Wie findet Ihr meinen politischen Vorschlag: Ein erhöhter Mindestlohn für schwere körperliche Arbeit?

14 Antworten

Du machst die falsche Kalkulation auf. Den Anreiz zur Technisierung gibt es längst, nennt sich Industrie 4.0 oder Digitalisierung. Ziel des Ganzen wird es sein, Personal einzusparen und es werden viele Menschen auf der Strecke bleiben und ihren Job verlieren. Was nutzt da ein höherer Lohn? Das zum einen. 

Zum anderen sollte alle Menschen von ihrer Arbeit leben können - es kann nicht sein, dass jemand Vollzeit arbeitet und dann noch aufstocken muss, nur damit die Firmen Geld sparen. Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Menschen, die körperlich arbeiten, einen Zuschlag erhalten, weil sie vielleicht früher in Rente müssen. ( Gab es nicht mal sowas wie Schwerarbeiterzuschlag?)

und dann noch aufstocken muss, nur damit die Firmen Geld sparen

Richtig! Deutschland ist Export-Weltmeister, verkommt aber zum Niedriglohnland. Wohlstand nur für den, der sowieso schon genug hat?

Heuschrecken - nein danke!

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Im ersten Moment mag das vielleicht logisch klingen - ich sehe es aber eigentlich aus der Perspektive, dass Arbeiten mit so schwerer körperlicher Belastung gar nicht mit dem Mindestlohn in Berührung kommen, weil sie sowieso höher bezahlt sind. Daher läuft diese Forderung quasi ins Leere....

Der Mindestlohn beträgt derzeit 8,84 EUR - dafür bekommt man hier in Bayern noch nicht einmal eine Putzfrau, denn die kostet schon 12 oder 13 EUR.

Deine Idee weitergedacht:

Das ganze muss ja in irgendeiner Form auch in einer gesetzlichen Regelung abgefasst werden.Wie sollte diese Regelung genau lauten? Für schwere körperliche Arbeit wird ein Zuschlag gezahlt? Unter schwerer körperlicher Arbeit wird jede Arbeit verstanden, die über die übliche Anstrengung hinausgehend den Arbeitnehmer in besonderer Art und Weise anstrengend.

Die Formulierung habe ich mir ausgedacht. Das Problem unabhängig von der Frage der Sinnhaftigkeit, ist sicherlich dass der Begriff anstrengend sich nicht definieren lässt. Extrem subjektiv. Was für den einen locker geht, ist für den anderen schon sehr anstrengend.

Wäre eine sicherlich interessante Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für uns Anwälte. Ansonsten rein rechtlich nicht in den Griff zu bekommen

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