Wie formuliere ich einen rechtssicheren Verzicht auf nachehelichen Unterhalt?

4 Antworten

Hallo, 

Es ist nicht möglich sie mit einem Vertrag von Unterhaltsansprüchen freizusprechen. Die Ansprüche kommen durch Gesetz zustande und sind Kraft dessen wirksam. Ein Vertrag würde sich dem Gesetz beugen und in dem Zusammenhang unwirksam werden. Die Rechtsprechung hat jedoch erlaubt Unterhaltszahlungen zu modifizieren, sie können den Betrag also senken. Dies geht nur solange der ehm. Partner nicht auf den Staat angewiesen ist(Sozialleistungen). Sie benötigen aber in allen Fällen einen Anwalt der ihnen ein Schriftstück aufsetzt. Ich würde ihnen davon abraten, sich online irgendwelche Muster rauszusuchen, da die Richtigkeit und die Passgenauigkeit nicht gewährleistet werden können. Im schlimmsten Fall ist der Vertrag ungültig und es muss alles Nachgezahlt werden. 

Ich gehe davon aus, das der nacheheliche Unterhalt bei der Scheidung schriftlich fixiert wurde (Vergleich bzw. im Scheidungsbeschluss).

Wenn dem so ist, dann kann er nur durch eine gerichtliche Entscheidung abgeändert werden, sofern nicht bereits ein fixer Termin dort festgestellt wurde.

In dieser Angelegenheit solltest Du dich  anwaltlich beraten lassen, damit rechtlich alles abgesichert ist.  

Warum mußt du überhaupt nachehelichen Unterhalt zahlen?

Gegenüber Jobcenter und Co. sind solche Verträge eh nicht wirksam.

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