Wie funktioniert das "Gewöhnen an Kälte"?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Unsere Sinnesrezeptoren in der Haut für Wärme, Kälte und Berührung sind so eingestellt, dass sie vor allem auf Veränderungen reagieren und weniger die absolute Temperatur anzeigen. Sie arbeiten also „relativ“. Bekannter Versuch: linke Hand in heißes Wasser, rechte Hand in kaltes Wasser, dann beide gleichzeitig in lauwarmes Wasser! Deshalb erscheint uns nach dem Whirlpool das normale Schwimm-Becken viel kälter als vorher.

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Also, wenn unsere Sinneszellen längere Zeit der gleichen Umgebung ausgesetzt sind, adaptieren sie daran und feuern keine Signale mehr ab, d.h. sie haben sich daran „gewöhnt“ erst bei der nächsten Änderung werden sie wieder aktiv. Das ist biologisch sinnvoll, um das Nervensystem nicht mit unnützen Informationen zu belasten, Änderungen sind wichtiger!!

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Aus dem gleichen Grund spürst Du die Berührungen der Kleidung auf der Haut und der Uhr am Handgelenk nach kurzer Zeit praktisch nicht mehr, wenn die Uhr aber plötzlich weg ist.... merkt man es.

Ja, so etwas in der Richtung hatte ich erwartet. Ich war mir nur nicht sicher, ob das für so große Zeiträume wie Tage auch gilt, wenn es zum Beispiel wärmer wird, oder eben nur bei kurzzeitigen Veränderungen. Vielen Dank auch für die Beispiele und die verständliche Erklärung!

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Zusatz:

Diese Antwort gilt allerdings eher für den letzten Teil Deiner Frage, das sind relativ kurzfristige Änderungen.

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Am Anfang ging es Dir mehr um Gewöhnungen an das kalte Winterwetter, das laue Frühlings- und Herbstwetter und das heiße Sommerwetter. Hier sind langfristige Anpassungen und Umstellungen auch unseres Stoffwechsels beteiligt, so dass uns (bei gleichen Temperaturen) der Herbst kühl und der Frühling warm vorkommt, im Kontrast zur vorangegangenen Jahreszeit eben.

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@valentin301

Interessant. Meine Sinneszellen verweigern sich bei der Kälte der Adaption und feuern munter Signale ab. :-( Ist mein Stoffwechsel dran schuld?

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@aurata

Ich vergaß zu erwähnen: für Frauen gelten andere Gesetze, die frieren immer. Ihre Kälterezeptoren sind unter etwa 30 Grad daueraktiviert.

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Wow, das ist ja mal interessant! DH!

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Man kann sich tatsächlich an Kälte angewöhnen. Siehe die Eisbader. Es gibt Kältekammern für Rheumakranke oder für Leute die an den Bandscheiben erkrankt sind. Dort geht man durch 3 Kammern (1 mit - 10°, 1 mit - 55° und 1 mit -110 °). Man bleibt in jeder Kammer etwa 3 Minuten und gewöhnt sich an die Kälte. Würden die Menschen wieder nackig laufen wie in der Steinzeit, würden die Leute wieder Fell bekommen und täten sich daran gewöhnen.

ich weiß nicht, aber ich nutz den effekt immer beim schwimmen aus. Zuerst eiskalt abduschen und dann in den Pool springen :) da is das Wasser schon bei 22°C "warm" ;)

Jo, das kenn ich. Aber meistens überwinde ich mich nicht zum Kaltduschen:-). Darum sind dann auch die 22°C Wassertemperatur am Anfang eher kühl..^^

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