Wie findet Ihr den Katholischen Glauben?

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29 Antworten

Hallo!

Ich bin katholisch, aber ich glaube weder an die Bibel noch gehe ich in die Gottesdienste. Ich glaube an "irgendwas" aber nicht an die starren Auslegungen der Bibel, die für mich - sorry - eine Art Märchensammlung bzw. Anreihung von Sagen und Mythen darstellt. 

Gegen den Strich geht mir nur eines: Dass die Kirche immer dann, wenn die von ihr gepredigten Werte wie Milde, Erbarmen, Herzlichkeit oder Hilfe gefordert werden, nicht tätig wird, wegschaut oder genau das Gegenteil davon an den Tag legt. Man unterstützt zwar haufenweise Hilfsprojekte in aller Herren Länder & redet gebetsmühlenartig von Nächstenliebe, aber wenn "der Nächste" aus der eigenen Kirchengemeinde in Not ist, lässt ihn die Kirche gern mal so richtig fallen.

Ein Kirchenaustritt kommt für mich aber nicht in Betracht. Denn in irgendeiner Weise geben mir Kapellen und Kirchen durchaus sowas wie Ruhe oder inneren Frieden.. ich besuche sie aber außerhalb der Gottesdienste die oft eine Art "sehen und gesehen werden" sind -------> genau deswegen meide ich auch die Weihnachtschristmetten. Da gehen die hin, die das ganze Jahr nie in der Kirche sind, sich das Sakko zur Jeans anziehen & meinen, man sei ja soooooo christlich weil man einmal im Jahr in die Kirche geht... sorry, dadrauf kann ich echt verzichtn.. meine Meinung.

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Kommentar von Meatwad
01.12.2016, 19:46

Ein Kirchenaustritt kommt für mich aber nicht in Betracht. Denn in
irgendeiner Weise geben mir Kapellen und Kirchen durchaus sowas wie Ruhe oder inneren Frieden.. ich besuche sie aber außerhalb der Gottesdienste die oft eine Art "sehen und gesehen werden" sind

Absolut legitim. Aber das dürftest du doch auch noch nach einem Kirchenaustritt.

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Was meinst du mit "Kirche"? Ich denke, dass ist ein viel zu schillernder, sehr facettenreicher Begriff, um das, worauf er verweist, einfach mit "Gefällt mir", "Gefällt mir nicht" zu belegen. Das passt einfach nicht.

Ich glaube an die "heilige katholische Kirche". Meinen wir damit ein konkretes Bauwerk, etwa "die katholische Kirche in der Strasse XYZ"? Oder meinen wir damit die Institution "Katholische Kirche"? Wohl kaum. Wir meinen damit etwas, dem die muslimische "umma" recht nahe kommt, aber nicht dasselbe ist. 

Kirche ist welt- und zeitumspannende ("katholisch") Gemeinschaft aller Christen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In diesem Sinn ist Kirche aber auch "Tempel" Gottes, "Mutter Gottes", "Neues Jerusalem", "congregatio fidelium", "communio sanctorum" ...

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Ich wurde zwar - wie seinerzeit üblich - getauft und sollte die Kirche besuchen, was ich meistens umgangen hatte - aber gläubig war ich nie gewesen.

Je älter ich wurde, umso heuchlerischen kam mir die ganze Sache vor.
Weshalb ich auch vor 29 Jahren aus der Kirche ausgetreten bin.

Ich habe es auch nicht mit irgendwelchem anderen Glauben.

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Ich bin in einem katholischen Umfeld aufgewachsen, habe aber später meinen Glauben verloren.

Aus meiner katholischen Kindheit bleiben mir eigentlich schöne Erinnerungen. Weihnachten, Ostern, diverse Umzüge. Ich ging auch gern in die Kirche und hielt mit Jesus Zwiesprache. Aber damals war ich halt noch gläubig.

Es war nicht die Kirche, die mich vom Glauben entfernt hat, sondern die mit zunehmender Reife erworbene Fähigkeit, Legenden als solche zu erkennen, und die teils verwerflichen Inhalte der "heiligen" Bücher selbst.

