Wie findet Ihr das jetzige deutsche Schulsystem?

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12 Antworten

Hey :)

Die Unterteilung in verschiedene Schulformen finde ich sinnvoll und so unübersichtlich ist es nun auch nicht. Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass ich damit aufgewachsen bin.

Durch eben diese Unterteilung ist es möglich, die Schüler nach ihrem Leistungsniveau entsprechend zu fördern, sodass jeder in seiner Schulform das beste aus sich herausholen kann. Wären sie alle zusammen gemixt, würde der Unterricht meiner Meinung nach nicht in der Lage sein, individuelle Potential richtig zu behandeln.

Einige argumentieren, dass die Unterteilung zu früh geschehe - doch ich finde, dass dies nicht der Fall ist. In den vier Jahren Grundschule zeigt sich meist schon deutlich, wozu die Kinder in der Lage sind und wozu nicht. Natürlich kann sich soetwas später nochmal durch plötzliche Motivation, Interesse oder ähnliches verändern, dann gibt es aber ja die Möglichkeit, zu gegebener Zeit die Schulform entsprechend zu wechseln.

Die Unterschiedlichen Herangehensweisen in den unterschiedlichen Bundesländern finde ich aber, da muss ich dir zustimmen, auch nicht gerade toll.

Meiner Meinung nach fehlt deshalb die Chancengleichheit, da die Anforderungen schon recht unterschiedlich sind. Vor allem beim Thema Umzug wird es da recht kompliziert, da man sich mit teilweise völlig anderen Gegebenheiten konfrontiert sieht.

LG

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Ich bin auch in der DDR aufgewachsen. Meine Kinder allerdings teilweise in der BRD.

Ich fand am schlimmsten, dass ich quasi nach der 4. Klasse (als meine Kinder 10 oder 11 Jahre alt waren) entscheiden musste, in welche Richtung es schulisch weitergehen sollte. Bis zm Schulabschlußß mit 16 oder 17 kann noch so viel passieren.

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TimmyEF 19.04.2016, 09:56

das sind ja auch meine Gedanken.

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manchmal denke ich auch, dass es besser wäre zumindest die ersten 8 jahre einheitlich zu gestalten. damit meine ich gleiche lehrbücher, gleicher stoff etc. damit alle kids zumindest bis dahin auf dem gleichen stand sind. später dann trennt sich halt die spreu vom weizen

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Das Deutsche Bildungssystem ist ein Gesprächsthema für sich, dafür reicht dieses kleine weiße Antwortkästchen nicht, um sowohl meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, als auch deine Frage hinreichend zu beantworten.

Zunächst einmal ist das Schulsystem wirklich sehr unübersichtlich, wir in Deutschland haben gefühlt alle 10 Meter wieder ein neues System, in Amerika zum Beispiel ist im ganzen Land überall das selbe System. Das als kleiner Denkanstoß, aber die traurige Wahrheit ist, dass es nunmal nicht in unserer Verantwortung liegt und die Menschen, die sich darum kümmern machen sich einfach keine Gedanken über die Kinder. Einfach rücksichtslos!!!

Dann würde ich kurz auf deine Nostalgie zurück kommen. Natürlich ist es besser einheitlich zu unterrichten, aber es geht schließlich auch um die Inhalte, die gelehrt wurden, natürlich war damals nicht ALLES schlecht, dennoch hat sich seitdem einiges entwickelt.

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TimmyEF 19.04.2016, 10:11

Da geb ich Dir natürlich Recht. Die Entwicklung geht immer weiter.

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ich würde sagen im weltweiten Vergleich noch o.k., ansonsten aber erheblich reformbedürftig. Ich bin definitiv auch für bundesweit einheitliche Regelungen und zudem würden zwei Schulformen ausreichen. Ich würde das Gymnasium bestehen lassen für die leistungsstarken Schüler und daneben noch eine weitere Regelschulform  für alle weiteren Schüler, die insbesondere mehr auf die individuelle Förderung setzt- sowohl im Lernbereich wie auch bei sozialen Themen.

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SerenaEvans 19.04.2016, 09:55

Toll. Also Elite oder Abschaum, um es mal zusammenzufassen.
Ich finde z.B. die Gesamtschulen eine sehr gute Alternative. Alle sind zwar zusammen, aber jeder kann den Abschluss machen, den er schafft. Leistungsschwache Schüler werden nicht einfach aussortiert.

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Joergi666 19.04.2016, 09:59
@SerenaEvans

So ein Schwachsinn! Ich war selber auf einer Gesamtschule, gegen eine gewisse Differenzierung spricht aber überhaupt nichts. Ich hab beruflich jahrelang mit Hauptschülern und jetzt schon jahrelang überwiegend mit Gymnasiasten gearbeitet- da gibt es schlichtweg große reelle Unterschiede. Soll man die Leistungsstarken doch stärker aufs Lernen fokussieren lassen und alle anderen stärker individuell fördern - das hat mal so gar nix mit Elite und Abschaum zu tun.

