wie frage ich meinen eltern nach asperger syndrom?

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10 Antworten

Auf jeden Fall ist es gut, dass Du Dir in dem Alter schon Gedanken darüber machst. Jetzt solltest du, vor allem bei einem Leiden, weiter gehen und Dich, wie hier schon erwähnt, professionell diagnostizieren lassen. Es ist wichtig, dass Du noch im jungen Alter, also möglichst bald die Sache in die Hand nimmst, denn dann kannst Du noch am meisten verändern, vorrausgesetzt Du willst es oder bist einfach mit der Situation unzufrieden, was gar nicht bei jedem Autisten der Fall ist.

Zuerst kannst Du Dich dennoch im Internet informieren nach typischen Symptomen. Du musst jedoch bedenken, dass sowas keine Diagnose ersetzt. Es ist gut möglich, dass Du Dich irgendwo im Autismus-Spektrum befindest, wofür Du Hinweise sammeln kannst.

Die Idee mit dem Buch, welche hier schon von Rechercheur geäußert wurde, finde ich ebenfalls gut. Ein Buch von Tony Attwood habe ich selber ausgeliehen und es ist einfach geschrieben und leicht verständlich aufgebaut. Du musst dabei nur beachten, dass längst nicht jedes Beispiel des Buches auf Dich zutreffen muss, um als Autist zu gelten.

Wenn Du eine seröse Seite im Internet findest, die Dich in gewisser Hinsicht beschreibt, kannst Du diese Ebenso ausdrucken und Deinen Eltern zeigen.

Ansonsten bringt es vielleicht etwas, wenn Du ihnen direkt von Deinen Problemen erzählst, wie dass Du z.B. keine bzw. wenige Freunde hast.

Deine Eltern haben sicher auch ihre "Macken", so wie jeder Mensch, somit sollte es keinen Grund geben, Dir nicht zuzuhören. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie selber autistische Züge aufweisen, falls Du welche aufweist. Somit könnte es sogar gut sein, dass die Deine Probleme von sich selber kennen. Es ist enorm wichtig, dass Dich Deine Eltern in deinem Alter unterstützen und Dir zuhören, somit musst du es versuchen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Dich Deine Eltern und Dein Umfeld langfristig nach einer Diagnose mit Deinen Schwächen akzeptieren und sie berücksichtigen.

Viel Erfolg.

Mfg

Hallo, Also einer in meiner Klasse hat das auch es ist einfach eine Sache kannst du besonderst gut und eine nicht so gut. Es ist überhaupt nichts so dramatisch schlimmes. Der in unserer Klasse hat immer Begleitung in unserem Unterricht. Sonst ist er ganz normal. Es kommt ja auch vom Karakter drauf an und wie der Typ oder die Person ist .Und deine Eltern die verstehen dich bestimmt. Das glaube ich schon. Viel Glück!

dankee, aber ich habe leider viele Probleme dadurch und auch mit meinen Eltern darum habe ich keine Ahnung wie ich es ihnen sagen soll

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es ist einfach eine Sache kannst du besonderst gut und eine nicht so gut.

Wirklich informiert worden seid ihr nicht? So einfach ist das nun nicht. Zudem trifft das, was du schreibst, so auch nicht auf alle Autisten zu.

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Es ist schwierig in der "Selbstanalyse", das Asperger Syndrom zu diagnostizieren, obwohl es durchaus sein kann dass du richtig liegst ! Aber zum genauen Abklären würde ich einen Psychologen aufsuchen,oder wenn es dir schwerfällt Telefonseelsorge,die sind heutzutage sehr geschult und können dir auch gute Adressen vermitteln ! Viel Glück

Hallo Jana, wie "Dotter 1981" bereits schrieb, kann man sich so viele Krankheiten einbilden. Wenn man auf sämtliche Symptome oder Verhaltensweisen bei sich achtet findet man sie plötzlich auch. Ich habe Psychologie studiert. Während meines Studiums haben wir sämtliche Persönlichkeitsstörungen besprochen. Hier findest du etwas darüber: http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung#Paranoide_Pers.C3.B6nlichkeitsst.C3.B6rung Als ich versuchte mich einer dieser Störungsbilder zuzuordnen, merkte ich, dass ich viele dieser Persönlichkeitsstörungen bei mir auch finden konnte. Dies liegt daran, dass wir Menschen sind und Menschen nun mal sämtliche Merkmale aufweisen (z.B.: Schüchternheit, Angst vor großen Gruppen, impulsive Handlungen ohne Berücksichtigung der Konsequenzen, übermäßiger Vorliebe für Phantasie). Erst wenn diese Merkmale dauernd und in einem sehr starken Maß auftreten und uns ein "normales" Leben dadurch nichtmehr möglich ist, werden sie als Krankheit diagnostiziert. Wo diese Grenze zwischen Gesund und Krank genau liegt, versuchen Ärzte und Psychologen zu erforschen und zu klassifizieren. Menschen die sich immer wieder einbilden irgendwelche Krankheiten zu haben, werden Hypochonder genannt, was übrigens auch als Krankheit gilt. Oft ist es im Bereich der psychischen Erkrankungen schwierig, genaue Symptome zu erkennen, zu deuten, zu klassifizieren und einzuschätzen. Es wurden auch bereits Versuche gestartet, bei denen gesunde Menschen (Versuchsteilnehmer) in eine Psychiatrie eingewiesen wurden, und den Psychiatern wurde eine Diagnose der "Patienten" genannt. Die Psychiater dieser Klinik haben daraufhin das Verhalten der angeblichen Patienten genauestens beobachtet. Die Psychiater merkten nicht, dass es sich um einen Fake handelt, da sie plötzlich alle typischen Anzeichen für diese "Krankheit" sehen konnten" Dieses Phänomen nennt sich die "selbst erfüllende Prophezeiung". Ich möchte nicht sagen, dass du nicht das Asperger-Syndrom hast. Aber du bist gerade 14 Jahre. Das ist das Alter, in dem dein Körper, deine Persönlichkeit, deine Psyche eine enorme Entwicklung durchläuft. Aufgrund der hormonellen Veränderung kann dies auch ein Grund für deine derzeitige Unsicherheit sein. Viele Junge Menschen beginnen in diesem Alter damit, über sich und ihr Leben nachzudenken und fangen an, sich mit anderen zu vergleichen. auch dies führt zu Unsicherheiten. Solltest du dennoch unsicher sein, wäre es sicher ratsam einen Arzt aufzusuchen, da auch Ängste und Unsicherheiten langfristig deine Psyche und deine Entwicklung beeinflussen können.

