Wie findet ihr meine Einstellung zu Fleisch Hauptsache Billig?

14 Antworten

Wenn du keinen Wert auf Qualität, geschmack, Tierwohl und Nachhaltigkeit legst ist das deine Sache.
Ich kann das nicht nachvollziehen und habe meinen Fleischkonsum schon vor 20 Jahren stark runtergefahren. Dafür gibt es dann auch nur besonders hochwertige Sachen wie freilaufende Hühner, Gans von der Wiese, Weiderind und Wild vom Jäger. Für mich ist das perfekt, das Fleisch hat einen stärkeren Eigengeschmack so das man garnicht viel braucht um tolle Gerichte zu kochen

Durch Intensivhaltung entstehen auch viele Probleme, sei es die Menge an Mist und Gülle die die Landwirte nichtmehr loswerden, die Rodung für Mastfutter, die Haltungsbedingungen an sich, der durch die Enge häufiger nötige Einsatz von Medikamenten usw. In meinen Augen ist etwas das so viel Probleme schafft weil Geiz eben geil ist nicht zielführend und schon garnicht zukunftsweisend.

Lieber weniger Tiere halten, dafür besser und entsprechend den Konsum zurückfahren. Ist auch gesünder: 300g bis 600g sind empfohlen, die kannst du dir sicher auch vom Metzger leisten.

Absolut verantwortungslos. Es wird viel mehr Fleisch gegessen, als überhaupt ökologisch verträglich produziert werden kann. Der Schaden der dadurch entsteht ist enorm. Die moderne Nutztierhaltung ist einer der größten Einzelposten des menschengemachten Klimawandels. Allein die Mengen an Treibhausgasen welche die Tiere selbst produzieren machen 15 % am Gesamtvolumen aus, und da sind die CO2 Emissionen für Haltung, Schlachtung, Verarbeitung, Lagerung und Transport noch gar nicht eingerechnet. Hinzu kommt der große Zusatzaufwand an Energie, Wasser und Nutzflächen. Dazu kommt der exorbitante Ressourcenverbrauch. Es müssen durchschnittlich sieben und in manchen Fällen bis zu 33 Kalorien pflanzliche Nahrung aufgewendet werden, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Die moderne Nutztierhaltung vernichtet tatsächlich mehr Nahrungsmittel, als sie produziert.

In Deutschland werden dem Bundesinformationszentrum für Landwirtschaft 60 % der Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter in Beschlag genommen. Auf vielen dieser Flächen könnte auch Nahrung direkt für den Menschen angebaut werden. Trotzdem müssen noch ca zwei Drittel der Eiweißfuttermittel für Nutztiere in Deutschland aus dem Ausland importiert werden. 2016 waren das 2,37 Millionen (!) Tonnen. Diese stammen hauptsächlich aus Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern, wo für den Anbau der Regenwald brandgerodet wird.

Die Entsorgung der Fäkalien verseucht das Grundwasser mit Nitrat, und die Ammoniak-Ausdünstungen sind die größte Feinstaubquelle im Land. So lange das alles so ist, ist jeder, der bereit ist kein Fleisch mehr zu essen, ein Segen für Mensch und Umwelt. Für die Tiere sowieso.

Außerdem gibt es mittlerweile viele Daten die zeigen, wie sich das Risiko von Zivilisationskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen mit dem Anteil an Fleisch und weiteren tierischen Nahrungsmitteln in der Ernährung erhöht.

Außerdem sind die Tiere die in unserer Gesellschaft getötet und gegessen werden auf genau die gleiche Weise empfindungsfähig wie wir. Das, was wir ihnen antun, nehmen sie sicher genau so wahr, wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Sie mögen nicht unseren Intellekt haben, aber um zu Leiden braucht man keinen Intellekt. Dabei gibt es in den Industrienationen der ersten Welt heute keine Notwendigkeit mehr Tiere zu essen oder als Rohstoffquelle auszubeuten. Kein Tier will ausgebeutet werden, kein Tier will eingesperrt sein, und kein Tier will sterben.

Man muss ja nichtmal ganz auf Fleisch verzichten - bewusster Verzehr regionaler Produkte ist bereits ausreichend! Und niemand muss täglich Fleisch essen.

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@Jokerfac3

Das ist jetzt Ansichtssache. So lange zu viele Menschen viel zu viel Fleisch essen und auch nicht bereit sind daran etwas zu ändern finde ich es schon am idealsten, gar keins zu essen. Zumal auch regionales Vieh mit Sojaschrot aus Brasilien gefüttert wird.

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Du bist da nichts besonderes.. Millionen Menschen sind so. Die Qualität ist dann eben nicht die beste.. über die schlechte Tierhaltung Gedanken machen ist nicht jedermanns Sache.

Ich hoffe, dass ein Umdenken in den Züchtern statt findet.. das es härtere Anforderungen geben wird.. die Mehrkosten sind für mich dann vollkommen ok. Du hast dann halt ein Problem.

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