Was ich vom Katholizismus halte? Mit den anderen grossen Religionen des Christentums gehört er zu den akzeptabelsten Religionen, da das Christentum inhaltlich mit den Menschenrechten vereinbar ist (in der heutigen Form - in der Geschichte war das nicht so). Dass es ein Oberhaupt gibt, finde ich auch gut, denn es braucht einen Ansprechpartner, damit nicht jeder die Religion nach Gutdünken auslegen kann. Hätte man den im Islam, könnte der ein für allemal entscheiden, dass die Tötung Ungläubiger unislamisch ist. Allerdings hätte man sich die Unfehlbarkeit des Papstes und diverse Dogmen sparen können, denn die sind einfach lächerlich.

Vorwerfe ich ihm, den Menschen völlig zu entwürdigen, aber das ist in anderen Religionen auch so. Im Christentum ist man grundsätzlich ein durch und durch sündiges Wesen, unfähig, aus sich heraus irgendetwas Gutes zu tun. Im Islam ist man ein Sklave, der sich völlig zu unterwerfen und ohne Nachdenken zu gehorchen hat. All das ist un meinen Augen mit der Menschenwürde unvereinbar.

An meinem Charakter und Handeln hat der Abfall vom Glauben nichts geändert. Ich bin derselbe Mensch wie vorher.

Was bleibt, ist ein gewisses Unverständnis, wie erwachsene Menschen so offensichtliche Legenden unkritisch für wahr halten können.

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Kommentar von Zicke52
30.11.2016, 19:53

Nachtrag: Wenn man allerdings die Vergangenheit der katholischen Kirche betrachtet, muss man zu dem Schluss kommen, dass sie keinesfalls "der lebende Körper Christi" sein kann, als der sie sich versteht. Denn angesichts dessen, was sie sich zuschulden kommen lassen hat, kann von göttlicher Inspiration keine Rede sein, höchstens von satanischer. Und noch in der Generation meiner Mutter hat sie durch ihre Sexfeindlichkeit viel Leid verursacht. Die heutige Menschenrechtskompatibilitaet hat sie auch nicht aus eigener Einsicht erreicht, sondern unter dem Druck der Laizisten und Aufklärer. Religionen produzieren also keine Menschlichkeit, nur Menschen tun das. Der Glaube an Gott verstellt den Blick auf den Menschen und macht blind für das menschliche Leid.

Dabei hatte die katholische Kirche die besten Voraussetzungen: nämlich ein Buch (NT), das für seine Zeit revolutionär menschenfreundlich und fortschrittlich war.

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Mich freut es, dass du Positives im Glauben gefunden hast. Und du sollst auch nicht aus der Kirche austreten, keineswegs. Aber wie genau hast du dich in deinem Glauben denn mit der Bibel, Gottes Wort, auseinandergesetzt?

In der kath. Kirche läuft vieles schief. Genauso wie in der ev. Kirche auch. Beide Kirchen sind nicht fehlerfrei. Ich selbst bin evangelisch und negativ erstaunt, wie die ev. Kirche krampfhaft versucht, sich der modernen Gesellschaft anzunähern und biblische Werte immer mehr in den Hintergrund stellt.

Die kath. Kirche hingegen bewahrt ihre Tradition. In meinem Auga aber mit einem ganz entscheidenden Fehler: Dem Papst und dessen Stellung. Ich bin derselben Ansicht wie Martin Luther: Der Mensch ist gerechtfertigter Sünder. Gerechtfertigt heißt, durch Jesu Heilsgeschichte bleibt er Gott verbunden. Aber er ist Sünder. Wenn man sich näher mit der Theologie beschäftigt, wird das aus der Bibel ersichtlich.

Somit ist auch der Papst Sünder. Der Papst wird oft als Stellvertreter Gottes auf Erden gesehen. Geht es in der Geschichte vom Turmbau zu Babel nicht um genau den Punkt, dass sich der Mensch nicht mit Gott auf eine Ebene stellen soll? Steht irgendwo in der Bibel, dass Gott der Welt einen Stellvertreter überordnet? Heißt es nicht immer, alle Menschen seine vor Gott gleich?

