Wie funktioniert das eigentlich mit der Rente?

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11 Antworten

@Pyrexe,

man sollte sich auf jeden Fall nicht nur auf die gesetzliche Rente verlassen, sondern auch in einen Altersvorsorge-Vertrag einzahlen.

Ob dafür dann eine Rentenversicherung sinnvoll ist, oder man eher in einen Investmentvertrag einzahlen sollte, kann dir nur ein Versicherungsvermittler/Anlageberater vor Ort erklären.

Außerdem sollte man auch andere Anlagemöglichkeiten nicht außer acht lassen, wie z.B. den späteren Kauf von Immobilien um diese dann zu vermieten.

Auch die Riesterrente, bzw. Basisrente (Rürup) ist eine Option.

Oder auch, wenn du später als Arbeitnehmer tätig bist, eine betriebliche Altersversorgung (steuerbegünstigt und der Arbeitgeber beteiligt sich an den Beiträgen).

Nur dies hier alles aufzuschreiben ist nicht möglich, und teilweise auch nicht erlaubt.

Gruß Apolon

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Die Rente ist nur ein Teil des gesamten "Lebenspaketes".

Die wichtigste Quelle von Wohlstand ist im Normalfall Deine Arbeitskraft. Und die hängt von Deiner Gesundheit und die Bezahlung besonders von Deiner Ausbildung ab.

Also in jungen Jahren sollte man über einer Absicherung nachdenken die einspringt wenn des mit der Gesundheit hapert - also z.B. in Form einer Berufsunfähigkeitsabsicherung.

Jede Investition von Zeit und Geld in Aus- und Weiterbildung bringt am Start auch mehr als das Geld für die nächsten 50 Jahre zu bunkern.

Dann stellt sich die Frage nach der Lebensplanung. 

Wenn man ein sesshafter Typ ist könnte man auch über Wohnungseigentum nachdenken. Das kann man während der Arbeitsphase gut nutzen, die Abhängigkeit von Miete sinkt und im Alter ist das normalerweise abbezahlt und die Belastung durch Miete sinkt gewaltig. Mal abgesehen von Lebensqualität.

Aber jede Geldanlage, egal ob in Ausbildung, gesetzliche Rente, zusätzliche Altersvorsorge oder Eigenheim hat ihre eigenen Risiken und Nebenwirkungen.

Es gibt für alles ein Pro und Contra und langsam wird meine Antwort lang.

Hier ein paar Schlaglichter - so als Denkanstoß. Du musst halt genauer Deine persönlichen Neigungen, Wünsche, Möglichkeiten abwägen.

In Ausbildung: Bring nix wenn Du krank wirst - war dann verschwendet.

In gesetzl. Rente: Am Ende des Tages bestimmt nicht Du sondern der Gesetzgeber was raus kommt, auch hier kann das Krankheitsrisiko zuschlagen.

In zusätliche Altervorsorge: Von sicherr mit wenig Zins und unsicher mit höhreren Risiken und Chancen ist alles möglich. Also eine richtig falsche Entscheidung und plötzlich ist nichts mehr da.

In Eigenheim: Wenn Du in einer Notphase verkaufen musst (Scheidung, schlechte Wirtschaftslage) sind Verluste möglich. Wenn Du eine Schrottimmobilie kaufst wirst Du auch nicht fron.


Und dann gibt es jede Menge Pros für alles.


Bist Du plötzlich zu einem Job und Geld gekommen - oder quält Dich nur die Langeweile um mal zu sehen was so für Antworten kommen?


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Man kann zwar "freiwillige Beiträge" entrichten, aber in deinem Fall wäre das Unsinn.

Sobald du in einer Berufsausbildung bist, bist du pflichtversichert. Dieser Status ist vor allem wichtig, wenn du vorzeitig auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen wärst. 

Freiwillige Beiträge würde da gar nichts bringen.

Was man "immer hört" ist zum allergrößten Teil reiner Müll.

Die Altersabsicherung im deutschen Modell ist immer noch mit das beste System, auf der ganzen Welt. Fast alle Staaten beneiden Deutschland dafür.

Was denkst du, warum fast 90 % der "Flüchtlinge" nach Deutschland will?

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Kommentar von Pedda1981
08.08.2017, 14:43

Was spricht denn gegen eine zusätzliche private Altersvorsorge?

