahlende MwSt abrechnen. 

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Kommentar von aloiskredo
24.06.2016, 19:18

Also das heißt wenn ich als Freiberufler keine/ sehr geringe Einnahmen hätte könnte ich trotzdem die Mehrwertsteuer der gekauften Investitionen zurückbekommen?

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