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3 Antworten

Lieber AnDi1905,

erst einmal finde ich es schwierig, das heutige Christentum direkt von der römischen Reichskirche abzuleiten. Das ist eine ziemlich absurde Verkürzung, die völlig übersieht, dass dazwischen nochmal 1500 Jahre Geschichte liegen.

Davon abgesehen sind die Ursprünge der römischen Religion deutlich anders gelagert, als du sie hier zusammenfasst. Die Römische Religion speist sich zunächst aus der Etruskischen, da ja auch Rom ursprünglich mal eine etruskische Gründung war. In dieser Periode haben die Götter noch deutlich andere Aufgaben als später und sind mehr Erd- und Naturgottheiten.

Erst im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus wird der römische Staatskult dann umfassend hellenisiert und die bis heute weit verbreitete Gleichsetzung der römischen und der griechischen Götter eingebaut. Jupiter wird zum römischen Zeus, Mars zum römischen Ares usw. Das passiert aber alles erst viel später als in deiner Auflistung. Davon abgesehen: bei der breiten Masse der Römer ist dieser Staatskult ohnehin nie richtig angekommen. Man verehrte weiterhin vor allem Hausgötter, wie Laren und Penaten oder Janus, für den  es kein griechisches Pendant gibt.

Was du völlig ausgelassen hast sind die Veränderungen im Staatskult zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert. Denn dort gab es Bestrebungen, das ganze römische Götterpantheon durch den Sonnengott Sol zu verdrängen und somit gewissermaßen einen "römischen Monotheismus" zu schaffen, auch wenn das die tatsächlichen Anläufe natürlich grob vereinfacht.

Die Reformation des Kaisers Julian in den 360er Jahren war dann der Versuch, den alten römischen Polytheismus in der Form einer "heidnischen Kirche" neu zu organisieren und sowohl den Sol-Kult als auch das Christentum zurückzudrängen.

Das Christentum war zunächst bis 313 immer verfolgte Minderheit, unter Konstantin wurde es dann anerkannte Religion und von ihm - obwohl er zeitlebens nie Christ geworden ist - aktiv gefördert. Von seiner Seite aus war das aber kein Glaube, sondern reine Machtpolitik, da er wusste, dass das Römische Reich langfristig nicht mehr ein Viertel seiner Einwohner verfolgen konnte.

381 wurde das Christentum dann alleinige Staatsreligion und der heidnische Tempelkult verboten. Gestört hat das die Anhänger der römischen Religion außerhalb der Großstädte nur wenig, da sich das Christentum auf dem Land ohnehin sehr viel später durchsetzte, als in den Städten. Erst im 6. Jahrhundert kann man davon sprechen, dass die Christianisierung wirklich die ganze Bevölkerung erfasst hatte.

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Kommentar von AnDi1905
23.10.2016, 19:51

ich will nur bis zum 700.Jahrhundert machen, ich mache nur noch mehr, wenn ich noch zu wenig habe

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Egal, ob Uni oder Schule: Mir scheint das Thema viel zu weit. Wie viele Seiten willst Du schreiben? Bei 15 Seiten inkl. Einleitung und Fazit hast Du für jeden Punkt nur eine Seite. Und dann noch 1,5facher Zeilenabstand und größere Schrift bei den Überschriften... Grenz das Thema ein.

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Kommentar von AnDi1905
23.10.2016, 19:52

wie soll ich denn was eingrenzen, dann fällt was weg, man kann die sachen ja nicht zusammenfassen

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Über welchen Einflussbereich sprechen wir hier?

Nur das römische Kerngebiet oder das gesamte Süd- und Mitteleuropa?

Wofür ist die Arbeit? Schule? Uni? Welche Fachrichtung?

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Kommentar von AnDi1905
23.10.2016, 19:52

schule seminararbeit und es geht um italien/rom

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