Wie findet man sich selbst wieder, Wie kommt man wieder aus sich raus?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich glaube mir geht es grade ähnlich wie dir. Ich verkrieche mich gerne und will keinen sehen. Will meine Ruhe haben sobald ich allein bin und nichts machen - so richtig nichts.
So richtig schlau daraus werde ich auch nicht aber ich weiß dass mich auch alles was andere an mich herantragen gerade überfordert. Jedes Telefongespräch stresst mich - wenn ich merke irgendwer hätte auch nur die kleinste "Anforderung" an mich (nicht Bitte - Anforderung) blocke ich ab und so weiter und so fort. Fakt ist - ich will nicht. Fakt ist - mag sein dass es eine Depression ist - Fakt ist - fürs Erste werde ich mich dem ergeben und einfach mal das tun was ich nie getan hab - gar nix. Ich werde mich um niemanden kümmern wenn ich nicht muss und mich zurückziehen so lange wie ich denke dass ich das will. Zeit Zeit sein lassen.

Mich interessiert ehrlich gesagt zur Zeit NICHTS und NIEMAND. Früher hat mich alles interessiert. Vielleicht ist es einfach ein Ausgleich zu dem Anderen. Ich denke das Leben wird mir zeigen - und ich werde aus auf jeden Fall merken - wenn sich das ändert. Ich habe aufgegeben Dinge ändern zu wollen die jetzt wahr sind. Ich sehe es als eine Phase des Sich-Zurückziehens. Ob es gut ist oder nicht werde ich früh genug wissen. Aber bevor ich das nicht weiß mach ich das wonach mir grade ist. Hoffe das war halbwegs verständlich. Mag nicht jedermanns Sache sein - evtl. hilft es dir aber wenn du weißt du bist nicht der Einzige mit so einem "Problem".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ichweisnetwas
09.11.2015, 09:08

leider nicht unbedingt ich bin da ingesamt schon viel viel tiefer verstrickt.

Hat vor 3 jahren angefangen als die beziehung zu bruch ging ich bin schon seitdem recht kaputt. Hab zwar weiter gas gegeben für was auch immer aber da ich nun den job und in der zwischenzeit auch viele freunde und bekanntschaften regelrecht zerstört habe naja...

Ich kann nichtmehr nur abwarten und nichts tun. Hab ohnehin kaum noch irgendwas zu verlieren. und will nicht alles verlieren

0

Du siehst auf dein bisheriges Leben und kannst nur Verlust erkennen, du fühlst dich ausgepowert, erschöpft und kraftlos. Das lähmt jede Energie, wo soll denn die zukunft sein? Es kann ja nur so weitergehen...du musst aus diesem Gedankenkarussell heraus. Wie wäre es mit einer Wanderung? Geh einfach und konzentriere dich auf Landschaft und das Laufen an sich. Du schreibst von Freunden, die du noch haben darfst. Sei ehrlich mit ihnen, sprich dich aus, aber höre dir auch ihre Probleme an. Es kann sogar sein, dass gerade du, weil du Zeit hast, helfen kannst, dich hineindenken und dabei deine Probleme drüber vergessen kannst und wenn es nur ein paar Minuten sind. Du gefällst dir nicht mehr, dann ändere dein Outfit, probiere dich aus, streich dein Zimmer und höre andere Musik. selbst, wenn du nichts hast, hast du doch Zeit und die ist manchmal wichtiger als alles andere. Lerne eine Entspannungstechnik, engagiere dich sozial, nutze deinen Freiraum. Du hast bereits bewiesen, dass du es kannst, stark sein, nutze diese Fähigkeit noch weiter aus. Es gibt Wege, die du erst entdeckst, wenn du drauf gehst, Ziele, die du erstaunt annehmen kannst, weil du etwas getan hast. Dein Leben ist es wert, dass du dich noch einmal aufstellst, wieder einmal aufraffst und plötzlich ist alles leichter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kennt nicht jeder solche Durststrecken, bei denen man denkt "warum immer ich" ?

Ich gehe jetzt davon aus, dass dein Leben keine Aneinanderreihung von desaströsen Erlebnissen  war..... Auch wenn es schwer fällt und du keinen Bock hat, lass diese schönen Dinge mal Revue passieren.

