Wie führt man Gespräche über Themen zu denen man nichts sagen kann?

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4 Antworten

Frei nach dem Motte: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" ist es schon mal gut nicht über Dinge zu reden, bei denen man sich unsicher ist.

Es hilft unheimlich, alltägliche Dinge anzusprechen oder nach Gemeinsamkeiten zu suchen oder das offensichtliche anzusprechen. Das findet man heraus indem man seinen Gegenüber beobachtet.

Beispiel 1 (Offensichtliche Dinge):

Du kommst in Kontakt mit einem Mann, der lange Haare hat. Dann sprich das an, denn das ist ja im Alltag der nicht so häufige Fall. "Oh, wie lange lassen Sie die denn schon wachsen?"

Oder eine Frau mit sehr hohen Schuhen: "Respekt, ich könnte damit nicht so sicher laufen wie Sie!"

Beispiel 2 (Gemeinsamkeiten):

Du kommst in Kontakt mit jemand, der ein Kleidungsstück einer Marke hat, das du auch hast.

Jemand fährt das gleiche Auto wie du "Oh so ein Zufall, sie fahren auch einen xxx. Habe ich mir vor einem Jahr auch gekauft. Sind Sie zufrieden?"

Beispiel 3 (Alltägliche Dinge):

"Man merkt zu Zeit wieder, dass es früher dunkel wird."

oder

"Bald muss man wieder Winterreifen aufziehen"

oder

"In Supermärkten gibt es schon Weihnachtsartikel, dabei habe ich letzten Sonntag noch im Garten gegrillt!"

das musst du ein wenig differenzierter sehen. wenn dein fachgebiet programmierung ist und du wirst gefragt, was du von der aktuellen familienpolitik hältst (z.b.) dann ist das etwas anderes als wenn dich jemand in einer pause eines meetings fragt: erzählen sie mal: sie haben gesagt, sie haben mal in berlin gewohnt? letzteres ist eine persönliche frage, und wer nicht extrovertiert ist, der kann außer ja , hab ich, nicht viel sagen. in ersterem falll könnte man wenigstens auf einem falschen gebiet fachsimpeln, was ja was völlig anderes ist, obwohl das am ende auch zum schnellen ende eines gesprächs führen kann.

worum also get es dir, um persönliche fragen? oder um wissen, das du nicht hast? oder wie du gesprächslücken füllen kannst, die entstehen, wenn kein thema da ist? 

Punkt 1: Stille ist eigentlich gar nicht so schlimm, sobald man erst einmal begriffen hat, dass Stillen im Gespräch für viele Menschen unangenehm ist, aber eigentlich gar nicht schlimm... 😉

Punkt 2: Dazu kann dir Harry Potter einiges erzählen...

http://hpmor.com/chapter/39

Frei übersetzt: Wenn man keine Ahnung hat, aber so tun möchte als ob...

Ich bin auch fürchterlich schlecht in Smalltalk.....aber ich habs bis heute auch so ganz gut geschafft (51).....und wenn Stille eintritt, heißt das nur, dass dein Gegenüber genauso schlecht darin ist.

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