Wie fühlten sich die Soldaten im 2 Weltkrieg?

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Angst, Heimweh, Hunger und Durst, ja. Dann haben sie mitunter sehr gefroren, hatten oft keine Möglichkeit zur Körperhygiene und hatten lädierte Kleidung, was besonders bei den Stiefeln sehr nachteilig war. Und ganz gravierend war, dass der Schlaf zu kurz kam.

Das hat den Krieg vielleicht dann sogar noch erträglich gemacht. Für die Soldaten war immer das Wichtigste, wo krieg ich was zu essen, wo finde ich einen Platz zum Schlafen? Dies hat die Gedanken an das erlebte Schreckliche und die Angst vor dem noch bevorstehenden Schrecklichen oft erfolgreich zurückgedrängt.

wie würde man sich fühlen wenn man sehen würde wie ein mensch ohne unterleib, die därme hinter sich herziehend, auf den händen davonläuft?
oder der beste freund durchdreht, in unterhosen herumrennt, mit einem gewehr bewaffnet ist, jedem droht ihn zu erschießen wenn er keinen schokoladenpudding bekommt und sich dann selbst eine kugel in den kopf jagt und man sehen muß daß der kopf danach nicht mehr da ist?
die gewißheit daß man ''freiwild'' für den gegner ist und dein tod nur eine nummer in der statistik darstellt?
man uriniert sich ein, völlig normal, auch rutscht mal etwas ''anderes'' in die hose, ist nicht wichtig, hauptsache man hat den tag überstanden.
lies mal ''im westen nicht neues''. ein sehr gutes buch.
opa hat in frankreich am strand mit einem MG 'ne menge amerikaner umgelegt, er heulte angesichts dieses barbarischen massakers und schoß um sein leben denn wenn die ihn erwischt hätten... sowas hatte er in fünf kriegsjahren nicht erlebt.
er erlebte in frankreich bei der ''bandenbekämpfung'' so einiges, er sah eine art ''metzgerei'' in der von der ''resistance'' gefangene deutsche soldaten ''verhört'' wurden, sie fanden körperteile und reste von deutschen uniformen..
bis zu seinem tode hörte der krieg in seinem kopf nicht auf, nachts schrie er ab und zu laut auf, war dann wach und hatte angst wieder einzuschlafen. dann machte er sich einen kaffee und später für die arbeit fertig. er haßte sylvester und die damals neuen düsenjäger der bundeswehr(erinnerte ihn an heranfliegende granaten).
wir lebten damals alle in einem haus und ich erlebte opa's alpträume oft, ''ach, opa schläft wieder schlecht'' war meine vermutung aber WAS er da träumte, erfuhr ich erst sehr viel später.

Krieg ist immer Mist! Egal welcher Krieg!

Bei Recherchen für ein Buch habe ich mit vielen (alten) Soldaten (aus der Zeit) gesprochen. Deutsche, Franzosen, Italiener und Engländer.

Später auch mit jungen Soldaten die vor Jahren im Kosovo waren und ich habe Kontakt zu einem, der gerade in Afghanistan ist.

Wie die sich fühlen? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Deine besten Freunde und Deine Familie stirbt? Oder Du verbrannte Kinder aus einem Ofen bergen musst? Wenn Du in Todesangst bist?

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