Ohne das jetzt weiter auszuführen, wirkt es für mich, als vergesse die kath. Kirche, in ihrer traditionellen und papsttümlichen Ausrichtung, den Glauben an Jesus als Gottes Sohn und Retter. Was ist denn meine Aufgabe als Christ? Soll ich Jesus zujubeln oder dem Papst? Soll ich an Jesus direkt Glauben oder durch den Papst an Jesus? Was liegt denn mehr in Gottes Sinne? Mich in meiner Gemeinde einzubringen und den Glauben zu Leben oder wie ein Fußballfan nach Venedig zu reisen, um dem Papst zu winken?

Vielleicht beantworten diese Zeilen ja ein wenig deine Frage. Als gläubiger Mensch, ist mir der Papst auf jeden Fall ein Dorn im Auge. Aber ich bin ja nicht katholisch.

Liebe Grüße, Michel

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Kommentar von Michelf927
30.11.2016, 16:53

*In den Vatikan natürlich, nicht nach Venedig

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Ich liebe die Gemeinschaft meiner Ortsgemeinde und die formenreiche Liturgie.

Ich bin aber so weit protestantisch akkulturiert, dass ich nichts vom Primat des Papstes, den Dogmen über die apostolische Sukzession und das Weihepriestertum halte. Natürlich auch nichts davon, das Priester- und Diakonenamt Männern vorbehalten ist und Priester unverheiratet sein müssen.

Auch fehlt mir eine synodale Kirchenverfassung.


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Kommentar von Indianerjones33
30.11.2016, 16:21

Vielen Dank :) Das war mal eine gescheite Antwort. Die Kirche lässt im Prinzip zu viel Fragen offen warum was so ist wie es ist. Sie macht Ihre Schritte nicht transparent? :)

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Mir persönlich ist der Glaube ziemlich egal. Auch der Katholische. Was mir an der Kirche gegen den Strich ging ist die Sache mit dem Missbrauchsskandal und das es lange vertuscht wurde.  Das fand ich eine schlimme Sache.  Sonst ist mir auch die Kirche egal.  Ich akzeptiere jede Meinung oder Glauben den ein Mensch hat. Und jeder sollte seine Meinung auch vertreten sie anderen aber nicht aufzwingen wollen.  Also mir ist der Glaube und auch die Kirche so ziemlich egal . 

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Drei Dinge:

1) Es heißt "ihr haltet" und "er hält", aber nicht "ihr hält".

2) Evangelische Menschen heißen "Protestanten". "Evangelikale" sind noch wieder etwas anderes.

3) Die einzige gläubige Katholikin, die ich näher gekannt habe, ist irgendwann aus der Kirche ausgetreten. Sie wird ihre Gründe gehabt haben. Nach meinem Geschmack ist sie aber immer noch allzu katholisch angehaucht. Geschmacksache halt.

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Kommentar von Indianerjones33
30.11.2016, 15:55

Ok, Vielen Dank :) Entschuldige den Schreibfehler.

Ich meinte auch evangelikale, mit Protestanten verstehe ich mich gut, die stehen genau sowenig für Ihren Glauben auf wie wir Katholiken. 

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Kommentar von lupoklick
30.11.2016, 16:03

Willst du mich BELEIDIGEN ???

Dank meiner ev.lt. Sanftmut

verzeihe ich dir das katholische Schimpfwort  "Protestant"  !!!

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Für mich ist die kath. Kirche die einzige nennenswerte normative Kraft, zugegeben mit allen menschlichen Schwächen und Stärken vieler Funktionsträger.

 Zu verbessern gäbe es Einiges, allerdings gehören die Standardkritiken der Atheisten (vom Zölibat über die Kreuzzüge zum Kindesmißbrauch) nicht zu meinen Prioritäten.

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Was mich an der katholischen Kirche stört?
1. Das ich, obwohl ich keine Kirchensteuer bezahle, diesen Verein mit meinen Steuern subventioniere. Beide Kirchen bekommen glaube über 17 Milliarde Euro pro Jahr vom Staat. Nicht von der Kirchensteuer. 
2. Das die katholischen Pfaffen weltweit Kinder missbraucht haben, und nicht ein einziger von der Kirche raus geworfen wurde und/oder exkommuniziert wurde. Nicht einmal angezeigt. 
3. Das pädophile Pfaffen statt angezeigt einfach nur versetzt werden und teilweise sogar weiter mit Kindern arbeiten dürfen. Die neuen Gemeinden aber von den Missbrauchsfällen in den alten Gemeinden absolut nichts wissen. Sie werden nicht vorgewarnt.
4. Dass sie ihre Arbeiter ausnutzt in dem sie keinen fairen Lohn bezahlt bekommen. Denn Gesetze gelten für die Kirche nicht. 
5. Die Geschichte der katholischen Kirche über Jahrtausende gezeigt hat, wie Menschen verachtend sie doch ist. 

