Wie fühlt sich jemand nach einem Schlaganfall?

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6 Antworten

Das kommt ganz auf den betroffenen Gehirnbereich an und ist auch sehr davon abhängig, wie schnell die richtige Therapie eingeleitet wurde. Der Betroffene merkt selber in der Akutsituation nichteinmal unbedingt das er einen Schlaganfall erlitten hat, oftmals sind es die Menschen in seiner Umgebung, die Symptome bemerken jedoch oftmals nicht gleich als möglicher Schlaganfall gedeutet werden. Ein Grund dafür ist, das der letze Erste- Hilfe Kurs bei den meisten schon Jahre zurückliegt, aber in Erste- Hilfe Kursen die Extremform der Symptome gelehrt wird. Oft liegt keine Halbseitenlähmung vor, sondern es treten nur hängende Augenlieder und/oder hängende Mundwinkel oder Sprachstörungen als Symptome auf, das wird dann oftmals nicht rechtzeitig erkannt und der Betroffene steht am nächsten Tag wenn es für eine Therapie schon zu spät ist beim Hausarzt in der Praxis anstelle sofort beim Auftreten der ersten Symptome in ein Krankenhaus gegangen zu sein. 

pauschal kann man das nicht sagen, das kommt auf den betroffenen menschen an.

manchen ist eine halbseitige lähmung egal, da sie froh sind, am leben zu sein.

andere hadern mit kleineren einschränkungen.

und eine weitere gruppe kriegt nicht mal mit, dass sie schwer beeinträchtigt ist, wobei es solchen leuten trotzdem nicht gut geht, da sie ständig irgendwo "auflaufen" (es gelingen ihnen dinge nicht und sie können den fehler nicht erfassen und sich die schwierigkeit auch nicht erklären).

Mein Mann hatte vor knapp drei Jahren einen schweren Schlaganfall mit gerade mal 39 Jahren.

Davor war er ein begnadeter Handwerker, ausgezeichneter Sportler, der beste Lagerist in seiner Firma.

Nachdem wir uns ausreichend darüber gefreut hatten, dass er überhaupt überlebt hatte, und er sehr gute und schnelle Fortschritte in seiner Genesung machte - nach vier Tagen konnte er wieder Laufen, nach drei Monaten wieder Lesen und Schreiben und Sprechen - stellt sich nunmehr heraus, dass es wohl keine weiteren Fortschritte geben wird.

Seine rechte Körperhälfte ist komplett taub und sein rechter Arm spastisch gelähmt, er kann ihn also zwar benutzen, aber nur unzuverlässig.

Am schwersten zu ertragen ist für ihn, dass er wohl nie wieder in  seinem bisherigen Job arbeiten können wird. Obwohl er gerne würde.

Und die damit einhergehende soziale Ungerechtigkeit - er bekommt nur noch halb so viel Geld wie als Erwerbstätiger.

Das hängt komplett von der Art und Schwere des Schlaganfalls ab und lässt sich so nicht beantworten. Das geht bei minimalen körperlichen oder geistigen 'Aussetzern', die manchmal gar nicht als Schlaganfall wahrgenommen werden los und geht bis zum kompletten Verlust von Bewegung und geistigen Fähigkeiten.

Es ist wohl ganz unterschiedlich. Da ja auch die Ausprägung der Symptome ganz unterschiedlich sein kann.

Von meiner Uroma weiss ich noch: sie ist vor Wut immer ausgerastet. Denn sie dachte, sie redet doch mit uns.. und keiner hört ihr zu.

Das Problem war: sie hat gedacht, sie redet.. aber es nicht getan, denn es hatte ihr Sprachzentrum sehr erwischt.

Der Vater eines Freundes sagte mal: mit dem schlecht laufen,d as wär ja eins gewesen. Das Reden wär ja bald wieder gekommen. Für ihn sei (das hat er echt gesagt) gewesen, dass ihn das alles so stresste.. und er nicht mehr rauchen durfte/sollte (was ihn nunmal abregte).

Er hats aber eisern durchgezogen.

Das kann man so nicht sagen. Ein Schlaganfall kann sich sehr verschieden auswirken. Manch einer trägt keine bleibenden Schäden davon, andere sind danach behindert, wieder andere werden zu Schwerstpflegefällen.

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