Wie findet ihr das Abtreibungsverbot in den USA?

Das Ergebnis basiert auf 33 Abstimmungen

Schlecht. 82%
Gut. 18%

15 Antworten

Ganz davon abgesehen, dass es kein Verbot ist sondern es "nur" kein Recht auf Abtreibung mehr gibt halte ich es für eine unsagbar dumme Entscheidung. Auch finde ich es als Mann höchst fragwürdig, dass die Entscheidung darüber, ob dem Frauen dieses Recht genommen wird oder nicht, von einem Personenkreis der zu 66 % aus Männern besteht getroffen wurde. Von dem Alter dieser Personen ganz zu schweigen.

Alles in allem ein fataler Schritt in die Falsche Richtung über den sich jetzt (zu Recht) viele Frauen aufregen.

Ich befürchte auch, dass die Zahl an illegalen und improvisierten Abtreibungen in den betroffenen Staaten ansteigrn wird. Das das nicht gerade gesund für die Frauen ist sollte wohl klar sein.

Ja, das stimmt. Nur ein Einwand meinerseits: Auch Menschen, die sich nicht als Frauen definieren sind betroffen. Alle Parteien, die es angeht, dürfen sich zurecht im Stich gelassen fühlen und empört sein. Die USA hat mit dieser Entscheidung einen Schritt zurück gemacht und für mich ist Abtreibung ein Menschenrecht. Unfassbar.

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@DieUmfrage

"Auch Menschen, die sich nicht als Frauen definieren sind betroffen."

Hierbei spielt es überhaupt keine Rolle als was man sich definiert. Es kommt rein auf das biologische Geschlecht an. Personen die sich als Frauen definieren aber biologisch keine Sind sind ja ebenfalls nicht betroffen. Das das überhaupt Erwähnung finden muss ist traurig. 🤦‍♂️

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@DieUmfrage

die sollen sich nicht so haben. Die Waffengesetze ermöglichen doch auch einen Lösung nach der Geburt.

Vielleicht hat das Gericht das schon mit berücksichtigt um die Bevölkerungszahl stabil zu halten.

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@xNevan

Es gibt Inter*. Intermenschen sind biologisch keine Frauen und/oder keine Männer oder beides. Einige dieser Personen können Kinder gebären. Auch diese Menschen dürfen wir so dreist nicht ausschließen. Außerdem, Trans*männer können auch ein Kind bekommen. Diese Menschen definieren sich nicht als Frau, aber sind biologisch in der Lage ein Kind zu gebären.

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@DieUmfrage

"Diese Menschen definieren sich nicht als Frau"

Ich erkläre es dir gerne nochmal: als was man sich definiert ist in diesem Zusammenhang völlig irrelevant. Aber ich kanns auch gerne nochmal für ganz doofe formulieren... Personen die keine Kinder gebären können brauchen sich hier nicht einzumischen. Wobei... so formuliert gehts auch nicht, damit schließt man ja schließlich Frauen aus die aus medizinischen Gründen unfruchtbar sind.

Ganz gleich wie man es formuliert irgendwer fällt immer hinten runter 🤦‍♂️

Aber das hat man davon wenn man diesen Genderkram in jede Diskussion mit einfließen lassen muss ganz gleich ob er da rein passt oder nicht...

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@xNevan

Ich formuliere es jetzt noch Mal ganz einfach: Es geht hier um Menschen, die Kinder gebären können und keine Frauen sind. Sprichst du ihnen das Recht zur Mitentscheidung ab, nur weil diese Personen keine CisFrauen sind? Trans*männer sind durchaus fähig Kinder zu gebären und auch Non-binary Personen und Co.

Wenn du's noch einfacher möchtest, dann kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich stehe hier jedenfalls für ein wenig Toleranz. Das hier führt zu nichts brauchbarem. Diskussion beendet. :)

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@DieUmfrage

"Trans*männer sind durchaus fähig Kinder zu gebären und auch Non-binary Personen und Co. "

Nein ich spreche diesen Personen nicht das recht ab. Es handelt sich bei diesem biologisch um Frauen und genau diese sollen hier auch mitsprechen. Eventuell solltest du mal den Unterschied zwischen biologischem und sozialem Geschlecht lernen. Oder dich um Fragen bei denen um genau dieses geht garnicht erst zu Wort melden wenn du die Grundlagen nicht verstehst.

Toleranz predigen aber nicht das geringste vom Thema verstehen oder der anderen Seite zuhören. Genau mein Humor 🤦‍♂️

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Es ist ja kein Verbot, sondern die Bundesstaaten können in Zukunft verfahren, wie sie wollen.