Ich mache hier erstmal Schluss. Wenn du mehr hören willst, ich habe da noch einiges auf Lager. Sind mindestens noch ein Dutzend Punkte.

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Kommentar von Indianerjones33
30.11.2016, 16:07

Ok, Vielen Dank :)
Also 1. Zu viel Geld (Deutsches Problem?)
2. u. 3. Das die Kirche Ihre Priester nicht genügend geprüft hat und die Priester den Katholischen Glauben selbst nicht leben und Sexualstraftaten begehen, die nicht so verfolgt und bestraft werden wie es sich gehört. 

3. Keine Fairen Gehälter ist mir neu vielen Dank.

4. Die Kirche gezeigt hat, dass sie Menschenverachtend ist.

ja ich ätte gerne noch die anderen

schon mal danke :)

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Kommentar von Michelf927
30.11.2016, 16:27

Hey Rixon, bin gerade auf deine Antwort gestoßen. Ich kann Menschen, die KRitik an der Kirche üben vollkommen verstehen, ich bin selbst gläubig, der Kirche aber sehr kritisch gegenüber eingestellt.

Zu 1.: Du weißt, dass Kirchen viele soziale Einrichtungen tragen? Schulen, Kindegärten, Altenheime... Soziale Verbände wie Caritas. Dass Pfarrer und kirchliche Angestellte Seelsorge leisten für Flüchtlinge und Gläubige genauso wie für Soldaten, Polizisten, und den einfachen Bäcker nebenan. Natürlich gibt die Kirche auch viel Geld für vermeintlich Unsinniges aus, da stimme ich dir zu. Aber das ist eben nur die eine Seite.

Zu 2. und 3.: Nenne mir doch mal einen Pfarrer mit Namen, der ein Kind missbraucht haben soll. Ich stimme dir vollkommen zu, dass es Missbrauchsfälle gibt und die Kirche in diesem Punkt härter vorgehen sollte. Allerdings ist es auch nicht einfach, solche Fälle ausfindig zu machen. Du redest, als hättest du eine Statistik mit Namen von Pfarrern vor dir, wo, wie und wann. Vorsichtig mit Bagatellisierungen. --> Die Medien schreiben viel

Zu 4.: Was heißt denn "kein fairer Lohn"? Hast du kirchliche Unterlagen vor dir liegen, die genaue Auskunft über Gehälter geben? Oder hast du nur schnell mal gegoogled? Mir persönlich, der ich viel mit Kirche am Hut habe, ist kein Mitarbeiter begegnet, der Hunger und Not leidet. Letztlich sollte in der Gemeindearbeit auch für den Arbeitenden nicht das Geld im Vordergrund stehen. Man sollte den Beruf aus Nächstenliebe ausüben. Obendrein sind es letztlich nun einmal auch viele soziale Berufe, die generell schlechter bezahlt werden. Ich weiß auch, dass die kath. Kirche wohl Milliarden hortet, aber bei abnehmenden Kirchensteuereinnahmen, fehlenden Spenden wegen Besuchermangels und andauernden variablen Kosten (Kirchensanierungen, Gebäudeinstandhaltung) kann man das Geld auch nicht verpulvern. Auch die Kirche muss zukunftsorientiert denken.

Zu 5.: Die Kirche ist nur so menschenverachtend, wie die Menschen sie machen. Wenn die Menschen die Bibel nicht verstehen, ist das ein Problem des Menschen selbst. Die Kreuzzüge waren keine kirchliche Aktion, sondern mit politischer Absicht. Auch die Päpste (!) hatten materialistische Interessen. Nur klingt es besser, zu sagen, man macht das eines Gottes wegen. Menschen lassen sich leicht manipulieren.

