Wie fotografiere ich den Mond am besten?

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4 Antworten

Wer eine Canon 20d bzw. 1d besitzt, kann diese via USB Fernsteuern, was sich als überaus hilfreich für Mondfotografie entpuppt! Blende, Belichtung und ISO kann man einstellen und das Resultat gleich am Laptop begutachten.

Beispiel: Gestern Abend habe ich für einen hellen Vollmond bei freier Sicht folgende Settings genommen:
EOS 20d, Canon EF 70-200mm f4/ L, 1.4X Converter und alles auf nem Stativ.

f/7.1 ISO 100 1/200sec

Aus meiner Analog-Kamerazeit hab ich noch Richtwerte in Erinnerung: Bei ASA 50 Blende 11 ,Zeit 1/60stel . Eine Blende drunter und eine drüber (oder 1/30 und 1/125)zur Sicherheit . Ein Foto von den dreien ist mit Sicherheit richtig belichtet . Stativ wurde schon genannt , Damals konnte man zwecks Erschütterungsarmut noch den Spiegel der Kamera vorauslösen (Nikon F3).Trotz der relativ kurzen Bel.Zeiten Selbstauslöser benutzen . Viel Spass

Den Spiegel kann man heute auch bei digitalen Spiegelreflexkameras vorher auslösen. Oder man verwendet ein Objektiv mit Imagestabilizer.

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Der Mond - ein tolles Motiv, aber nicht einfach zu fotografieren.

  • Du benötigst:
    • Stativ
    • windstillen Platz
    • kein bis wenig Umgebungslicht - also auch kein Streulicht aus urbaner Umgebung
    • Selbstauslöser oder Drahtauslöser - gegen Verwackeln
    • wenig Wolken - allerdings motivabhängig
    • Objektive hängen davon ab, wie dein Motiv aufgebaut ist. Ich denke, dass du lange Brennweiten brauchst um den Mond foramtfüllend abzubilden.
    • Belichtungszeit - mit Spotbelichtung kannst du relativ genaue Werte für deine konkrete Bildumgebung bekommen. Dann wird das Motiv richtig beleichtet werden, solange die Kamera den errechneten Belichtungswert noch steuern kann.
    • Zeit

Probieren, probieren, probieren - durch die Digitalkameras ist es wesentlich einfacher geworden.

ACHTUNG: gerade bei den Digitalkameras erzeugt hohe Lichtempfindlichkeit auch starkes Rauschen und lange Belichtungszeit ehrhöhen die Gefahr von hotpixels.

Also alles in allem eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die sicher einige Versuche und Erkenntnisse braucht.

Ich wünsche viel Spass

rorahoch v corpXpress http://corpxpress.blog.de

Noch weitere Tipps und Beispiele zu Brennweiten finden sich hier:
http://www.martin-wagner.org/mond_fotografieren.htm

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danke für die minuspunkte - wer immer die verteilt hat.

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Also, auf keinen Fall Blitzlicht - weil Blitzlicht lebt von der Reflexion und braucht eine Fläche, die das Blitzlicht zurückwerfen kann. Im Regelfall darf diese Fläche oder dieser Gegenstand nicht wesentlich weiter als 3-5 Meter sein. Natürlich unbedingt ein Stativ; man kann bzw. sollte sogar ein Teleobjektiv verwenden (bei analogen Kameras), die es bei digitalen kaum geben wird. Digitaler Zoom macht nicht viel Sinn. Wenn schon den Mond fotografieren, dann auf konventionelle, also analoge, Weise. Und dann denke ich, sollte man die Blende maximal aufmachen bei unendlicher Schärfe. Bei Nachtaufnahmen würde man normalerweise trotz des damit verbundenen Lichtverlustes und der deshalb zwangsläufig dringend langen Belichtungszeit eher zu einer mittleren Blende "greifen". In diesem Fall darf die Belichtungszeit aber durch eine mittlere Blende nicht zu sehr in die Länge gezogen werden, weil - die Erde dreht sich! Selbst eine Belichtungszeit von 10 Minuten wirkt sich schon aus: dann dürfte der Mond nicht mehr wirklich rund sein...

Sorry, aber unendliche Schärfe bei offener Blende geht gar nicht. Tiefenschärfe erreicht man nur bei geschlossener Blende. Ca. ab f8. Den Mond bei Blende f8, Manueller Modus, Stativ und Fernauslöser. Dann wirds was.

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