Nur fürs Protokoll: auch wenn es hierzulande anders vermittelt wird, haben oder hatten bisher die meisten US-Bundesstaaten ein sehr viel liberaleres Abtreibungsrecht als Deutschland, wo eine Abtreibung illegal ist, es sei denn mit medizinischer oder kriminologischer Indikation. Eine Abtreibung nach §218a Abs. 1 StGB ist zwar straffrei, aber dennoch rechtswidrig (und wird aus diesem Grund auch nicht von der Krankenkasse bezahlt).

Ich halte ganz grundsätzlich ein Abtreibungsverbot für nicht zielführend.

Nur weil Abtreibungen verboten sind, heißt das ja nicht, dass es keine gibt. Es gibt sie halt dann im Ausland oder unter medizinisch, bzw. hygienisch fragwürdigen Umständen. Als der stern 1971 seine berühmte "wir haben abgetrieben"-Titelstory veröffentlichte, haben ja immerhin 374 Frauen öffentlich zugegeben, abgetrieben zu haben, obwohl es damals in Deutschland noch komplett illegal war. (Ja, okay, 373 - Alice Schwarzer zählt nicht, die hat gelogen, ich weiß).

Es gibt halt Frauen, die wollen kein Kind. Und eine Sterilisation ist für kinderlose Frauen im gebärfähigen Alter noch schwerer zu bekommen als ein bezahlbarer Krippenplatz im Ballungsraum. Dann gibt es auch eine gar nicht mal so geringe Anzahl Frauen, die sich zuverlässige Verhütungsmittel wie Pille oder Spirale einfach nicht leisten können. Was bleibt denen denn? Enthaltsamkeit, klar. Wenn sie aber in einer Beziehung sind und der Partner "sein Recht einfordert"?

Es ist halt so: Man hat bei dieser Fragestellung eine Rechtekollision.

Auf der einen Seite ist die Frau und ihre Rechte und auf der anderen Seite das Ungeborene. In jedem Fall, wo es eine Kollision verschiedener Rechte gibt, muss man abwägen, welches Recht schwerer wiegt. Ein Kompromiss ist gerade bei der Abtreibung halt auch nicht möglich.

Ich persönlich habe ein Problem mit der Ansicht, dass grundsätzlich das Ungeborene wichtiger sein soll, als die Frau, in der es wächst. Wie weit geht man dann? Dürfen Schwangere nicht mehr Auto fahren, weil das gefährlich sein könnte für das Ungeborene? Dürfen Schwangere keine Kneipe mehr betreten, um geschützt zu werden vor Passivrauch? Wie viele Rechte der Schwangeren kann man einschränken, um das Ungeborene maximal zu schützen?

Ich freue mich über jede nicht notwendige Abtreibung. Aber manchmal, aus Gründen, über die ich nicht richten möchte, ist es halt für die Betroffene der einzige Ausweg. Und dieser Ausweg sollte legal und unter zumutbaren Bedingungen zur Verfügung stehen.

Schlecht.

Es ist nicht so, als würde weniger abgetrieben nur weil es verboten ist, es wird nur gefährlicher weil Kurpfuscher und Eigeninitiative häufiger werden.
Das zusätzliche Problem ist ja, das auch die Aufklärung in entsprechnden Staaten unter aller Sau ist, was ungewollte Schwangerschaften fördert.

Frauen sollten immer das Recht haben zu wählen, nach medizinischer (nicht religiöser!) Beratung und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt natürlich.
Wer genau hat was davon, wenn die Frau gegen ihren Willen gebären muss, ein Kind das sie niemals lieben wird, nicht haben will, möglicherweise "entsorgt" oder gleich in die nächste Babyklappe steckt, wenns keine gibt einfach vors Waisenhaus legt?

Das gab es alles schon, es war Mist und Frauen haben dafür gekämpft über ihre Körper bestimmen zu dürfen. Die Entscheidung ist ein Schritt 50 Jahre zurück und man fragt sich, was als nächstes kommt...

Es gibt kein allgemeines Abtreibungsverbot in den USA. Die Entscheidung des Obersten Gerichts hat die Entscheidung über das Abtreibungsrecht zurück in die Hände der Bundesstaaten gelegt. In einigen ist eine Abtreibung legal möglich (mit unterschiedlichen Fristen, teils sogar ohne Fristen), in anderen nicht. https://en.wikipedia.org/wiki/Abortion_in_the_United_States

Der Beitrag wurde auf Wikipedia gemeldet, da Unwahrheiten dabei waren. Es ist auch kein allgemeines Verbot, aber so ziemlich indirekt eins. Die meisten Staaten verbieten es nun. Was anderes, als ein Verbot, sollte das sein?

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Schlecht.

Es ist natürlich traurig das durch die Abtreibung Leben genommen wird, trotzdem ist es nicht gerecht das Vergewaltigungsopfer dann mit dem Kind eines Fremden Mannes das Vergnügen haben werden. Die sollten sich lieber mit dem Waffen Gesetz auseinander setzen

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