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TimmyEF 19.04.2016, 10:00
@SerenaEvans

Ich verstehe schon was Joergi666 meint: gemeinsam bis zur 6. Klasse und dann je nach Leistungsvermögen aufs Gymnasium oder auf die Realschule. das wäre in Ordnung

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Joergi666 19.04.2016, 10:02
@TimmyEF

mir schwebt da aber eher eine "verbesserte" Gesamtschule als 2. Schulform vor - also kleine Lerngruppen, individuelle Leistungsentfaltung, viele Schulsozialarbeiter etc...

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SerenaEvans 19.04.2016, 10:15
@Joergi666

Der Vorteil der Gesamtschule ist es, dass Schüler sich entwickeln können, ohne die Schulform und ihr soziales Umfeld zu verlassen. Man ist nicht in "gut" oder "schlecht" vorsortiert.

Ich kenne einige, die in den ersten Jahren eher am unteren Rande waren und sich hochgearbeitet haben, bis sie in sehr gutes Abitur gemacht haben.

Schon als schlechter Schüler abgestempelt zu sein, demotiviert viele.

Von daher finde ich unser Vielseitiges Schulsystem besser als dieses Idee mit "Elite" und "Minderbemiteld".

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verglichen mit der DDR ist das heutige Schulsystem ziemlicher Müll. Es ist auf Gliechmacherei ausgelegt und darauf möglichst viele Personen möglichst lange in irgendeiner Form von Ausbildung zu halten. Das entlastet den Arbeitsmarkt. Schlauer werden die Leute allerdings nicht dabei - im Gegenteil. Wirkliche Talente gehen in der Masse unter. 

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Im weltweiten vergleich ist unser schulsystem gut, allerdings (ich als Schüler) finde ich, das manches besser sein könnte. Ich bin vor kurzem von ostfriesland nach Hannover gezogen. Gleiches bundesland, gleiche schulform, total anders. Selbst von der einteilung der punkte her...

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Das kommt darauf an, welchen Sinn bzw. welche Aufgabe die Schule hat, wem sie dient und wer einen Vorteil von ihrer heutigen Struktur hat.

Das Schulsystem heute ist anders, aber nicht besser als in der DDR. Ich ging auch in der DDR zur Schule.

Gruß Matti

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Wäre kein Problem wenn die Qualität nicht drunter leiden müsste. Die werten Jahrgangsgenossen aus Bremen z. B. hatten ein Abi auf dass ich einfach nur neidisch war weils so leicht war.

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TimmyEF 19.04.2016, 09:52

Das meine ich ja: Jedes Bundesland hat andere Lehrpläne. Bundeseinheitlich wäre doch besser

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Matermace 19.04.2016, 09:53
@TimmyEF

Hm. So sympathisch ich die Idee auch finde, ich hätte Angst was da unter Umständen auf dem Lehrplan landet und was nicht.

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Das Schulsystem heute hat einige Probleme, aber das der DDR war auch nicht besser.

Zuerst sollte man die Einteilung in Klassen nach Alter abschaffen, und stattdessen nach Lernstand einteilen.

Danach bundesweit einheitliche Lehrpläne usw...

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beangato 19.04.2016, 09:53


das der DDR war auch nicht besser.

Das war viel besser.

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Das Problem besteht m. E. darin, wie Du richtig schreibst, dass es hier nicht ein  Bildungssystem, sondern 16 gibt!

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Am besten tragen auch alle die gleiche Kleidung, haben sich gleich zu Verhalten und wehe jemand wagt es anders zu sein.

Mehr Schulformen ermöglichen es auch besser auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen.

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d999j 19.04.2016, 09:52

Theoretisch ja, aber in der Praxis führt das zu Problemen (siehe Bayern)

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TimmyEF 19.04.2016, 09:53

Schuluniformen gab es bei uns nicht. Wobei so etwas zu weniger Neid und Mißgunst unter den Schülern führen kann. (Markenklamotten die Einen und KIK Klamotten die anderen.

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Matermace 19.04.2016, 09:58
@TimmyEF

Zu meiner Schulzeit (2000er) wurde das Thema Schuluniform und Klamottendruck durch Marken etc jedes Jahr durchgekaut, und jedes Mal kamen wir zu dem Ergebnis dass sich niemand das Problem vorstellen konnte, niemand hat Markenklamotten getragen. Das war wohlgemerkt in einer der wohlhabendsten und teuersten Gegenden Deutschlands.

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