Überlege mal, was wolltest du immer schon mal tun...? Raff dich auf, ich denke, jetzt wäre es ein guter Zeitpunkt, dies mal zu machen, ehe dich deine Antriebslosigkeit und dein Abgestumpftheit komplett vereinnahmt haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ichweisnetwas
09.11.2015, 09:17

naja genaugenommen war es schon eine aneinanderreihung von einem haufen dreck der da gelaufen ist. Fing mit 3 jahren an und ging bis heute.

Ich hab soviel leute aus meiner familie und meinem freundeskreis über die jahre zusammengeflickt und nie auf mich geschaut. Nie gemacht was ich wollte usw.

Und naja nun gehts allen gut aber mich hat diese last förmlich zerdrückt. Ich übertreibe nicht wenn ich sage das ich nicht nur meine last getragen habe sondern auch vielen einen teil ihrer last abgenommen habe obwohl ich kaum noch mehr tragen konnte.

Aber ich beherzige deine antwort danke.. Ich bemühe mich in all dem mist irgendwo irgendwie was gutes zu sehen...

0

Der "Psychodoc" kann nur dann was bringen, wenn man sich voll auf seine Situation einlässt. Viele meinen aber, dass Reden nichts bringt. Es bringt aber sehr viel. Nämlich Erkenntnisse.

Ansonsten kann ich immer nur meine Erfahrungen mitteilen: Man muss sich selbst aus dem Dreck ziehen, denn ein anderer macht es nicht. Die Vergangenheit bleibt leider, wie sie ist. Sie ist nicht mehr änderbar. Man muss mit ihr leben.

Man kann aber versuchen, etwas zu ändern. Und zwar am Denken und Verhalten. Deshalb, siehe oben, sind Erkenntnisse wichtig.

Man muss nicht sein Wesen dafür verändern, nur für sich selbst wissen, was man so nicht mehr will. Bei mir war es ein kleines Wort mit großer Wirkung, was einige Veränderungen brachte: Nein.

Fange an, das wiederzuentdecken, was dir wichtig ist. Und dazu gehören auch deine Aktivitäten. Gehe raus. Selbst wenn es draußen bedeckt ist, ist es immer noch heller, als in der Wohnung. Ich fahre viel mit dem Rad. Und was mir dabei durch den Kopf geht, bespreche ich mit mir selbst. Was für viele leicht verrückt klingt, ist für mich aber ein Ventil, sonst platzt mir der Kopf, wenn alles unausgesprochen bleibt.

Mir hilft auch, mich körperlich zu beschäftigen oder meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Das zeigt mir, dass ich auch alleine was schaffe und nicht immer jemanden brauche, der mir hilft.

Wenn ich mich recht erinnere, hast du eine kleine Tochter? Auch sie kann dir helfen, falls du zu ihr Kontakt hast. Kinder sind so herrlich normal, dass zumindest für eine gewisse Zeit der ganze Scheizz mal nicht im Fokus der Gedanken und Gefühle steht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ichweisnetwas
09.11.2015, 09:11

Danke für die antwort. Mit der tochter geb ich dir recht. Sie ist noch sehr jung aber bei ihr ist es die einzige zeit in der ich "glücklich" bin. Es exestiert einfach keins meiner probleme solang ich mich um sie kümmer.

Ich schätze ich muss mir ein ventil suchen wie du. Einfach mal alles rauslassen den ganzen frust die wut und und und.

Klingt ansich super ich muss nurnoch das passende ventil finden

0

Du siehst nur das schlechte im Leben. Was ist mit den guten Dingen? Die lässt du einfach weg. Was ist mit deinem Kind? Sei für dein Kind da und blühe darin auf.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ichweisnetwas
09.11.2015, 08:14

meine tochter ist wundervoll ich bin alle 2 wochen am wochenende dort. Wäre häufiger wenn ich nicht so ein idiot gewesen wäre gegenüber der ex. Gab ihr ewig die schuld an allem was schwachsinn war aber ich wollt es selbst eben nicht sehen.

Die tochter alleine reicht nur nicht. Für sie bleib ich gern am leben und versuch mich durchzuboxen aber ich will eigentlich viel viel mehr.

Nur den sprung über den eigenen schatten den krieg ich einfach nichtmehr gebacken

0

Was ist los mit dir, das Leben geht weiter übertreib halt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kitharea
09.11.2015, 08:52

Walking in your Shoes Madame - falls du das nicht kennst - Google mal. Wenn du damit fertig bist darfst dich wieder über dein eigenes Leben freuen und würdest sicher keinen so Mist mehr hinschreiben :P

0

Was möchtest Du wissen?