Wie fühlt sich ein Mensch mit Asperger - Syndrom?

5 Antworten

Die frage ist schwer zu beantworten...Du fragst ja such niemanden, der schon immer gelähmt ist, wie es ist nicht gehen zu können im gegensatz zu anderen

Das kommt aber erst ab den 4. Lebensjahr. Außerdem ist es keine Behinderung.

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@kimil000

Autismus? Nein, der ist angeboren. Die Symptome werden oft erst später als solche erkennbar.
Und doch, Autismus kann eine Behinderung sein. Dann kann der Autist auch einen SBA (Schwerbehindertenausweis) beantragen. Für viele Autisten ist das durchaus wichtig.

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@kimil000

Nein, bei Asperger-Autismus (der noch ein milde Form des Autismus ist) handelt es sich um eine neurologische Veränderung des Gehirns, die siginifkant vom Norm-Gehirn abweicht, so dass ich Unterschiede bspw. bei der Informationsverarbeitung des Gehirns ergeben können.

Hier handelt es sich eher um die Frage der Diagnostik - es setzt einiges an psychologischer Entwicklung nach den gängigen Therorien voraus, bis man psychologsische Tests reliabel durchführen kann. Dazu gehört u.a.die emotionale Kontrolle und die Konzentrationsfähigkeit, die erwiesenermaßen bei jüngeren kindern noch nicht so gut ausgeprägt ist.

Die urpsürngliche beantwortete Frage kann schwerlich beantwortet werden - denn ein Mensch mit Asperger-Sndrom würde wohl seinen emotionalen Zustand als normal bezeichnen, da es hier um eine subjektive Einschätzung geht. Anlog würde ein, um den Fachbegriff zu gebrauchen, neurotypischer Mensch seinen emotionalen Zustand als normal bezeichnen, da dies wieder individuumsabhängig ist. Unter der Annahme eines Einfühlungsvermögen, könnte aber ein neurotypischer Mensch wohl den emotionalen Zustand eines Asperger-Autisten herausfinden,diesen aber nicht notwendigerweisenachvollziehen. Die Umkehrung kann gelten, muss aber nicht, da bisweilen eine mangelnde Empathiefähigkeit bei Asperger-Autisten beobachtet wird.

VG, dongodongo.

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Wie fühlt sich ein Nicht-Autist?
Das wird enorm individuell sein. Genauso auch bei Asperger-Autisten.
Jetzt gerade fühle ich mich hungrig.

Mancher versucht, wenig aufzufallen, ein anderer nicht, manchem gelingt es eh nicht.
Meine Reaktion auf die Diagnose war irgendwas zwischen "ist so" und Erleichterung. Ich weiß aber auch von Aspies, die nach der Diagnose erst mal in ein tiefes Loch gefallen sind. Und alles dazwischen, auch bis hin zu Begeisterung.

Ich hab dir doch mal eine Board- und Chat-Adresse gegeben. Da findest du ja eher mehrere Autisten auf einem Haufen als hier. Vielleicht guckst du da ja noch mal rein.

Als allerserstes fühlt sich ein Mensch mit Asperger als Mensch!

Zwar nicht als gewöhnlicher Mensch, dazu ist das Erleben und Empfinden zu verschieden zu den übrigen Menschen - NT genannt (NT = neuro-typischer Mensch).

Als ich vor 7 1/2 Jahren meine Diagnose im Alter von 55 Jahren bekam war es für mich der Schlüssel zu meinem Leben, ganz einfach deshalb, weil viele Ungereimtheiten im Leben endlich einen Sinn bekamen.

Es ist auch richtig, dass ich viele Eigenarten so im Alltagsleben kompensiere - was teilweise sehr anstrengend ist. Dies aber nicht um nicht aufzufallen, sondern um das Zusammenleben mit andreren Menschen zu ermöglichen ohne ständig anzuecken.

Aber ich gehe offen mit meiner Diagnose um, dazu habe ich eine eigene Website erstellt und auch einen Flyer konzipiert, der meinen Mitmenschen hilft mich besser zu verstehen. (Der Flyer ist zum Download von meiner Website hier http://www.as-tt.de/assets/applets/Flyer_Werner-Asperger-Syndrom.pdf)

Durch den offenen Umgang mit meinem Autismus gebe ich ja meinen Mitmenschen erst die Chance auf meine Einschränkungen mit Toleranz zu begegnen - denn wenn sie nicht wissen, warum dies oder das so ist, können sie auch keine Toleranz zeigen.

So hilft also der offene Umgang mit der Diagnose sowohl mir als auch meinem Umfeld.

Gruß aus Oberbayern

Werner

Screenshot meiner Website www.as-tt.de  - (Autismus, asperger-syndrom)

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