Ich hoffe ich konnte dir deine Ängste ein wenig nehmen und wünsche dir weiterhin alles Gute.

LG Claudia

danke :) und ich habe das immer schon gehabt, mir wurde vor einiger zeit von einem Lehrer gefragt ob ich auzistisch sei aber ich wusste da nicht was das war also habe ich mich informiert. So kam es also zu sem text wie ich es dort schon beschrieben habe ^^ (ich habe schließlich auch nicht ALLE Symtome)

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Wenn deine Eltern sich damit nicht beschäftigt haben, wird es unmöglich sein, sie danach zu fragen. Das wissen ja noch nicht mal alle Ärzte.

Ich finde es schade, dass du Angst vor der Reaktion deiner Eltern hast (haben musst?)

Drucke doch das Entsprechende aus, markiere was auf dich zutrifft und lege es ihnen hin. Vielleicht noch dazu schreiben "ich möchte, dass ihr darüber nicht lacht und ich hätte gerne einen Termin bei einem Arzt, der sich damit auskennt".

Dann kannst du vorerst nur abwarten.

danke das ist auch ein guter Tip. Ich habe übrigends angt weil sie mir schon öfter gesagt haben das ich mich anstelle wenn ich zum Beispiel nicht neben andere stehen wollte, darum habe ich angst das sie es auch dann sagen werden und mich nicht verstehen.

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@moonshineJana

Das finde ich sehr schade.

Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist als "nicht Betroffene" halbwegs zu verstehen, wie schwer Asperger-Autisten gewisse Dinge fallen.

Obwohl ich es besser weiß (wissen sollte?) tappe ich manchmal bei meiner Tochter (diagnostiziert) in diese Falle hinein. Besonders, wenn ich - warum auch immer - genervt bin.

Vielleicht ist es eine Art Schutz für deine Eltern. Denn (auch wenn es bescheuert ist) was ich nicht als wahr betrachte, kann doch nicht vorhanden sein. Es muss jeder erstmal schlucken, bis er die Tatsache "ich bin anders" bzw. "mein Kind ist nicht wie die anderen" akzeptieren kann.

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@kiniro

danke :) ich hoffe das meine Eltern mich verstehen, auch wenn ich es nicht glaube, trotzdem muss ich es versuchen, ich weis noch nicht wann, aber ich werde nicht mer zu lange warten...

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Mir fallen kaum Alternativen ein, als es deinen Eltern zu erzählen. Vielleicht kannst du eine von folgenden umsetzen:

1) Du erzähltst es dem Schularzt oder Hausarzt.

2) Du erzählst es einer Bekanntschaft (vielleicht jemandem aus der Verwandtschaft) der/die sich mit Psychologie oder Medizin auskennt: Ärzte, Psychologen, Psychiater, Therapeuten. Wichtig finde ich erstmal, dass sie Erfahrungen mit irgendetwas ähnlichem haben und bereit sind mit deinen Eltern zu reden.

wir haben keinen Schularzt soweit ich weis und in meiner Familie ist nur 1ne die Psychologie studiert, aber die hat erst gerade damit angefangen

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Ja, das ist ein Problem, das ich gut verstehe.
Ich bin selbst Asperger-Autist und sage das nicht vielen Menschen, da viele Menschen Vorurteile, Klischees und Fehlinfos darüber haben, die ich dann erst wieder gerade rücken müsste.

Evtl. kannst du ein Buch, in dem du dich wiederfindest, mal hinlegen. Die Bücher von Tony Attwood zu dem Thema sollen gut sein.

Sollte es dazu kommen, dass eine Diagnostik angestrebt wird, geh zu einem auf Autismus spezialisierten Psychiater. Adressen dazu findest du zum Beispiel in Boards, wo sich Autisten austauschen. Kannst du ergoogeln.
Auch kann ein Austausch dort erst mal hilfreich sein, um zu sehen, wie sehr du dich tatsächlich da wiederfindest.

Danke :) das ist ein guter Tip

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Zunächst mal: Wenn ich eine Krankheit meine zu haben, dann finde ich auch die entsprechenden Symptome. Wenn du ernsthaft glaubst am Asperger-Syndrom erkrankt zu sein, dann sprich einfach darüber und lass dich untersuchen.

und wenn sie glauben ich wäre verrückt? ich habe das schon bei anderen Sachen gehabt

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Autismus ist keine Krankheit. Man erkrankt auch nicht am Asperger-Syndrom, das ist angeboren.

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@Rechercheur

Ändert ansonsten aber nichts. Man kann sich auch Syndrome einbilden, die keine Krankheiten sind.

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Man kann sich sehr viel einreden, sprich unbedingt mit deinen Eltern darüber.

Ich glaub du musst es in einen richtigen zeitpunkt es sagen

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