Wie funktioniert das genau mit der Heizungsabrechnung?

7 Antworten

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Sind an deinen Heizkörpern Messgeräte um den Verbrauch abzulesen?

Die Heizkosten werden aufgeteilt in Grund- und Verbrauchskosten. Das müsste im MV festgelegt sein, entweder 30% Grund- und 70% Verbrauchskosten oder 50/50%.

Die Grundkosten werden durch die gesamten qm aller Wohnungen geteilt, daraus ergibt sich ein Betrag pro qm , der mit den qm deiner Wohnung multipliziert wird.

Bei den Verbrauchskosten wird der Betrag durch die gesamten abgelesenen Einheiten geteilt und mal den deinen malgenommen.

Alle anderen Posten laufen über qm, Wohneinheit oder Person, je nachdem was in deinem MV vereinbart ist.

Es gibt keine Heizkörper, da Fußbodenheizung.

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@guterwolf

Hier wird der Verbrauch sicher über Wärmemengenzähler gemessen. Die Berechnung erfolgt analog wie bei Heizkostenverteilern. Sollte in einem Zweifamilienhaus (als Beispiel) nicht gemessen werden, ist für den Mieter die Summe der Heizkosten um 15% zu kürzen.

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Eine Fußbodenheizung kann nur über Wärmezähler fasst werden. Für jede Wohnung muss so ein Gerät installiert werden. Es befindet sich oft in Verteilerkästen innerhalb der Wohnung, manchmal auch im Heizungsraum. Der Verbrauch wird in kWh angezeigt. Der Vermieter ermittelt die Kosten, die innerhalb eines Jahres angefallen sind. Das sind vor allem die Brennstoffkosten, aber auch Heizungswartung und Kaminkehrer. Von diesen Kosten werden 30-50 %, je nach Festlegung, über die qm verteilt, Die restlichen Kosten werden durch die erfassten kWh im gesamten Haus geteilt, so erhält man einen Wert pro kWh. Der wird wiederum mit den selbst verbrauchten kWh multipliziert. Das ist dann der Verbrauch der Wohnung in Euro.

Danke. Das ist sehr hilfreich!

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Sie zahlen nicht Vorauszahlungen weil es eine Zentralheizung gibt, sondern weil Nebenkosten separat der Kaltmiete anfallen. Da niemand weiß wie hoch genau diese am Ende für Mieter sind, zahlen Mieter erst einmal eine monatliche Vorauszahlung, die dem ungefähren Verbrauch für die jeweilige Wohnung entspricht. Nach Ende des Abrechnungszeitraumes wird der Verbrauch abgelesen und abgerechnet. Die Vorauszahlungen werden dabei mit den tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet. War die Vorauszahlung zu niedrig, muss der Mieter nachzahlen, war sie zu hoch, bekommt der Mieter Geld wieder. Ganz einfach.

In diesem Fall sind die Heizkosten als seperate Nebenkosten aufgeführt. Diese sind zusätzlich zu der Kaltmiete und den anderen Nebenkosten als Pauschalvorausleistung an den Vermieter abzuführen. Es gibt natürliche ine seperate Abrechnung der Heizkosten, die nichts mit den anderen Betriebskosten zu tun hat.

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@Uschi2011

Meine Erklärung war darauf abgezielt und für den Fall passend. Wo liegt denn jetzt noch Ihr Problem?

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@Padri

Niergends. Alles klar! Danke. War nur eine zusätzliche Erklärung1

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