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Kommentar von Apolon
09.08.2017, 08:59

Die Altersabsicherung im deutschen Modell ist immer noch mit das beste System, auf der ganzen Welt. Fast alle Staaten beneiden Deutschland dafür.

Ob dies in 45 Jahren immer noch so ist, wenn der TE in Rente geht, möchte ich bezweifeln.

Dann wird niemand mehr von den wenigen Kröten leben können, ohne eigene Vorsorge getroffen zu haben.

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In die gesetzliche Rente zahlst du automatisch ein, sobald du als Angestellter Geld verdienst.

Daneben solltest du dir über eine zusätzliche private Altersvorsorge Gedanken machen. Welche für dich in Frage kommst, solltest du im Zweifel mit einem Berater ausmachen. Da gibt es viele Möglichkeiten.

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Wie schon gesagt wurde, kann man nicht nur von der Rente ausgehen, sondern benötigt ein Gesamtpaket, das neben betrieblicher und privater Altersvorsorge auch gesundheitliche Aspekte einbezieht (insbes. eine evtl. Berufsunfähigkeit abzusichern). Zur Altersvorsorge kann auch das Ansparen von Immobilienbesitz gerechnet werden, je nach Lebensplanung und Flexibilität. Letztlich wirst du dich mehrfach beraten lassen müssen, dich dann v.a. selbst einlesen und schlau machen, um dann für dich ganz persönlich gute Entscheidungen treffen zu können.

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Es ist gut, dass Du Dir bereits in jungen Jahren Gedanken darüber machst! In die gesetzliche Rentenversicherung zahlt automatisch jeder Arbeitnehmer ein (Ausnahme: Beamte uns unsere Regierungschefs) was sowieso schon mal nicht richtig ist in einer Solidargemeinschaft, aber das steht auf einem anderen Blatt Papier. Also Dein Arbeitgeber führt von Deinem Einkommen die Beiträge für die Sozialversicherungen ab. Damit hast Du gar nichts zu tun!

Unabhängig davon rate ich Dir dringend rechtzeitig an eine private Altersvorsorge zu denken; denn so wie derzeit unser Rentensystem funktioniert, wird das was zu eines Tages als Rente von der gesetzlichen Rentenversicherung beziehst nic ht zum Leben und nicht zum Sterben reichen! Ich spreche da aus eigener Erfahrung! Da Du noch sehr jung bist, würde ein kleiner monatlicher Beitrag reichen, um eine private Zusatzversicherung abzuschließen! Laß Dich da mal von einem Fachmann beraten! Die sogenannte "Riesterrente" hat sich leider als Flop erwiesen! Hieran verdienen vor allem die Versicherungskonzerne!

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Kommentar von Apolon
09.08.2017, 08:43

Die sogenannte "Riesterrente" hat sich leider als Flop erwiesen! Hieran verdienen vor allem die Versicherungskonzerne!

Was so pauschal, völliger Blödsinn ist.

Könnte sein, dass dir nicht bekannt ist, dass der VN nicht nur eine Zulage erhält, sondern darüber hinaus auch noch eine Erstattung der Einkommenssteuer.

Und auch diese Erstattung muss man bei der Berechnung der Rendite berücksichtigen.

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Kommentar von Detlef32
09.08.2017, 10:14

Pauschalaussagen wie "Riesterrente ist Flop" bringt keinen weiter und ist auch sachlich nicht richtig.

Jedes Finanzprodukt ist mit Risiken, Chancen und Kosten versehen. Und Riester hat keine Risiken (jedenfalls auf die Dauer zu sehen). Die Kosten sind höher als bei anderen Geldanlagen aber dafür gibt es halt auch steuerliche Vorteile und Prämien. Aber leider sind dafür ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand sowohl beim Kunden als auch beim Anbieter notwendig. Und die Chancen sind je nach Vertragsart. 

Und lass Dich mal vom Fachmann beraten ist fein und richtig. Aber vorher sollte man seine Hausaufgaben machen und sich neutral im Netz oder so informieren damit man nicht auf einen rein fällt der sich zwar als Fachmann ausgibt aber nur die eigenen Provisionsinteressen im Kopf hat.