Ich persönlich kritisiere auch den Papst auf´s Übelste. Wer die Bibel kennt und Jesu Botschaften verstanden hat, der sollte im 21. Jhd. wissen, dass es keinen Stellvetreter Gottes auf Erden geben sollte, schon gar nicht einen Scheinheiligen. Martin Luther sagt, und der Ansicht bin ich auch, dass der Mensch Sünder ist - jeder Mensch. Und ein Papst ist davon nicht ausgeschlossen. Gerade deswegen ist die kath. Kirche in meinen Augen ein Witz. In diesem Punkt mag die ev. Kirche besser sein, aber auch die ist nicht fehlerfrei.

Gruß, Michel ;)

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Kommentar von Zicke52
30.11.2016, 17:11

@Rixon: Die Vorwürfe 1 bis 4 solltest du an den Staat wenden, nicht an die Kirche.

Es ist der Staat, der die Kirche mit Steuergeldern unterstützt. Laizistische Staaten tun das nicht. Und auch Kirchensteuer gibt es ausser in Deutschland, Österreich und Schweiz meines Wissens nicht.

Es gibt eine weltliche Gerichtsbarkeit, und deren Aufgabe ist es, Verbrecher aus dem Verkehr zu ziehen und zu bestrafen. Für einen pädophilen Lehrer ist ja auch nicht die Schulbehörde zuständig, sondern der Staatsanwalt.

Es ist der Staat, der der Kirche Sondergenehmigungen im Arbeitsrecht gewährt. Wenn der Staat einem privaten Arbeitgeber dieselben Privilegien gewährt, wird der sie auch annehmen.

Also: Sorgt für eine gerechte Gesetzgebung, und die Kirche muss sich dem unterwerfen wie jede andere Institution auch.

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Große Tradition und eine bewegte Geschichte zeichnet die RKK aus. Der Glaube kann einem schon eine innere Ruhe und seelische Stabilität verleihen. Ich kann verstehen, daß man sich hier menschlich und gefühlsmäßig geborgen und aufgehoben fühlen kann. Wie man das geistlich zu bewerten hat, ist eine andere Sache. Wenn es um den christlichen Glauben geht, ist die Bibel maßgebend! Aber unser theologisches Wissen ist letztlich auch nur Stückwerk. Im Besitz der Wahrheit ist allein Gott in Jesus Christus, niemals eine Institution, eine Kirche oder einzelne Menschen.

Hier hat geschichtlich gesehen die RKK sicherlich einiges biblisch verkehrt gesehen, interpretiert und umgesetzt (Kreuzzüge, Inquisition, Mönchtum, Hexenverbrennungen, Folter, Marienkult, Relikteverehrung, Ablaßhandel, Politik, Papsttum, Kanon, Messe etc.). Das sind alles Dinge, die man zumindest sehr hinterfragen muss und die so auch nicht in der Bibel zu finden sind. Da sind viele Dinge garantiert nicht im Willen Gottes geschehen. Die Kirche ist auch nicht alleinseligmachend. Man kann auch außerhalb der RKK seinen Frieden mit Gott finden und durch Glauben an das Evangelium erlöst werden.

Die Reformation war wichtig und richtig. Aber auch die evangelische Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte sicherlich einiges falsch gemacht. Entscheidend ist nicht unbedingt wo man seinen Glauben auslebt und womit man sich verbindet, sondern daß man die Neugeburt erlebt nach biblischem Verständnis und durch den Heiligen Geist bewirkt. Auf dieser Grundlage kann man dann auch seine Entscheidungen treffen und die Bibel verstehen, sowie Irrlehren erkennen. Es gibt solche Christen wohl auch in der RKK, aber sicherlich ebenso nur Mitläufer und Traditionsgläubige mit wenig biblischem Tiefgang. Du bist da vielleicht eine Ausnahme.

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Schön dass Dich Dein Glaube zum besseren verändert! ich glaube auch aber mein Glaube hat mit der Kirche gar nichts zu tun!

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Kommentar von Indianerjones33
30.11.2016, 15:39

OK, Vielen Dank

durch was hast du deine Meinung so gefasst, bzw. was denkst du ist das Problem :) ?

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Oh, da ich ihn nicht suche, finde ich ihn auch nicht.

