Wie finde ich mich selber?

8 Antworten

Hallo Amb3ra,

ich kenne das Gefühl selbst sehr gut, ich war auch auf der Suche nach mir selbst.

Ich habe da einige Ideen, die Dir helfen könnten.

Denk mal an das, was Du Dir wirklich wünschst, und warum es in der Gegenwart noch nicht funktioniert. Gibt es etwas das Dich aufhält?

Ich zum Beispiel wollte früher endlich ein richtiges Sozialleben, aber die Angst vor Ablehnung hat mich aufgehalten.

Wenn Du Unsicherheiten hast, dann versuche diese wirklich abzulegen, indem Du raus gehst und Dich diesen Situationen, in denen Du unsicher bist, stellst.

Nach und nach wirst Du merken, es ist alles gar nicht so schlimm.

Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass Du zu sehr nach den Maßstäben anderer lebst, oder auch anerkannt werden möchtest.

Wenn Du zu lange nicht mehr Du selbst bist, vergisst Du irgendwann, wer Du bist.

Versuche hier Dich mal in Ruhe in die Sonne zu setzen und zu überlegen, was Du für richtig und was für falsch empfindest. Hör da auf Dein Inneres, wenn Du eine Entscheidung triffst, die zu Dir passt, dann wirst Du merken, dass Du gerade ein Gefühl der Natürlichkeit in Dir hast. Du fühlst Dich stimmig.

Und Du musst nicht genau so sein, wie Deine Eltern es wollen. Es spricht auch nichts dagegen, dass Du sowohl ein bisschen so und ein bisschen so bist. Menschen übernehmen nicht alles von ihren Eltern. Natürlich werden wir von den Eltern geprägt, aber wir machen ja auch eigene Erfahrungen und sind eine eigenständige Persönlichkeit.

Ich hoffe ich konnte Dir ein paar Impulse geben.

LG

Tarik

Ich nehme an Du bist in der Frühpubertät (13 / 14)?

Da ist es völlig normal, dass man die eigene Identität sucht - und dazu gehört, sich von den Eltern abzunabeln, also nicht willenlos so zu sein, wie die Dich haben wollen, sondern eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

Das bedeutet nun nicht, ständig das Gegenteil von dem zu tun, was die Eltern erwarten oder vorschreiben oder sie mit Lärm zu terrorisieren. Du solltest über deren Gebote kritisch nachdenken, darüber diskutieren, wenn Du sie fragwürdig findest und so nach und nach Deinen eigenen Weg finden.

Das geht nicht von heut auf morgen, das ist ein langer Prozess.

Das gleiche gilt für den Stil. Äffe niemanden nach, unterwirf Dich keinen "Trends", sondern probier aus und betrachte Dich im Spiegel - mit der Zeit siehst Du, was Dir steht und merkst Du, worin Du Dich wohl fühlst. Das gilt nicht nur für Kleidung, sondern auch für Deine Ausdrucksweise, Dein Benehmen und andre Vorlieben.

Man muss lernen seine internen Signale lesen zu können.

Zufriedenheit und Unzufriedenheit kann man spüren (lernen). Man kann spüren, was einem gut tut und was nicht, was für die eigene Zufriedenheit förderlich und was nicht.

Es gibt aber viele Gründe, warum man das möglicherweise nicht kann:

  • Wenn man auf seine Empfindungen "hören" würde, könnte das sein, dass man die Erwartungen Anderer nicht erfüllt. Weil das einem sehr gefährlich oder unerträglich vorkommt, entscheidet man sich lieber für den erwartungskonformen Weg und ignoriert das eigene Empfinden.
  • Wenn man auf seine Empfindungen "hören" würde, könnte es sein, dass man Dinge versuchen möchte, die Angst machen / bei denen man noch nicht so weiß, ob sie gut ausgehen. Man müsste sich seinen Ängsten stellen.
  • Man definiert diese Empfindungen von vornherein als unwichtig oder störend. Oder man hat null Vertrauen ins eigene Empfinden.
  • Das eigene Empfinden sagt mir, dass ich eine größere Entscheidung treffen möchte (wie z.B. mit etwas aufhören, etwas komplett neues anfangen). Ich habe aber Angst eine so große Entscheidung zu treffen.

Langfristig kommt man aber nicht drumherum, seinem Empfinden zu vertrauen, und dazu zu stehen, was man fühlt. Nur das gibt einem eine gewisse Sicherheit / Orientierung (das deckt sich zumindest mit meiner Erfahrung).

Hallo Amb3ra

Wenn du weisst, wer du sein möchtest, weisst du das Wichtigste. Denn unsere Ziele sagen aus, von welchen Werten wir uns leiten lassen und demzufolge, wer wir sind.

Sind deine Ziele, viel Geld anzuhäufen, möglichst gut für das Rentenalter "vorzusorgen" usw., dann orientierst du dich an materialistischen Werten und denkst dabei vielleicht nur an dein eigenes Wohlbefinden. Machst du das alles allerdings mit dem Ziel, anderen Menschen Gutes zu tun, also dein Geld sinnvoll zu investieren, dann bist du mitfühlend und möchtest deinen Wohlstand nicht nur für dich allein, sondern auch für andere.

Die sogenannte "innere Einstellung" ist ausschlaggebend dafür, wer wir sind. Zum Glück kann man sie auch ändern, wenn wir auf dem falschen Dampfer sind.

Liebe Grüsse

Das passt.

Wenn wir danach suchen, wer unser Leben lenkt,

finden wir diese Leitung alleine in unserem ewigen Schöpfer (Jes.45,22; Joh.14,6; Röm.7,24).

Glauben wir das (Lk.18,8) ??

Woher ich das weiß:Recherche

Was möchtest Du wissen?