Wie fühlen sich Depressionen an (wie die große Leere)?

8 Antworten

die hauptsymptome einer depression sind:

- antriebslosigkeit (keine energie haben alltägliches zu erledigen)
- freudlosigkeit/traurigkeit (andauernde negative gemühtslage)
- umfangreicher interessensverlust (lustlosigkeit)
- hoffnungslosigkeit (jemals wieder gesund zu werden)

nebensymptome einer depression gibt es wie sand am meer. hier die häufigsten:

- Angstzustände und/oder Panik-Attacken
- Schlafstörungen
- weinkrämpfe
- derealisation/depersonalisation
- kopfschmerzen
- starkes schwitzen
- abnahme der libido
- innere agitiertheit/spannungszustände
- konzentrationsstörungen
- sozialer rückzug s
- schwindel
- apathie
- reizüberflutung etc.
- das gefühl innerer leere
- starke reduktion des selbstwertgefühls und selbstvertrauens
- usw.

die diagnose stellt der arzt aufgrund der art, anzahl und ausgeprägtheit der symptome. bei der depression müssen min. zwei hauptsymptome und 2 nebensymptome wiederum min. zwei wochen permanent und in ausrechender stärke vorhanden sein. 


Therapien:

- psychotherapie ist die häufigste und eine der wirkunsvollsten behandlung von depressionen. bis sie wirkt dauert es jedoch meist über 1 jahr. zudem muss das verhältnis zwischen patient und therapeut stimmen.

- ab einer gewissen stärke der depression werden oft medikamente eingesetzt. am häufigsten antidepressiva (verschiedene kategorien angefangen bei den SSRI/SSNRI) gefolgt von stimmungsstabilisatoren (lithium, lamotrigin usw.). Kurzfistig benzodiazepine (suchtgefahr) und längerfristig z.t. auch neuroleptika (vorwiegend bei schlafstörungen) wie z.b. seroquel. es reagieren ca. 70% der patienten ausreichend auf medikamente. medikamente müssen erst 4-8 wochen eingenommen werden bis eine wirkung eintritt. zudem sind sie mit starken nebenwirkungen verbunden. auch oft müssen medikamente kombiniert werden.

- bei chronischen, schweren und therapieresistenten (kein ansprechen auf mehrere medikamente aller kategorien sowie psychotherapie) wird EKT (elektro-krampf-therapie) eingesetzt. dies ist die wirkungsvollste methode gegen depressionen (responsrate bei ca. 90%).

- neue studien zeigen eine wirksamkeit von botox, wenn man es in den muskel über den augenbrauen iniziert (responsrate von ca. 50%). der patient kann so nicht mehr verkrampf das gesicht zusammen ziehen und trickst damit das gehirn aus.

- wenn alles nichts bringt erfolgen zuletzt operative eingriffe wie VNS und THS. diesbezüglich liegen noch keine ausreichenden daten vor. die responsrate wird auf ca. 60% geschätzt.

hoffe konnte weiter helfen... alles gute und viel kraft.

PS: ich selbst litt über drei jahre lang unter schweren depressionen und habe jeden behandlungsversuch ausser die operativen eingriffe durchprobiert (23 medikamente/kombinationen, 32 EKT-behandlungen, psychotherapie und schlussendlich auch noch botox)


Über vieles kann man sich nicht mehr freuen, man hat so gesehen eine andauernd gedrückte Stimmung, oft einen ernsten Gesichtsausdruck und man hört sich beim reden immer eintönig an. Man glaubt einfach, nie wieder glücklich zu werden. Oftmals ist man auch traurig, wenn man sich über gewisse Dinge Gedanken macht. So ist es bei mir.

Ja, das verstehe ich. Es tut mir leid für dich, wirklich :( das muss schrecklich sein

Trotzdem danke ich dir. Man kann so vieles im Internet über Depressionen lesen, aber es ist besser, etwas von Leuten zu hören, die so etwas selbst durchmachen. Ich freue mich wirklich darüber, so etwas zu hören, und gleichzeitig macht es mich sprachlos, wie grausam das alles doch ist. Deswegen weiß ich kaum, was ich sagen soll, aber einfach ... Danke

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Bei mir ist das größte Problem, dass ich die Sachen die ich mach als sinnlos anseh (z.B. Staub wischen. Da stell ich mir die Frage warum ich das tun sollte wenn der Staub doch eh wieder kommt) und die allgemeine antriebslosogkeit (ich mach den Haushalt trotzdem, zwar mit Überwindung und nicht so sorgfältig wie manch andere aber man kann Leute bei mir rein lassen). Ansonsten halt ich von mir selbst nicht wirklich viel, red mich generell schlecht und geb auch schnell Dinge auf wenn sie nicht so klappen. Wenn dann mehrere negative Sachen auf einmal kommen fall ich in eine Art Loch und lieg teilweise tagelang auf dem Bett oder Sofa, weil ich mehr einfach nicht schaff. Eine Therapie hatte ich angefangen und sehr schnell wieder abgebrochen, weil es nur ewiges Antidepressiva testen war, in der Hoffnung dass eins wirkt. Das mal so als grobes wie es bei mir aussieht :>

Das tut mir leid. Ich hoffe, dir wird es bald besser gehen

Antidepressiva? Haben die denn gar nichts gebracht?

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Die, die ich getestet hatte leider gar nichts. Bei einigen bin ich gar nicht mehr aus dem Bett gekommen, weil es nur schlimmer wurde und bei anderen hatte ich Grippesymptome. Keine Ahnung ob es was gebracht hätte wenn ich weitere getestet hätte aber das ist ja auch nichts absehbares. Eventuell hätte es beim nächsten geklappt, eventuell auch erst beim 20. Ich hatte das Ganze aber auch mit abgebrochen, weil es mir wieder besser ging und dachte, dass ich es nicht mehr brauch. Paar Monate später kam dann der nächste Punkt der mich nach unten getrieben hatte (Mutter hatte wieder Krebs, Trennung und Haustier gestorben)

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@Baumschmuser1

Oh das ... das mit deiner Trennung, deinem Haustier und deiner Mutter tut mir leid. Wenn ich so viele schlechte Neuigkeiten auf einmal bekommen würde, würde es mir auch ganz sicher nicht mehr gut gehen

Und das mit den Medikamenten tut mir ebenfalls leid. (Wahrscheinlich wirkt es ungläubig, wenn ich ständig sage, wie leid mir das tut, aber das ist die Wahrheit. Ich stecke eigentlich nicht in solchen Situationen, weshalb mir das sehr, sehr leid tut und ich sehr hoffe, dass es dir - und allen anderen, die solche schrecklichen Erlebnisse hatten - bald besser gehen wird)

Aber ich möchte mich trotzdem dafür bedanken, dass du mir das erzählst. ich weiß nicht, ob sich das eher gut oder schlecht anfühlt, über so etwas zu reen, aber dafür bin ich sehr dankbar

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Es fühlt sich mehr oder weniger gut an. Ich erzähl halt lieber fremden davon als den Leuten in meinem Umfeld. Wobei die eigentlich am wenigsten Verständnis haben wenn ich mal ein paar Tage schlicht nicht die Kraft aufbringen kann mich zu melden etc

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