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Für dich wäre  zuerst einmal wichtig deine Arbeitskraft abzusichern. Dafür braucht man ein Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn du nicht mehr zu Hause lebst und selbst verdienst, brauchst du auch eine Privathaftpflichtversicherung. 

Wenn du dann noch Geld übrig hast, wäre ein Aktienfondssparplan die flexibelste und lukrativste Lösung.

Eine der besten Möglichkeiten, sein Geld zu sparen ist einen Fondssparplan mit Investmentfonds einzurichten. Bei der langen Laufzeit am besten sogar aus reinen Aktienfonds. Bei dem Sparplan sind Aktienfonds zu bevorzugen wegen der vermutlich längeren Laufzeit. Fondssparpläne gibt es bereits für eine Mindesteinzahlung ab 25 € pro Monat. Verfügbarkeit, Erhöhung, Reduzierung oder Kündigung, keine feste Laufzeit, keine Stornokosten. Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Aktienfonds sind sehr gut diversifiziert, weil sie viele Aktien im Portfolio haben. Die Anlage ist inflationsgeschützt, da Aktien Sachwerte sind und auch insolvenzgeschützt, weil Aktienfonds Sondervermögen sind. Aktienfonds schwanken, weil die Märkte volatil sind, aber das hat nichts mit Sicherheit zu tun.
Zu einem Bausparvertrag, Sparbuch, Ausbildungsversicherung oder zu ETFs würde ich nicht raten. Diese Produkte sind nicht nur unnötig sondern haben auch noch andere Nachteile

Wenn Du mit Deiner Ausbildung fertig bist, kannst du dich dann noch um weiter Bausteine für Deine Altersversorgung kümmern.

Die gesetzliche Rente wird es noch geben, aber dir sicher nicht ausreichen.


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Die Rente ist in Deutschland ein Dreisäulenmodell:

1. Die gesetzliche Rente - Diese zahlst du automatisch über dein Bruttoeinkommen ein. Die Höhe ist abhängig von deinem Bruttoverdienst

2. Die Betriebsrente - Du kannst mit deinem Arbeitgeber eine Betriebsrentenmodell vereinbaren. Da kann eine bestimmte Summe jeden Monat eingezahlt werden (zum Beispiel als Vermögenswirksame Leistung)

3. Die private Altersvorsorge - Die kannst du zum Beispiel über deine Bank laufen lassen. Auch hier kann ein monaticher Fixbetrag vereinbart werden.

Zusätzlich kannst du auch noch ein Sparbuch/Sparkonto oder ähnliches einrichten und dir dort regelmäßig oder unregelmäßig Beträge in beliebiger höhe einzahlen.

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Wenn Du was für Deine Altersvorsorge machen willst, dann müsstest Du Privatvorsorge treffen. 

Im Augenblick ist es echt nicht leicht, da eine vernünftige Rendite zu erzielen.

Ganz schwieriger Augenblick und Dein Kreditinstitut will Dir mit Sicherheit hauseigene Produkte verkaufen. Also alles gut überdenken, ehe Du etwas abschließt!

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wenn du privat bspw. mit einer riesterrente vorsorgen willst,dann geh zu deiner bank und lass dich dort beraten. in die gesetzliche kannste nicht einzahlen, wenn du gar nicht arbeitest...

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Kommentar von Apolon
09.08.2017, 08:55

Toller Hinweis,

und dein Auto kaufst du beim Aldi,

und den Fernseher beim Bäcker.

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Hallo Pyrexe,

Sie schreiben:

Wie funktioniert das eigentlich mit der Rente?

Wie funktioniert das mit der Rente ?

Ich bin 19 und überlege so früh wie möglich einzuzahlen. Selbst wenn ich mit kleineren Beiträgen anfange und mich dann in einem Jahr durch die Ausbildung steiger... es wär doch gut, wenn man es jetzt macht oder nicht ?

Doch wie sieht das ganze aus ? Ab 20 würde ich gerne einzahlen.

Antwort:

Zuerst gilt es, das jederzeit präsente Risiko der Berufsunfähigkeit in den Griff zu bekommen und abzusichern!

Dies geht in der Regel nur in gesundem Zustand und je früher Sie damit anfangen, desto niedriger sind die Kosten!

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

Unter folgendem Link finden Sie eine sehr gute Einführung in die Altersvorsorge:

http://www.finanztip.de/altersvorsorge/

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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