Wie funktioniert das Eigentümerrecht und Wie setze ich mich durch?

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3 Antworten

ich verstehe dein problem nicht. nach deiner angabe gehören 9 eigentümer zur gemeinschaft. somit ist entscheidend wie die anderen abstimmen. wenn unter den 9 parteien die mehrheit für eine rücklagenerhöhung ist, dann habt ihr euer interesse durchgesetzt.

egal wie die entscheidung ausfällt (rücklagenerhöhung oder sonderumlage bei bedarf), eine klage dagegen ist hirnrissig. nur das akzeptieren der mehrheitsentscheidung macht sinn. falls euch das ansparen so wichtig ist, könntet ihr für euch selbst die zusätzlichen 55€ pro monat ansparen.

natürlich will niemand irgendein viechereiunternehmen in seinem wohnhaus haben. ein haustier ist etwas normales, aber viecherbetreuung geht anderen auf den wecker.

annokrat

Was ist denn üblich bzw. Besser... Sonderumlagen oder einfach sich den Rücklagenerhöhung zu beugen. Bisher sind die anderen Häuser mehr von Reperatur betroffen als unser Haus. Moment bilden wir einfach nicht ausreichend Rücklagen. 

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@Banke

höhere rücklagen führen zu weniger freiem geld pro monat. die 55€, die du in die rücklagen gibst, kannst du nicht mehr versaufen.

deshalb sind viele daran interessiert wenig rücklage zu zahlen und stattdessen situationsbedingt sonderzahlungen zu leisten. käme jetzt eine hohe reparatur auf euch zu, z.b. 100.000€, dann würden bei aktueller zinslage, viele ihren kompletten anteil lieber von der bank als kredit holen. das könnte, zumindest zur zeit, sinn machen. ausserdem wird dann das geld nicht für eine fiktive reparatur, die doch nicht kommt oder erst in 10 jahren, unnötig gebunkert, sondern nur ausgegeben wenn tatsächlich eine hohe reparatur ansteht. weiss ich, ob ich noch in 10 jahren lebe? sollen sich meine erben um die reparatur kümmern.

ohnehin würde es jahre dauern auch bei der erhöhten rücklage bis die 100.000 zusammen gekommen wären. sofern ihr das gebäude mit monatlich 70€ rücklage für jeden sinnvoll bewirtschaften könnt, langen die 70€.

annokrat

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@annokrat

So jemand fehlt mir hier vor Ort, klare Ansagen wenig rumeiern... Danke für deine Meinung💛

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Zum Glück sieht das die herrschende Meinung total anders. Zudem gibt es viele ET, die banktechnisch wegen Basel III u.a.  gar keine Kredite bekommen dürfen. Also bitte!

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@schleudermaxe

siehe ggf. Deckert:

Die Höhe der Rücklage muss so bemessen sein, dass bei Bedarf genügend Mittel zur Verfügung stehen.

Zwar gibt es mehrere Berechnungsmethoden,
doch hängt es stark vom Einzelfall (z. B. Alter und Zustand des Objekts) ab, wie die Rücklage zu bemessen ist. Hilfreich ist eine mittelfristige Instandhaltungsplanung, damit größerer Finanzbedarf möglichst frühzeitig vorhersehbar ist.

Sonderumlage bei Bedarf kann Ausfälle bedeuten und somit die Baumaßnahme gefährden!

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@schleudermaxe

erstens ist niemand gezwungen einen kredit aufzunehmen und

zweitens wird jemand, der keinen kredit bekommt auch kein geld für eine höhere rücklagenzahlung haben.

wenn einem eigentümer das wasser bis zum hals steht, ist die k4ck3 sowieso schon am dampfen. davon müssen wir jedoch erst mal nicht ausgehen.

zudem sind hohe kosten nur durch sonderumlage zu finanzieren, weil das ansparen in rücklagen 30 oder 40 jahre dauern könnte.

die "herrschende meinung", was immer das auch sein mag, interessiert hier nicht. es geht lediglich um die situation der gegebenen eigentümergemeinschaft.

annokrat

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@schleudermaxe

ich hatte ja geschrieben: 
sofern ihr das gebäude mit monatlich 70€ rücklage für jeden sinnvoll bewirtschaften könnt, langen die 70€.

was soviel bedeuten soll wie: "Die Höhe der Rücklage muss so bemessen sein, dass bei Bedarf genügend Mittel zur Verfügung stehen."

annokrat

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Das Stimmrecht ergibt sich aus der TE und die Rücklage nach der Pfeiferschen Formel und davon abweichende Mehrheiten sind eben leider Mehrheiten. Das kennt und weiß auch jeder Eigentümer schon vor dem Kauf. Für das Sondereigentum kann eine WEG keine Hausordnung erstellen. So eine Potenz haben die Eigentümer nicht.

Nachsatz:

Pflegestelle wird wohl nichts; es sei denn, es ist in der Teilungserklärung ausdrücklich so erlaubt.

Oft bei uns: .... zu Wohnzwecken!

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Bei Angelegenheiten was die ETG betreffen ist grundsätzlich der Mehrheitsbeschluss maßgebend. Für eine Haltung einer Katze in der eigenen Wohnung kann niemand Einspruch erheben (sofern niemand belästigt wird) Bei uns haben viele Eigentümer Tiere in ihren Wohnungen!

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