Von der Kirche halte ich nicht das Geringste.
Sie hat, gleich ob Caritas oder Diakonie eine für die Gesellschaft sinngebende soziale Funktion.
In allen anderen Bereichen in denen sie dogmatisch und ideologisch in Erscheinung getreten ist und tut, hat sie keine Berechtigung.

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Generell denke ich, dass es nur 2 Arten von Kirche/Gemeinde gibt: Die unsichtbare Kirche/Gemeinde, die sich aus allen gläubigen Christen zusammensetzt, die aus ganz verschiedenen Kirchen und Gemeinden usw. kommen. Nur Gott allein weiß, wer alles zur unsichtbaren und erretteten Gemeinde gehört.

Daneben gibt es die sichtbare Kirche/Gemeinde, die aus allen besteht, die Mitglieder in Kirchen und Gemeinden sind und/oder Gottesdienste besuchen bzw. sich als Christen bezeichnen. Nicht alle, die zur sichtbaren Gemeinde gehören, sind auch errettet und gehören zur unsichtbaren Gemeinde.

Im Endeffekt kommt nach der Lehre der Bibel alles auf den Glauben an, der uns allein der unsichtbaren Gemeinde zugehörig macht und rettet (Joh 5,24; Joh 3,16; Apg 16,31 usw.).

Manchmal geschieht es, dass kirchliche und gemeindliche Traditionen, Rituale und Vorstellungen, als (beinahe) gleichwertig zur Bibel betrachtet werden. Jede Kirche und Gemeinde (und auch jeder Christ selbst) sollte die Bibel als alleinigen Maßstab nehmen und unterscheiden zwischen den Lehren der Bibel und den Lehren von Menschen. Das Vorbild für gläubige Christen sollten die Beröer sein, die alles anhand der Bibel überprüften: "sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte" (Apg 17,11). Alles weitere ergibt sich dann von selbst...

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Hallo Indianerjones,

der katholische Glaube ist auch mein Glaube. Ebenso sehe ich die katholische Kirche positiv, wenn ich sie generell als das Volk Gottes sehe. Vorsichtig und differenziert mit Vorbehalten sehe ich die "Amtskirche" und das Verhalten der Amtskirche im Verlauf der Kirchengeschichte.

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Mir geht das komplette Christentum gegen den Strich. Aber versteh mich nicht falsch. Ich verurteile/beleidige/... niemanden aufgrund seines Glaubens. Aber dann sollen sie's wenigstens so tun, dass es keiner merkt & man so richtig schön in sämtliche Fettnäpfchen treten kann.^^

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was mir gegen den Strich geht: 1) die Jahrhunderte lange angebliche Unfehlbarkeit dieser Sekte 2) das nur Männer in führenden Positionen an zu- treffen sind. 3) dieser ganze Kitsch in deren Gebetshäusern und im Hauptquartier,  um nur einige Punkte zu nennen

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Kommentar von Indianerjones33
30.11.2016, 15:50

Ok, Vielen Dank :) dein Problem ist Jahrhunderte Arroganz, Männer scheinen die Macht zu haben und Geld das in Kunst umgewandelt wurde die Ihnen nicht zusagt?

schn mal Danke :)

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Habe zwar einen anderen Glauben aber die Katholiken die ich kenne sind alle sehr Nett. Wenn ich in irgendeiner Art mit der Kath. Kirche zutun hatte wars eigentlich immer Positiv. 

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Kommentar von Indianerjones33
30.11.2016, 15:40

Ok, :) Viele Dank für deine Antwort

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Ich habe nichts mit dem Glauben an sich (für mich Märchen aber egal) aber ich hasse die kirche und bin auch kein grosser freund ihrer sturen religiosi anhänger die nichts anderes sehen als ihren eigenen glauben in ihrer eigenen verkorksten Welt

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Hallo Ihr Lieben ...ich bin apologetisch hervorragend 
geschult.

und wahrscheinlich ein Angeber, mein Lieber.

Deswegen wollt ich fragen, was ihr so von der Kirche 
haltet

Warum ?  Hier und auf andern Plattformen wird doch schon oft genug mit maximalem Schwachsinn über die kath. Kirche ("Glauben" - kennt man weniger) her gezogen.
Manche finden sie gut oder haben eine kritisch distanzierte Haltung zu ihr usw.
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