Wie fühlt es sich an zu sterben?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Meinst Du jetzt das Sterben an sich oder das was nach dem Sterben kommt? Ich würde schon dazwischen unterscheiden, was die Phase betrifft, die bei vollem Bewusstsein geschieht, während auch dem Erlebnis nach das Bewusstsein mit dem Körper verbunden ist, und dem, was danach kommt.

Die erste Phase ist vermutlich die, wo, abhängig von der eintretenden Todesart, mehr oder weniger Schmerzen verschiedener Art auftreten - vielleicht gibt es auch welche, die schmerzfrei sind. Das die Todesart, im Schlaf durch Altersschwäche zu sterben, schmerzfrei ist, kann ich mir durchaus vorstellen. Ebenso auch andere, wo eine Ermüdung, Schlaf und schließlich der Tod eintritt, abhängig natürlich davon, worin der Auslöser dieser Entwicklung liegt. Zum Beispiel kann man Kohlenmonoxid in seiner reinen Form nicht riechen, aber dadurch, dass es sich wesentlich besser mit dem Blut verbindet, als Sauerstoff, führt es ohne eigentliche Erstickungserscheinungen zu Müdigkeit, zur Ohnmacht bzw. Schlaf und schließlich zum Tod, sofern man nicht rechtzeitig mit reinem Sauerstoff der Kohlenmonoxidvergiftung entgegen wirkt. Wenn es kein reines Kohlenmonoxid ist, können jedoch durchaus schmerzhafte Vergiftungserscheinungen dabei sein, wie beispielsweise wenn man sich in seiner Garage bzw. mit seinem Auto selbst vergasen will (was wohl schon viele getan haben), denn ein Fahrzeug erzeugt kein reines Kohlenmonoxid, sondern auch Kohlendioxid und andere Verbrennungsprodukte, die beim Einatmen besonders in erhöhter Konzentration durchaus zu Schmerzen führen können. Schmerzen aufgrund von Verletzungen oder anders begründetem Organversagen können ebenfalls sehr intensiv sein.

Die zweite Phase, die vielleicht eintritt, ist wohl diejenige, in welcher man eine Nahtoderfahrung erlebt. Das Gehirn wird nicht mehr zuverlässig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und ebenso beginnen, die Sinnesorgane verrückt zu spielen. Dadurch kann der Eindruck einer außerkörperlichen Erfahrung, eines Lichtes am Ende eines Tunnels und sogar eine Vorstellung einer beruhigenden Umgebung und ein Wiedersehen mit lange verlorenen Personen entstehen (wenn letzteres vielleicht auch nur durch selbstsuggerierte Erinnerungen, also Erinnerungen an einen friedlichen Ort und vermisste Personen zu einem neuen Szenario zusammengebastelt wird).

Die dritte Phase ist vermutlich die, die bei ausbleibenden Lebensrettungsmaßnahmen mit dem Eintritt des eigentlichen Todes beginnt. Sie beginnt mit dem Zeitpunkt, an welchem das Gehirn keine Aktivitäten mehr aufzeigt. Das Bewusstsein hat auf die eine oder andere Art den Körper verlassen und der Körper kann auch nicht mehr wiederbelebt werden. Ob das Bewusstsein mit dem Verlassen des Körpers endet, ob es eine Wiedergeburt gibt oder ein ewiges Dasein sind alles verschiedene Glaubensansichten, selbst dahingehend, dass nach dem Tod nichts kommt, denn für alles davon gibt es keine eindeutigen Beweise. Bewiesen ist nur, dass das Bewusstsein den Körper mit dem Hirntod verlässt - nicht mehr und nicht weniger.

Von daher ist Deine Frage nur dann zu beantworten, wenn Du auf diese Antwort schreibst, welche Phase des Todes Du genau meinst und auch dann ist sie nur von jenen zu beantworten, die eine entsprechende Phase bereits durchgemacht haben. Logischerweise kann man über die letzte Phase nur dann Erfahrungen austauschen, wenn man es einerseits bereits selbst durchgemacht hat, bzw. jemand wiedergeboren wurde, der sich daran erinnern kann, wie es vorher war, und andererseits sofern es nach dem Tod entweder ein ewiges Dasein oder eine Wiedergeburt gibt. Sollte es kein Leben nach dem Tod geben, ist diese Frage nicht in Bezug auf die dritte Frage beantwortbar, bzw. dann wird gar nichts mehr empfunden, weil es dann kein Bewusstsein mehr gibt, welches etwas empfinden könnte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von marylinjackson
03.10.2016, 11:14

Die CO- Vergiftung kann sehr wohl starke Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.

1

Wie fühlt es sich an zu sterben?

Im Grunde genommen ist das ganze Leben ein Sterbeprozess, denn alles was entsteht, wird auch wieder vergehen. Da machen wir keine Ausnahme.

Wie sich der endgültige körperliche Tod anfühlt, kann niemand mehr berichten, denn es ist noch niemand lebendig zurückgekommen.

Hatte jemand schon mal eine Nahtoderfahrung?

Ja, mehrere. Für Nahtoderfahrungen gibt es heutzutage zumindest wissenschaftlich plausible Erklärungsmodelle. Mir persönlich ist dieser Stand der Wissenschaft allerdings vergleichsweise egal.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie füllt es sich an zu sterben?

Das weiss niemand, vollkommen egal ob er eine Nahtoderfahrung gemacht hat oder nicht. Wie der Name "Nahtoderfahrung" schon naheleget Stirbt man dabei nicht, es handelt sich sehr wahrscheinlich lediglich um Halluzinationen welche auftreten wenn das Gehirn nicht mehr mit genug Blut versorgt wird.

Es gibt keinen Grund in Nahtoderfahrung, ein Indiz auf ein Leben nach dem Tod oder eine mögliche Existenz Gottes zu sehen.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe diese Erfahrungen zum Glück noch nie machen müssen, aber ich denke mal, es ist, wie als ob du ohnmächtig bist, nur nie wieder aufwachst.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das allein weiß nur der Sterbende, der es allerdings stets für sich mit ins Grab nimmt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wer eine sogenannte "Nahtoderfahrung" hatte, kann dir das auch nicht sagen. Denn er ist ja offensichtlich nicht gestorben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es soll ein grandioses erlebnis sein

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das kann keiner beantworten. Selbst wenn man eine Nahtoderfahrung hatte, ist man ja eben nicht gestorben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Nahtoderfahrung" heißt doch nur, man erlebte eine Ohnmacht, aus der man wieder erwacht. Vom Ohrenrauschen und Augenflimmern wird dann berichtet.

Tote können  nichts berichten.

 Eine Sterbende verabschiedete sich mit der Feststellung: "Jetzt geht es mit mir zu Ende".

Was sie dabei erlebte, sagte sie nicht. Sie wurde bewusstlos und starb.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weiß man definitiv erst, wenn man tatsächlich gestorben ist!

Und zurückgekommen aus dem Jenseits ist noch niemand. - Insofern ist deine Frage nicht beantwortbar.

Gewisse Nahtoderfahrungen von Menschen, auch wenn sie sich im Erlebten ähneln, sind meiner Meinung nach dennoch nicht beweiskräftig. Und selber auf dieem Gebiet Erfahrung sammeln, will ich lieber nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

du siehst ein helles licht und hörst stimmen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?